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ARD mit WM-Übertragung sehr zufrieden

Die ARD zeigt sich nach dem Ende der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland mit der Produktion und Resonanz des Publikums sehr zufrieden. Die Einschaltquoten waren trotz des frühen Ausscheidens der deutschen Mannschaft sehr gut, die Zusatzangebote, wie die Multicam-Perspektiven, wurden von den Zuschauern gerne genutzt.

Die ARD erzielte mit ihren Programmangeboten zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Russland trotz des frühen
Ausscheidens der deutschen Mannschaft hohe Quoten und Nutzerzahlen. Das meistgesehene Spiel des gesamten Turniers war das Vorrunden-Spiel Deutschland - Schweden am 23. Juni. Im Schnitt fieberten 27,53 Millionen Menschen vor den TV-Geräten mit, kurz vor Spielende wurden in der Spitze 30,8 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer gezählt. Der Marktanteil belief sich auf 76,3 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen sogar auf 83,4 Prozent. Nicht enthalten sind die zahlreichen Public-Viewing-Veranstaltungen im Land. Im Gegensatz zu allen anderen Spielen, bei denen das Publikum im Schnitt zu 60 Prozent aus Männern bestand, lockte die deutsche Elf besonders viele Frauen an die TV-Geräte: 49 Prozent der Zuschauer ab 14 Jahren waren weiblich.

Volker Herres, Programmdirektor Das Erste: "Die Berichterstattung über die FIFA Fußball-WM 2018 im Ersten war ein großer Erfolg. Vor Ort und bei der Sendeabwicklung in Baden-Baden hat alles reibungsfrei und professionell funktioniert. Unsere Moderatoren und Experten haben das Geschehen kompetent, kritisch und mit überzeugenden Analysen begleitet. Die gelungenen Übertragungen waren eine starke Teamleistung. Es freut mich, dass unsere Zuschauerinnen und Zuschauer die Sendungen so gut angenommen haben. Denn obwohl die deutsche Nationalmannschaft leider so früh ausgeschieden ist, haben immer noch viele Millionen alle Spiele der K.O.-Runde in der ARD verfolgt. Im Schnitt sahen im Ersten knapp 9 Millionen Zuschauer alle Spiele ohne deutsche Beteiligung. Das Halbfinale Frankreich - Belgien schalteten mehr als 18 Millionen Menschen ein, darunter 6,63 Millionen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren. Marktanteile von weit mehr als 50 Prozent bei WM-Spielen ohne Deutschland - das sind beeindruckende Zahlen, die ich so nicht erwartet hätte!"

ARD-WM-Teamchef Harald Dietz (SWR): "Wer fachlich und gesellschaftspolitisch über die WM, die Teilnehmer sowie die Begleitumstände informiert und unterhalten werden wollte, war bei der ARD auf allen Ausspielwegen bestens aufgehoben. Das freut mich sehr und zeigt die Qualität und Relevanz der ARD im Fernsehen, Radio, Online- und Social Media-Bereich. Wir haben mit wesentlich weniger Personal sowie smarteren Produktionsmitteln deutlich günstiger als vor vier Jahren produziert und trotzdem Programm und Akzeptanz mit einer motivierten multimedialen Mannschaft maximiert. Dank einer überragenden ARD-Teamleistung und perfektem Doppelpassspiel mit dem ZDF haben ARD und ZDF gemeinsam ein Stück Fernsehgeschichte geschrieben. Technisch und organisatorisch ist die erstmalige Abwicklung eines Großereignisses komplett aus Deutschland beim SWR perfekt gelungen und ein Quantensprung."

Durchgängig starke Quoten

Abgesehen vom deutschen Spiel waren im Ersten die Halbfinal-Begegnungen zwischen Frankreich und Belgien sowie das Viertelfinale zwischen Russland und Kroatien am erfolgreichsten. Das Duell unserer westlichen Nachbarn verfolgten durchschnittlich 18,33 Millionen Zuschauer (Marktanteil 53,3 Prozent), die erst im Elfmeterschießen entschiedene Partie des Gastgebers gegen Kroatien sahen im Schnitt 14,08 Millionen (Marktanteil 53,1 Prozent). Bereits mit den Spielen der Gruppenphase erreichte Das Erste im Schnitt 8,82 Millionen Menschen. Der Marktanteil lag bei 42,3 Prozent, bei den 14-bis 49-Jährigen wurden exakt 47 Prozent gemessen (3,15 Millionen). Alle im Ersten übertragenen Spiele der WM 2018 kamen im Schnitt auf 9,55 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 44,7 Prozent entspricht. Beim jüngeren Publikum der 14- bis 49-Jährigen sahen durchschnittlich sogar 48,7 Prozent der TV-Nutzer zu (3,32 Millionen). Allein die nicht-deutschen Spiele erreichten im Schnitt 8,89 Millionen Zuschauer, der Marktanteil lag bei 42,7 Prozent. Beim jüngeren Publikum der 14- bis 49-Jährigen wurden 46,2 Prozent (3,05 Millionen) erreicht.

Nicht nur die Spiele selbst, sondern auch die Einordnungen und Bewertungen rund um die Spielpartien stießen auf großes Interesse. Die ARD-Experten Thomas Hitzlsperger, Stefan Kuntz und Hannes Wolf analysierten bei den Moderatoren Alexander Bommes und Matthias Opdenhövel das Geschehen auf dem Platz. Mit durchschnittlich 4,82 Millionen Zuschauern und 26,7 Prozent Marktanteil kam die Vor- und Nachberichterstattung gut beim Publikum an. Bei den 14- bis 49-Jährigen sahen sogar 31,2 Prozent zu (1,76 Millionen).

Late-Night-Show "WM-Kwartira" punktet vor allem bei den jüngeren Zuschauern

Die im Anschluss an die Spiele und Analysen im Ersten gesendete Show "WM-Kwartira" mit Micky Beisenherz und Jörg Thadeusz schalteten im Durchschnitt 3,04 Millionen Zuschauer ein. Besonders hoch war der Marktanteil bei den jüngeren Zuschauern im Alter von 14 bis 29 Jahren mit 20,2 Prozent. Die erfolgreichste Folge am 23. Juni nach dem Spiel Deutschland - Schweden um 23 Uhr hatte rund 6,2 Millionen Zuschauer und erreichte einen Marktanteil von 29,3 Prozent.

Starke Nutzung von Livestreams zur Fußball-WM - Das Erste und die Sportschau sehr beliebt

An den Tagen der ARD-Übertragungen erreichten der Fußball-WM-Livestream der Sportschau sowie der Das Erste-Livestream im Tagesschnitt zusammen 3,2 Millionen Videoabrufe. Am stärksten war die Nutzung dabei am 23. Juni (Deutschland - Schweden) mit 4,6 Millionen Abrufen. Die genannten Werte beziehen sich auf die Nutzer in Deutschland und schließen die Nutzung der ARD Mediathek und Sportschau App ein (Quelle: AGF in Zusammenarbeit mit Nielsen, Zensusdaten).

Multicam und Multistream gut angenommen

Fans konnten sich die schönsten Tore, die strittigen Szenen oder andere Highlights on Demand in fünf Streaming-Ansichten und aus bis zu 21 Kamera-Perspektiven wie Hintertor, Taktik-Ansicht, Trainerbank
oder Flycam immer wieder und ganz detailliert anschauen. Von dieser Möglichkeit machten zahlreiche Fußball-Fans im Web-Angebot der Sportschau und der Sportschau App Gebrauch. Es wurden für die im
Ersten übertragenen Spiele knapp 1,1 Millionen Video-Wiedergaben gemessen.

Toni Kroos-Tor auf Facebook erfolgreichster WM-Post von Sportschau.de

Mit 4,3 Millionen Videoaufrufen ist der Post zum Toni Kroos-Tor am Ende des Spiels Deutschland - Schweden am 23.6. der erfolgreichste WM-Post des Sportschau-WM-Teams auf Facebook. Mit deutlichem Abstand folgt dann der Videopost zum "vielleicht kuriosesten Torjubel der WM" des Belgiers Batshuayi vom 28. Juni mit rund 2,1 Millionen Videoaufrufen. Neben dem Facebook-Kanal von Sportschau.de profitierten auch die Social-Media-Kanäle Youtube und Instagram von der Sportschau-WM-Berichterstattung. So generierten die WM-Videos auf Youtube bislang insgesamt mehr als 34 Millionen Abrufe, die meisten davon erzielte der Highlight-Clip zum Spiel Deutschland - Schweden mit knapp 3,8 Millionen Abrufen. Die Abonnenten-Zahl auf Instagram steigerte sich um rund 50 Prozent.

Auch die ARD-Hörfunkwellen waren mit dem Mikro ganz dicht dran am WM-Geschehen

Das ARD-Hörfunkteam produzierte mehr als 1700 Beiträge in größter Vielfalt, die von mehr als 50 ARD-Hörfunkprogrammen in Deutschland mit aktuell 37,4 Millionen Hörerinnen und Hörern täglich gesendet wurden: Jubelnde Fan-Gruppen in Samara, Löws Spaziergänge in Sotschi, Korruption oder Doping, die unerwartet ausgelassene Atmosphäre im Gastgeberland, oder neue Stars und Taktiken auf dem Rasen - kein Themenbereich wurde ausgespart. Darüber hinaus wurden Audios für Sportschau.de, Podcasts und Serien für sprachgesteuerte Systeme wie Alexa oder Siri produziert. Hinzu kamen 2880 Reportage-Einblendungen und Konferenzen aus den zwölf WM-Stadien sowie zwölf hochemotionale Vollreportagen über die gesamte Spieldauer. Als besonders populär bei den Radiowellen, ob Kultur-, Sport- oder Jugendprogramm, erwies sich die Möglichkeit, direkt mit den Reportern in Russland - ob in Moskau, dem DFB-Camp Watutinki oder in den Stadien - live über alle tagesaktuellen Themen zu sprechen. Mehr als 2600 Mal wurde dieser Service an Livegesprächen während der WM-Tage genutzt. (7/18)

Bild: SWR/Alexander Kluge

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