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Bewährte Zusammenarbeit

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Bewährte Zusammenarbeit

Vom 7. bis 23. Februar 2014 gehen im russischen Sotschi die Olympischen Winterspiele 2014 über die Bühne. ARD und ZDF nutzen bei ihrer Berichterstattung wieder eine gemeinsame technische Infrastruktur. Und auch die Technik-Teams der Sender, unter Leitung von Jörg Teufel (ARD) und Gunnar Darge (ZDF), arbeiten eng zusammen. Bei der Planung der Produktions- und Übertragungstechnik für Sotschi stand das Thema Kosteneffizienz ganz oben auf der Agenda.

In insgesamt 15 Wintersport-Disziplinen werden in Sotschi 100 Goldmedaillen an die besten Sportler vergeben. Die deutschen Athleten waren in den vergangenen Jahren überaus erfolgreich und zählen auch jetzt wieder in zahlreichen Disziplinen zu den Favoriten. Das verspricht spannende Wettkämpfe für die deutschen TV-Zuschauer. Die Übertragung der Olympischen Winterspiele 2014 für die Bundesrepublik teilen sich wieder die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF. Federführend für die ARD ist der Bayerische Rundfunk (BR). Seit zwei Jahren planen kleine Arbeitsgruppen der Sender, wie die Wettbewerbe in Sotschi umfassend und perfekt in Szene gesetzt werden können – mit besonderem Blick auf die Kosteneffizienz. Das ist auch nötig, weil die Winterolympiade in Sotschi, ähnlich wie die beiden letzten in Turin und Vancouver, auf Grund der räumlich verteilten Wettkampfstätten bei herkömmlicher Produktionsstrategie einen erhöhten Technik- und Personalaufwand erforderlich machen würde. In Sotschi gibt es im Ortsteil Adler, direkt an der subtropischen Schwarzmeer-Küste, den Olympiapark (Coastal Cluster) mit dem Olympia-Stadion, der Schaiba-Eisarena, dem Bolschoi-Eispalast, dem Ice Cube Curling Center, der Adler Arena und dem Iceberg Eislaufpalast. Hier sind auch die Medal Plaza, das Olympische Dorf, das Medienzentrum und das International Broadcast Center (IBC), in dem die internationalen Fernsehsender und Rechtehalter ihre zentrale Produktionstechnik haben, angesiedelt. In der Krasnaja Poljana (Mountain Cluster), 70 Kilometer östlich von Sotschi finden alle alpinen Wettbewerbe, die Nordische Kombination, Biathlon-, Skisprung-, Snowboard- sowie Bob- und Rodel-Wettbewerbe statt. Hier finden sich auch das Mountain Broadcast Centre (MBC) und das Deutsche Haus, das Vertretern aus Sport, Medien und Wirtschaft als Treffpunkt dient.

Seit Mitte November laufen bei ARD und ZDF nun die logistischen Maßnahmen, um das benötigte technische Equipment nach Sotschi zu transportieren. Am 9. Dezember 2013 soll dort alles angekommen sein, um dann mit dem Geräteaufbau in den Produktionsstätten zu beginnen. Erst kurz vor Beginn der Spiele werden laut Jörg Teufel, technischer Leiter Sotschi 2014 der ARD, die Installationen abgeschlossen sein. Die Generalprobe der gesamten Technik mit allen Leitungsverbindungen soll dann am 5. Februar, zwei Tage vor der Eröffnungsfeier, stattfinden.

Nach den Olympischen Sommerspielen 2012 in London hatte man bei ARD und ZDF mit einigen grundsätzlichen Änderungen geliebäugelt, um die Übertragungskosten des nächsten olympischen Großevents ordentlich nach unten zu schrauben. Herbert Tillmann, ehemaliger technischer Direktor des BR, erklärte damals gegenüber MEDIEN BULLETIN: „Unsere Absicht ist, zur Abwicklung der Übertragung der Olympischen Winterspiele 2014 eine Kopfstelle in Freimann einzurichten. Die Konfektionierung der in Sotschi produzierten Inhalte soll hier bei uns passieren – und zwar trimedial aufgesetzt. Wir orientieren uns dabei an Sendern wie NBC, die ein ähnliches Produktionskonzept bereits bei der Sommerolympiade 2008 in Peking umgesetzt haben.“ Es sei technisch zwar sehr komplex aber durchaus machbar, mit weniger Mitarbeitern vor Ort produziertes Material einem Heimatsender zeitnah zur Bearbeitung bereit zu stellen. Tillmann erklärte: „Mit solchen Lösungen lassen sich die Kosten reduzieren.“

Zur bedingungslosen Remote-Produktion à la NBC konnten sich BR und ARD nicht durchringen. Aber es gibt dennoch einige interessante Ansätze, die in diese Richtung weisen. „Wir werden für die ARD zumindest den kompletten Produktionsbereich für die aktuelle Berichterstattung nach München-Freimann verlagern“, berichtet Teufel. Der BR verfügt dort über das HD-taugliche Havarie-Studio FM3, welches zu den Olympischen Winterspielen genutzt wird, um die Olympia-Newsblöcke mit kurzen Tageszusammenfassungen zu produzieren. Dazu gehört das sogenannte „Olympia-Telegramm“ mit Fünf-Minuten-Blöcken, die mehrmals im Laufe eines Tages gesendet werden. Und am Abend, nach den Tagesthemen, gibt es mit „Olympia extra“ noch einmal eine Zusammenfassung von zehn bis 15 Minuten, die auch in diesem Studio produziert und moderiert wird. Um die entsprechenden Beiträge in München produzieren zu können, werden vier der dort vorhandenen genutzt.

Die BR-Infrastruktur in Freimann wurde im vergangenen Jahr großteils HD-tauglich gemacht und kann so problemlos ohne zusätzliche Veränderungen für die olympische Nachrichtenproduktion genutzt werden. „Die Ansprüche, die Olympia an die Technik in Freimann richtet, sind eher gering“, meint Teufel.

Er räumt ein, dass man sich beim BR über eine umfangreiche Remote-Produktion „sehr viele Gedanken gemacht“ habe, entsprechende Anwendungen anderer Sender weltweit geprüft, deren Erfahrungen hinterfragt und Firmen eingeladen habe, die dazu berichten konnten. „Wir haben intensiv abgewogen was wir tun können. Letztendlich haben wir jedoch festgestellt, dass sich die Remote-Produktion finanziell nur dann lohnt, wenn man mehrere Studios an eine zentrale Regie anschließen kann. Wenn nur die zentrale Regie nach Deutschland verlagert worden wäre, dann hätte uns das keine Ersparnis gebracht – sondern im Gegenteil.“ Schließlich hätte man dafür eine komplett andere Technik anschaffen müssen. Beim Umgang damit fehle es wiederum an der nötigen Erfahrung. „Und das zu den Olympischen Spielen auszuprobieren, mit dem Risiko, dass dann was nicht rund läuft, erschien uns wenig sinnvoll“, meint Teufel. Auch aus redaktionellen Gründen sei eine komplette Remote-Produktion nicht Ziel führend. „Deshalb haben wir auch davon abgesehen. Remote-Produktion machen wir deshalb nur vor Ort in Sotschi. Wir sammeln jetzt Erfahrungen damit, wenn auch zunächst mal nur im kleineren Maßstab“, sagt er.

Zentralisierte Produktionsinfrastruktur

Das bedeutet, dass ARD und ZDF zu den Olympischen Winterspielen 2014 ihre Produktionsinfrastruktur stärker denn je zentralisiert haben. So gibt es an den einzelnen Venues keine eigenen Schnittplätze mehr. Stattdessen werden 14 Schnittplätze  (10x Avid, 4x EVS) von ARD und ZDF gemeinsam im IBC genutzt. Und im MBC, wo die Signale von den alpinen Wettbewerben zusammen gefasst und ins IBC übermittelt werden, befinden sich weitere zwölf Schnittplätze (10x Avid, 2x EVS).

Eine weitere Änderung betrifft die Einführung einer der Hauptregie vorgeschalteten Remote- beziehungsweise Venue-Regie, an der alle Wettkampfstätten, die keine eigene Regie haben, angebunden sind. Die Hauptregie kann dann von dem Material auswählen, das die Remote-/Venue-Regie anbietet. Im Gegensatz zu den Olympischen Sommerspielen in London, wo auch schon eine Venue-Regie im Einsatz war, sind in Sotschi Hauptregie und Venue-Regie räumlich getrennt. „Beide Regien in einem Raum hat sich nicht bewährt. Das gab da zuviel Unruhe“, berichtet Teufel.

An den Wettkampfstätten selbst haben ARD und ZDF für ihre unilateralen Signale sogenannte VandA-Boxen (Video and Audio Boxen) im Einsatz, die mit Steckfeldern für Video, Audio und Kommunikation ausgerüstet sind und dem Kameramann erlaubt, seine EB-Kamera direkt mit der Venue-Regie im IBC zu verbinden. Die Boxen sind Spezialanfertigungen und werden von Presteigne Charter nach Vorgaben des BR gebaut. Sie waren bereits bei den Olympischen Spielen in London im Einsatz und haben sich laut Teufel dort gut bewährt. Der Entwurf der Boxen stammt ursprünglich vom NDR. „Die VandA-Boxen bieten einfache, minimierte Technik, um die Kameras an den Venues auch ohne technisches Personal livefähig zu machen“, erklärt Teufel. Sie beinhalten zudem einen Signalgenerator. „Wenn mal keine Kamera angeschlossen ist, hat man immer ein Signal auf der Leitung und kann sehen, daß die Verbindung zur Wettkampfstätte steht“, berichtet der ARD-Technik-Chef in Sotschi. Eine Speziallösung gibt es im „Rosa Chutor“ Free-Style- und Snowboard-Park. Die zwei Zielbereiche dort werden nie zeitgleich bespielt. „Wir konnten dort einen weiteren Spareffekt erzielen, indem wir nur eine Leitung zum IBC gebucht haben, obwohl wir je eine VandA-Box in den beiden Zielbereichen einsetzen. Die VandA-Box vom Snowboard-Ziel wird dabei über die Leitung vom Freestyle-Ziel ins IBC geschaltet.“ Insgesamt haben ARD und ZDF sieben VandA-Boxen an sechs Venues im Einsatz. Hier gibt es jeweils auch einen Kommentatoren-Platz. Drei weitere Venues werden mit eigenen Ü-Wagen bedient. Der HD SNG des ZDF kümmert sich um die alpinen Wettkämpfe, der FÜ3 vom SWR um das Skispringen und der FÜ3 vom BR um die Biathlon-Wettkämpfe.

Presteigne Charter stattet in Sotschi neben den Venues auch das Deutsche Haus mit Fernsehtechnik aus. Untergebracht ist hier indes keine eigene Bild- und Tonregie sondern nur „kleine Fernsehtechnik“, die in zwei 19“-Racks passt. „Mehr Platz hatten wir dort nicht zur Verfügung“, sagt Teufel.

Signalverteilung

Die Signale von den Venues in den Bergen und dem Deutschen Haus werden im MBC gebündelt und über eine STM-16-Glasfaserstrecke mit NetInsights Nimbra-Technologie zum IBC geroutet. „Auf diese Weise läßt sich die Zahl der Leitungen von den Wettkampfstätten zum IBC deutlich reduzieren“ berichtet Teufel. Vom IBC werden die Signale über Glasfaser dann zum Netzknoten nach Frankfurt und von dort nach Mainz beziehungsweise nach Freimann geschickt. Gebucht wurde die Strecke Sotschi-Frankfurt direkt über OBS (Olympic Broadcast Services), dem Hostbroadcaster der Olympischen Winterspiele. Teufel: „OBS hat uns ein sehr günstiges Angebot gemacht.“

Der ARD-Technikchef von Sotschi weist auch auf eine weitere Neuerung hin: Erstmals wird bei den Olympischen Winterspielen 2014 das gemeinsame TV-Studio von ARD und ZDF aus dem IBC ausgelagert. „Wir betreiben es diesmal im Olympic Park als gläsernes Studio auf einer Fläche von 100 Quadratmetern. Von der Stimmung her wird das sicher sehr schön. Wir haben von dort aus einen guten Blick auf alle Olympischen Sporthallen und vielleicht auch auf das Olympische Feuer“, meint Teufel. Allerdings ist das Studio dann Luftlinie 1,5 Kilometer weg von der Regie im IBC. Auch die Studiogeräte müssen deshalb vom IBC aus über Glasfaserleitung ferngesteuert werden. Für Video und Datensignale werden dabei die eigenen Harris-Konverter genutzt, für Audio eine Dallis-Einheit, um die Lawo-Kreuzschiene zum Studio hin absetzen zu können. Die Studioeinrichtung bleibt bei Nutzung durch ARD und ZDF identisch. „Einzig in der Lichtgestaltung können wir uns unterscheiden. Erstmals setzen wir bei der Studio-Beleuchtung komplett auf LED-Licht“, berichtet Teufel.

Technik im IBC

Um die Synergien im Bereich der Technik auszuschöpfen, greifen ARD und ZDF für ihre jeweilige Produktion auch in Sotschi gemeinsam auf die Mobile Produktionseinheit (MPE) des ZDF zurück. Wie schon in der Vergangenheit der Fall wird diese wieder von Wellen+Nöthen um zusätzliches Leih-Equipment erweitert. Darüber hinaus wird den Teams vor Ort ein skalierbares Produktions-, Transfer- und Storage-System zur Verfügung gestellt. Mit der mobilen Infrastruktur, die im Kern aus einer Kombination technischer Komponenten von Avid und EVS basiert, lässt sich eine End-to-End file-basierte HD-Produktionsumgebung herstellen. So kommt im IBC für den zentralen Ingest, den Materialtransfer, die Bearbeitung sowie im Bereich des Highlight-Schnitts und Playouts ein integriertes System, bestehend aus einem Avid Interplay Production Management System, ISIS 7000 Speicher, AirSpeed 5000 Ingest- und Playoutservern sowie EVS XT3 Medienservern und IP Directoren zum Einsatz. Ein kleineres Setup mit ähnlicher Ausstattung wird im MBC installiert.

Der HighRes-Schnitt erfolgt mit Media Composer Nitris DX Systemen von Avid. Den Redakteuren stehen sowohl iNews wie auch diverse Interplay Clients für die Newsproduktion zur Verfügung. Das Videomaterial lässt sich bereits während der Einspielung vom zentralen Speicher abrufen, editieren und wieder file-basiert ablegen, bevor es an die EVS- oder Avid AirSpeed Server übergeben wird. Aufgrund der positiven Erfahrungen der letzten Jahre nutzt das ZDF intern erneut den DNxHD Codec zur Bearbeitung. Für den Fileingest in das Avid-System stehen im IBC und im MBC MOG Ingestserver zur Verfügung, die beispielsweise Material von EB-Teams automatisch in DNxHD transkodieren und ins System einchecken.

An voll ausgestatteten Vizrt-Arbeitsplätzen lassen sich dem laufenden Olympiaprogramm außerdem 3D-Grafiken, Tafeln, Übersichten, Einblendungen und Animationen flexibel hinzufügen. Teufel berichtet indes für die ARD: „Aus wirtschaftlichen Gründen haben wir nahezu auch den kompletten Grafikbereich nach München verlagert. Vor Ort haben wir nur noch einen Grafikarbeitsplatz um Bauchbinden einzublenden und zu konfektionieren, zum Beispiel dann wenn im Live-Signal etwas schnell und auf Abruf geschehen muss. Da wäre die Distanz nach Hause ein Hemmschuh. Alle etwas aufwendigeren Grafiken werden in München an den normalen Grafikarbeitplätzen beim BR erstellt.“ Dort arbeitet man mit Chyron-Systemen, im Gegensatz zum ZDF, wo VIZRT wie auch im ARD/ZDF-Sendezentrum im IBC von Sotschi das Grafik-System der Wahl ist. Das Zusammenspiel von VIZRT und Chyron funktioniert laut Teufel gut. „Wir müssen nur darauf achten, dass es keine optischen Unterschiede bei den mit Chyron und VIZRT erstellten Grafiken gibt“, sagt er.

Wellen & Nöthen bestreitet aus seinem Rental Pool nach eigenen Angaben auch die vollständige technische Ausstattung der Produktionsstätten mit Dry-Hire-Equipment für die Bereiche Monitoring, Recording sowie Audio- und Video-Processing. Dazu gehören unter anderem rund 200 Sony-Displays der LMD- und PVM-Serien, mehr als 65 Displays von Eizo, Multiviewersysteme von Evertz, MAZen und Recorder von Sony und Panasonic sowie zahlreiche Mess- und Steuerungskomponenten von Jünger, Wohler, DK Technologies oder Lynx.

Trimedialität, Social Media und Videostreams

In Sotschi setzt die ARD auch wieder verstärkt auf trimediales Arbeiten. Dazu wird ein gemeinsames Büro für TV-, Radio- und Internet-Redakteure eingerichtet. Hörfunk- und Online-Redakteure erhalten Zugriff auf die TV-Server von ARD und ZDF. An einigen Stationen haben sie die Möglichkeit, sich dort Material abzuholen oder auch einzuspielen. Social Media-Angebote werden laut Teufel bei der ARD/ZDF-Berichterstattung aus Sotschi ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Die ARD will die entsprechenden Aktivitäten indes von der Heimatredaktion in Freimann aus betreiben. Dort soll es unter anderem möglich sein, Kommentare aus den Social Media Plattformen über entsprechende Grafik-Maschinen in das Sendesignal einzuspeisen.

Wie auch schon bei den Sommerspielen 2012 in London werden in Sotschi 2014 neben dem Live-TV-Sendesignal vier Videostreams im Internet gleichzeitig für ARD und ZDF ausgestrahlt. Diese Signale werden vor Ort fertig konfektioniert und kommentiert über die Glasfaserstrecke zum Netzknoten nach Frankfurt übertragen und von dort weiter nach Freimann und Mainz. ARD verbreitet die Streams dann vom Schaltraum Freimann aus über Ismaning auf der ARD Olympia Homepage. Und das ZDF leitet die gleichen Signale von Mainz aus weiter auf die ZDF Olympia Homepage. Teufel erklärt: „Es gibt für die Videostreams keine eigene Bildregie sondern nur eine kleine Tonregie für Kommentierung durch Redakteure, die ohnehin vor Ort sind.“ An ZDF-Sendetagen übernehmen ARD-Kommentatoren den Job und umgekehrt an ARD-Sendetagen ZDF-Kommentatoren.

Bei den Spielen in London wurden die Internetstreams noch in SD-Qualität angeboten. Teufel sagt: „Ich war damals enttäuscht von der ungenügenden Qualität des Signals, wenn man die Wettkämpfe auf einem großen Flachdisplay verfolgen wollte. Daher war mein Ziel für Sotschi alle Streams als HD-Signal zu verbreiten. Um dies zu realisieren, mußten die Signale auch von Sotschi nach München in HD-Qualität übertragen werden. Mit Hilfe des IRT entschieden wir uns für MP4-Codierverfahren mit 25Mbit-Bandbreite.“ Dieses Verfahren ermögliche, auf möglichst wenig Bandbreite HD-Signale fürs Streaming nach München zu liefern. „Die Qualität ist so gut, dass die Signale auch als Rohmaterial für den Schnitt der aktuellen Beiträge in München dienen können“, erklärt der ARD-Technikchef für Sotschi 2014.

Eckhard Eckstein
(MB 12/13_01/14)

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