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Optimierte HDV-Camcorder

Sony bringt im Februar die neueste Generation der HDV-Camcorder auf den Markt. Die zwei neuen Modelle verfügen unter anderem über ein Wechselobjektivsystem, die Möglichkeit der nativen progressiven Aufzeichnung, deutlich verbesserte Lowlight-Eigenschaften und hybride Aufnahmemöglichkeiten. Sie sind laut Sony für die Fernseh- und Corporate-Video-Produktion ebenso geeignet wie für Kinoproduktionen mit kleinem Budget.

Bei den neuen Camcorder-Modellen handelt es sich um den Handheld-Camcorder HVR-Z7E und den Schulter-Camcorder HVR-S270E. Darüber hinaus bringt Sony den dazu passenden Recorder HVR-M35E auf den Markt. Die Produktneuheiten erweitern Sonys umfangreiches HD-Lineup, zu dem auch die 2007 eingeführte XDCAM EX-Kamera PMW-EX1 sowie der in Kürze erhältliche HDV-Schulter-Camcorder HVR-HD1000E gehören.

„Wir haben viel Zeit investiert, um das Feedback unserer Kunden zu den bestehenden HDV-Produkten zu sammeln und auszuwerten und unser Line-up daraufhin noch weiter zu verbessern“, sagte Bill Drummond, European Product Marketing Manager. „Die neuen Produkte wenden sich einerseits an bestehende Kunden aus ganz unterschiedlichen Produktionsumfeldern. Sie werden von der verbesserten Bildqualität und den flexiblen Aufnahmemöglichkeiten profitieren. Andererseits richten sie sich aber auch an ganz neue Zielgruppen, für die die High-Definition-Akquisition mit flexiblen Optiken und vielen kreativen Aufnahmeoptionen interessant ist. Ich denke da zum Beispiel an Kinoproduktionen mit eingeschränktem Budget.“
Die neuen Camcorder nutzen das neue Sony 1/3“ 3 ClearVid CMOS Sensor-System und die Exmor-Technologie. Das 3 ClearVid CMOS Sensor-System bietet dank seines Prinzips, jedes Pixel um 45 Grad zu rotieren, genügend Pixeloberfläche bei hoher Auflösung. Die Exmor-Technologie steuert eine einzigartige Technik zur reihenparallelen Analog-Digital-Wandlung sowie doppelte Rauschunterdrückung bei. Das Ergebnis ist erstklassige Bildqualität mit äußerst geringem Bildrauschen, vergleichbar mit der des Camcorders PMW-EX1. Dank der Integration dieser zwei neuen Technologien bieten die neuen Camcorder laut Sony eine starke Leistung auch bei sehr schlechten Lichtverhältnissen mit einer Lichtempfindlichkeit von 1,5 Lux (bei einer Verschlusszeit von 1/25 Sekunden, automatischer Blende und automatischer Verstärkung).
Die genannten Bildtechnologien werden durch das Sony Enhanced Imaging Processor (EIP)-System ergänzt, das für hohe Auflösung, hohe Empfindlichkeit, einen weiten Dynamikbereich und ausgezeichnete Farbwiedergabe sorgen soll.

Wechselobjektive
HVR-Z7E und HVR-S270E können mit verschiedenen Objektiven ausgestattet werden und bieten dadurch große Flexibilität. Beide Modelle haben einen Standard-1/3“-Bajonettanschluss für schnelles und einfaches Auswechseln der Objektive. Sie werden standardmäßig mit einem 12-fachen Carl Zeiss-Objektiv für HD-Video geliefert. Es ist mit einer Vario-Sonnar T*-Beschichtung versehen, die Reflektionen vermindert. Optional ist außerdem ein eigens entwickeltes 8-faches Weitwinkelobjektiv erhältlich.
Die beiden neu entwickelten Objektive verleihen den neuen HDV-Camcordern die gleiche Funktionalität, wie sie auch bereits etablierte Camcorder wie HVR-Z1E und HVR-V1E bieten. Unter anderem warten sie mit Auto-Fokus, optischer Bildstabilisierung und der automatischen Einstellung des hinteren Brennpunktes auf. Das verbesserte Design von Fokussier-, Zoom- und Blendenring erlaubt laut Sony eine intuitive Handhabung. Die Camcorder bieten zwei Arten von manuellem Fokus sowie einen Autofokus-Modus, der einfach durch das Vor- und Zurückschieben des Fokussierrings ein- und ausgestellt wird. Der Zoom-Ring verfügt über einen Zahnradmechanismus, der Blendenring umfasst nun den Objektivzylinder. Mit einem speziellen Adapter können auch die Alpha-Objektive der digitalen Spiegelreflexkameras von Sony verwendet werden.

Die Camcorder ermöglichen die Aufzeichnung in 1080/50i und im nativen 25p-Modus. Das 3 ClearVid CMOS Sensor-System und die EIP-Technologie sorgen für 1080p-Bilder, die von den Camcordern HVR-Z7E und HVR-S270E als progressive Signale im HDV-Format aufgezeichnet werden. Die HDV-Daten lassen sich über einen i.LINK-Anschluss ausgeben und stehen dann für die progressive Bearbeitung in einem kompatiblen NLE-System bereit.

Umschaltbare Formate
HVR-Z7E und HVR-S270E können zwischen 1080p, 1080i im HDV-Format sowie DVCAM- und DV-Aufzeichnungsmodus umgeschaltet werden. Beide können außerdem Material von HD nach SD downkonvertieren und die Signale über die i.LINK-Schnittstelle und andere SD-Ausgänge ausgeben. Der Camcorder HVR-Z7E verfügt über einen HDMI-Ausgang; der HVR-S270E ist mit HD-SDI- oder SD-SDI-Anschluss erhältlich und verfügt zudem über Embedded Audio und Timecodes.
„Egal ob HDV oder DVCAM gewünscht ist: Diese beiden Camcorder erfüllen alle Anforderungen. Mit dem verbesserten nativen 25p-Aufnahmeformat bieten sie äußerst flexible Aufzeichnungsoptionen“, erklärte Drummond. „Der SD-Interlaced Produktions-Workflow sorgt zudem für eine hohe Investitionssicherheit.“

Ein XtraFine LC-Display und der XtraFine elektronische Bildsucher (EVF) sorgen bei beiden neuen Camcordern für eine hoch auflösende, kontrastreiche Bildanzeige mit guter Farbwiedergabe. Die HVR-S270E verfügt zudem über eine neue LCD/EVF-Funktion, den so genannten „Dual Finder“. Der auf dem Bildsucher positionierte LCD unterstützt verschiedene Betriebsmodi.

Mitgelieferte Speicherkarten-Recorder
Die beiden Camcorder bieten Hybridaufzeichnung ohne Kabelgewirr. Möglich macht das der mitgelieferte Speicherkarten-Recorder für handelsübliche Compact Flash (CF)-Speicherkarten, der direkt an der Rückseite des HVR-Z7E beziehungsweise an der Seite des HVR-S270E angedockt wird. Der Recorder wird automatisch mit dem Aufnahmesignal des Camcorders synchronisiert. Über einen speziellen Schuh-Adapter werden HDV/DV-Daten empfangen und ausgegeben und der Recorder mit Strom versorgt.
Der CF-Card-Recorder speichert den HDV1080i-, DVCAM- oder DV-Stream des Camcorders. Dabei kann parallel auf Band und auf den CF-Card-Recorder aufgezeichnet werden. Er ist mit der Sony Professional 306x CompactFlash-Karte sowie den herkömmlichen CompactFlash-Karten mit 2 GB Mindestkapazität und 133x Mindestgeschwindigkeit kompatibel. Die Vorteile: sichere Aufzeichnung, schneller Zugriff, hohe Datenkapazität, unkompliziertes Auswechseln von Speichermedien und Stoßunempfindlichkeit. Die Aufnahmezeit auf einer 8 GB beziehungsweise 16 GB CompactFlash-Karte in den Formaten HDV, DVCAM und DV beträgt 36 beziehungsweise 72 Minuten.

Der Camcorder HVR-Z7E bietet im HDV-Format Aufnahmezeiten von bis zu 60 Minuten auf miniDV-Videokassetten beziehungsweise 63 Minuten auf Sony DigitalMaster-Kassetten (PHDVM-63DM). Er ist auch mit Kassetten in Standardgröße kompatibel und ermöglicht im HDV-Format Aufnahmen von vier Stunden und 36 Minuten auf Sony PHDV-276DM Videokassetten.
Das Aufnahme- und Wiedergabedeck HVR-M35E ist kompatibel mit den nativen progressiven HDV-Aufzeichnungsmodi und unterstützt die HD/SD-SDI-Ausgabe mit Embedded Audio und Timecode-Daten. Das HVR-M35E kann auch mit anderen Systemen verbunden werden, die HD/SD-SDI-Kompatibilität voraussetzen. Das Deck kann zwischen 50i und 60i umgeschaltet werden und unterstützt HDV1080i (50i/60i/24p/30p/25p) sowie DVCAM/DV (50i/60i).
Das HVR-M35E kann mit Standard- und Mini-Kassetten genutzt werden. Es ermöglicht die Wiedergabe von 4-kanaligen Audiodateien im HDV1080i-Format, die mit der HVR-S270E aufgenommen wurden, genauso wie die Wiedergabe von 4-kanaligen Audiodateien im DVCAM-Format. Das Deck verfügt zudem über einen 2,7“ Clear Photo LCD plus Bildschirm, Monaural-Lautsprecher, eine EdgeCrop-Funktion sowie eine Duplicate Plus-Funktion zum Kopieren von Video und Audio von anderen Videorecordern.
Die neuen Sony HDV-Camcorder sollen ab Februar erhältlich sein.
Eckhard Eckstein
(MB 02/08)

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