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DFB-Trainingslager in 3D

Die KUK Filmproduktion GmbH aus München hat das Trainingslager der deutschen Nationalelf in Südtirol exklusiv mit 3D-Technik von Sony Professional dokumentiert. Das Ergebnis des außergewöhnlichen Drehs war auf der DFB-Pressekonferenz am 27. Mai zu sehen.

„Grundvoraussetzung für die Dokumentation war, dass wir so wenig wie möglich vom Trainingsgeschehen ablenken dürfen“, erklärt Josef Kluger, Geschäftsführer, Regisseur und Produzent der KUK Filmproduktion GmbH. „Wir haben uns deshalb auf zwei Kamerapärchen beschränkt. Ein mobiles, von uns konstruiertes Rig haben wir mit zwei kompakten Sony HDC-P1 bestückt. Für die Totale haben wir zwei Sony HDC-1500 genutzt.“

Das Team um Josef Kluger, das sich bereits seit mehr als zehn Jahren mit der 3D-Produktion beschäftigt, konnte trotz reduzierter Ausrüstung am Spielfeldrand zur DFB-Pressekonferenz eine gelungene 3D-Dokumentation des Trainingsbetriebs präsentieren.

„Die Komplexität einer solchen 3D-Produktion darf man nicht unterschätzen. Beispielsweise ist die Bewegungsunschärfe bei 3D viel kritischer als bei 2D - schnelle Schwenks sollte man möglichst vermeiden“, sagte Andreas Berghaus, Produktmanager bei Sony Professional. „Und weil der Abstand zum erfassten Objekt zu jeder Zeit genau definiert sein muss, geht bei der Live-Produktion ohne einen erfahrenen Stereographer, der permanent per Fernbedienung die Objektive aufeinander abstimmt, überhaupt nichts.“

Während die Vorbereitungen für einen einfachen Dreh in 2D mit dem Aufsetzen des Objektivs und dem Einrasten des Akkus meist getan sind, verlangt die 3D-Produktion eine penible Vorarbeit. KUK nutzte für die präzise Abstimmung der Kameras die Prozessorbox MPE-200 von Sony Professional. Sie ermöglicht den automatischen Abgleich des angeschlossenen Kamerapaars und die Fehlerkorrektur in einem 3D-Rig, einschließlich Bildgeometrie und Farben.

„Leistungsfähige Unterstützungswerkzeuge wie die MPE-200 machen den 3D-Workflow um einiges effizienter und sind für unsere Arbeit extrem wichtig“, sagt Kluger. „Für gutes 3D braucht man genug Zeit in der Vorbereitung - ohne Synchronisationstest fangen wir zum Beispiel überhaupt nicht an. Dazu kommt natürlich das richtige Equipment und vor allem jede Menge Erfahrung.“

Laut Sony prüft der DFB derzeit, ob und wie er die 3D-Technologie künftig nutzen kann, um die Trainings der deutschen Nationalmannschaft noch besser auswerten zu können. Die Auswahl der Deutschen WM-Kicker sollen die KuK Film-Aufnahmen vom Trainingslager indes noch nicht beeinflusst haben. (MB 06/10)

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