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Entwickelt für neue Anforderungen

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Entwickelt für neue Anforderungen

Die TV Skyline Film- und Fernsehgesellschaft hat am 29. April mit dem Ü7HD einen neuen Ü-Wagen in Betrieb genommen. Das neue Flaggschiff wurde für künftige Marktanforderungen entwickelt und kann mit bis zu 22 Kameras betrieben werden.

Der Ü7 von TV Skyline ist ein 16,5 Meter langer 38 Tonner Mercedes-Auflieger mit einer um 1.60 Meter ausfahrbaren großen Schublade auf der rechten Seite. Auf der Fahrer-Seite finden sich zwei kleine, 60 cm ausfahrbare Schubladen, wovon eine zur Tonregie gehört.

Ausgestattet ist er mit Ikegami HDC 97A/HDC 970A Kameras mit Fujinon-Optiken von 14x4,5 bis 99x8,4. Optional wird auch eine NAC Hi-Motion II Ultra-Slomotion-Kamera angeboten. In der Bildkontrolle arbeitet man unter anderem mit einer 3G/HD/SD Snell Sirius 840 Kreuzschiene mit 576 x 714 Koppelpunkten, mit 20 Chrystal Vision 3G/HD/SD Cross-Konvertern, mit Axon Multiviewer (288 Inputs, 72 Outputs) und mit 15 Displays von 17“ bis 24“, darunter auch ein Sony OLED-Display.

In der Regie kommt der 4k/3G/HD/SD Multiformat-Mischer Kahuna 360 von Snell zum Einsatz (60 Inputs, 40 Outputs, 5ME, 7 Keyer pro ME, FormatFusion3, 3D DVE, interner Clip-store mit 20 Outputs etc.) sowie ein 3 M/E Kontroll-Panel und 5 x 32“ und 18 x 24“ Displays.

In der zweiten Regie des Ü-Wagens (Mehrzweckraum) findet sich ein 2 M/E Kahuna-Kontrollpanel, 1 Sony 65“ 4k-Display, 3x 24“ Displays und Platz für Avid-Schnitt und EVS-Highlight-Editing.

Im Rüstwagen, ein 16,5 Meter langer 29-Tonner, ist ein weiterer Mehrzweckraum mit einer dritten Regie untergebracht. Hier findet sich ein 2 M/E Kahuna-Kontrollpanel, 3 x 32“ und 6 x 24“ Displays sowie KVM via Glasfaser zur Anbindung von Avid-Schnittplätzen. Alle drei Mischerbedienpanels für den Kahuna 360 sind Maverick-Panels. Aufnahmeseitig arbeitet der Ü7 mit bis zu sechs EVS-Maschinen und EVS IP Director sowie mit drei EVS XT Access Servern. Im Editing-Bereich sind Avid ISIS Media Server, Avid Interplay und zwei Avid Media Composer im Einsatz. Im Rüstwagen ist Platz für weitere EVSen und MAZen.

Im Audio-Sektor wurde ein Lawo mc² 66 MKII Pult (56 Kanäle, HD Core mc² Router mit 8.192 x 8.192 Koppelpunkten, 144 DSP-Kanäle im Aufnahme-Modus und 288 DSP-Kanäle im Sende-Modus sowie 28 MADI-Ports) installiert. 

Das Lawo mc² 66 ist bestens geeignet für Live-Übertragungen von großen Sport-Events oder Konzertereignissen in 5.1 Surround und die gleichzeitige Produktion von Stereomaterial. Für die Bord-Crew sind in insgesamt vier Räumen 5.1 Abhören installiert.

Wolfgang Reeh zur Ausstattung mit Lawo: „Das mc²66 ist bereits in unserem 2006 fertiggestellten Ü5 eingebaut – und seither hatten wir nur positive Erfahrungen damit. Es läuft stabil, bietet eine optimale Funktionalität und erfüllt zuverlässig seinen Job. Ein weiterer Grund für unsere Entscheidung: Lawo als Unternehmen bleibt nicht stehen und entwickelt sich und seine Systeme sukzessive weiter. Mit der aktuellen Generation der mc² Mischpulte hat Lawo ein hochwertiges und ergonomisch optimiertes Produkt auf dem Markt. Es erlaubt Signalverarbeitung auf hohem Niveau und bietet mit seiner Funktionalität des Mischpult-Cores und des DALLIS I/O Systems sehr effiziente Möglichkeiten.“

Zur weiteren Ausstattung des Ü7 zählen Dynaudio Air 6 5.1 digitale Lautsprecher, 2 x 128 Kanal Multitrack-Recording, K+H M51 Speakersystem, Wohler-Audiocontroller, Audioprocessing und Limiter von T.C. Electronic, vier Glasfaserstageboxen, DSP- und Power-Redundanz. Als Interkom-System kommen zwei Riedel Artist (1 x 128, 1x 64) zum Einsatz. Im Ü7 von TV Skyline sind insgesamt 27 Arbeitsplätze verfügbar, im Rüstwagen fünf weitere. Die drei Regien sind laut TV Skyline Gründer und CEO Wolfgang Reeh für die geplanten Einsatzbereiche des Ü7 ein wichtiges Feature: „Es ist typisch für Sportveranstaltungen, dass das Host-Signal in einer Regie erstellt wird, und eine zweite und dritte Regie benötigt werden, um unilaterale Feeds mit Highlights und geschnittenen Versionen zu erstellen.“

Eine ganz neue Herangehensweise verfolgte TV Skyline bei der Entwicklung des Ü-Wagens und der Definition des Bedarfs. Dazu Wolfgang Reeh: „Ü7 ist deshalb anders als unsere anderen Ü-Wagen, weil er auf Beobachtungen zu Gegebenheiten und Anforderungen des Marktes und unseres Unternehmens basiert, die wir über die letzten zwei Jahre durchgeführt haben. So wurde ein neues Raumkonzept mit bis zu 32 Arbeitsplätzen und einer technischen Ausstattung und einem Ambiente umgesetzt, die unsere Vorstellungen verwirklicht, wie in Zukunft produziert wird. So können wir die ganze Bandbreite von Fußballübertragungen bis zu Klassik-Events im High-End-Bereich abdecken.“

Eckhard Eckstein

MB 4/2014

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