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News: Produktion

Dreh- und Angelpunkt für alle FIFA-WM-Inhalte

Bei Produktion und Bereitstellung der TV-Bilder von der FIFA WM 2010 spielt die Servertechnik von EVS wieder eine zentrale Rolle. Das Unternehmen ist mit seinen Systemen in den Technikräumen des IBC (International Broadcast Center) und der TOCs (Technical Operation Center) an den zehn WM-Stadion vertreten, ebenso wie in den 40 eingesetzten HD-Ü-Wagen und in den technischen Einrichtungen vieler Rechtehalter.

Host Broadcast Services (HBS), ein Unternehmen der Sport Marketing Agentur Infront Sports & Media, wurde von der FIFA wieder mit der Produktion der multilateralen Signale von der Fußball Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika beauftragt. Bei der Produktion und Bereitstellung des Multifeed-Angebots setzt das Unternehmen wie schon bei den beiden letzten FIFA Weltmeisterschaften auch auf Server-Technologie von EVS.

Der belgische Hersteller hat bei der FIFA WM 2010 derzeit rund 350 HD-Server im Einsatz. Das Unternehmen arbeitet laut Marketing-Direktor Nicolas Bourdon derzeit mit 170 Broadcastern in Südafrika zusammen. Wichtigster Kunde ist jedoch HBS.











Der FIFA WM-Hostbroadcaster nutzt EVS Server in vielfältiger Weise für Akquisition, Live Slomotion und Ultramotion bei allen 64 Spielen. EVS unterstützt mit seinen Servern auch die Mobile TV Produktion.

Eine zentrale Rolle spielt die EVS-Technologie beim „FIFA MAX“ Media Server. MAX steht für Media Asset Exchange. Das System dient dem Austausch von Clips aus multilateralen und unilateralen Produktionen. Es erlaubt Lizenz nehmenden Rundfunkanstalten (Rechtehalter) Zugang zu über 3.000 Stunden FIFA WM-Produktion und allen aufgezeichneten Inhalten drum herum. Sie können über spezielle Browsing-Stationen im FIFA MAX, Material suchen, generieren, herunterladen und für ihre eigenen Produktionen nutzen. Die Rechtehalter und das HBS-Produktionsteam teilen sich rund 120 Browsing-Stationen im IBC.







Bei der Fußball WM 2006 in Deutschland wurden auf Basis der EVS-Systeme durch HBS bereits ein Media Server Service und ein Clip Compilation-Kanal eingeführt. Die Rechtehalter erhielten damit erstmals umfassenden Zugang zu allen Inhalten einer Fußball-WM. Im Gegensatz zur FIFA WM 2006 hält der FIFA MAX Media Server in diesem Jahr das Material nun auch in HDTV-Qualität vor. Außerdem ist er mit deutlich mehr Inhalten bestückt, dass außerhalb der Stadien und der Live-Fußballspiele produziert wird (Non-Match-Footage).

Das Material wird durch ein HBS-Team auf den Server geladen und verschlagwortet (geloggt). Geschnitten werden die FIFA MAX-Clips auf Apples Final Cut Pro-Systemen. Vor vier Jahren wurde hierzu noch Avids MediaComposer eingesetzt.

Der integrierte EVS/Apple-Workflow erlaubt laut HBS einen reibungslosen Übertragungsprozess und eine schnellere Verfügbarkeit des verarbeiteten Materials.



Neu ist auch der Off-Site-Zugang zum FIFA MAX via Webserver in Paris und Los Angeles. Nutzer von außerhalb des IBC können Lo-res-Video-Previews browsen und sie als Hi-res-Files Downloaden. Allerdings ist nicht das komplette Material verfügbar und auch nicht Match-bezogenen Clips. Auch Radiosender können übrigens erstmals Off-Site-Downloads von Audio-Tracks realisieren.



Der FIFA MAX Server kann gleichzeitig bis zu 16 Feeds von den Venues speichern.

Er besteht aus 11 XT2+ Servern mit einer Kapazität von 1.900 Stunden Hi-Res Material (DVCPro HD Codec) bei 100 Mbit/s. Zum Browsen stehen 11 Lo-Res-Server EVS XL2 zur Verfügung. Auch sie speichern bis zu 1.900 Stunden Material.

Zum Import der von von 40 ENG-Teams gelieferten Inhalte werden zudem 11 XStore2 von EVS mit 220 x 300 GB Speicher eingesetzt. Für Logging, Browsing und Clipping im FIFA MAX stehen schließlich noch 18 EVS IPDirector-Stationen zur Verfügung. Zugang des HBS-Produktionsteams, der Broadcast-Rechtehalter und der Mobile-TV-Produktion erfolgt über Gigabit Ethernet-Leitungen.

Angeboten werden von HBS entweder nur Lo-res Browsing im FIFA MAX, Lo-res Browsing und HD-File-Auslieferung oder Lo-res-Browsing mit Hi-res SD (16:9) und HD-Playout. (MB 06/10)

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