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Studio Berlin Ü9 im UHD/HDR-Einsatz

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Studio Berlin Ü9 im UHD/HDR-Einsatz

Bei der Produktion des „Deutschland sucht den Superstar“-Finales am 5. Mai 2018 in den Kölner MMC-Studios, parallel in HD/SDR und UHD/HDR, kam der neue Ü-Wagen Ü9 des Produktionsdienstleisters Studio Berlin zum Einsatz. Er wurde von Broadcast Solutions speziell für solche komplexe Produktionen gebaut.

Als Produzent der Live Show zeichnete UFA Show & Factual verantwortlich. Einen umfassenden Beitrag über aktuelle HDR-Projekte der UFA findet sich in der neuen Ausgabe von MEDIEN BULLETIN, mebulive - Live-Produktion.

Ernst Feiler, Director Technology der UFA GmbH, zur Produktion: "Unser Dank gilt zunächst all den vielen, innovativen und kompetenten Mitstreitern vor und hinter der Kamera, ohne die dieses einmalige Event nicht möglich gewesen wäre! Ihrem Engagement haben wir es zu verdanken, dass erstmals in der TV Geschichte eine große Samstagabend-Show in UHD/HDR Live ausgestrahlt werden konnte. Gerade die großen Showproduktionen mit ihren aufwendigen Licht- und Bühneninszenierungen zeigen das enorme visuelle und emotionale Potential des neuen UHD/HDR-Standards. Ohne die UHD Kompetenz und langjährige Erfahrungen unseres Partners Studio Berlin im Showbereich wäre diese Premiere nicht möglich gewesen."

Nick Zimmermann, Geschäftsführer bei Studio Berlin GmbH, fügt hinzu: „Die Umsetzung des Live Finales von DSDS in UHD/HDR stellte uns vor eine große Herausforderung. Durch die Investition in unseren neuen Ü-Wagen Ü9 waren wir technisch darauf bestens vorbereitet und er versetzte uns in die Lage, einen solchen Workflows erfolgreich zu realisieren. Die hohe Kompetenz von Studio Berlin bei der Umsetzung von großen Unterhaltungsshows war ein weiterer Faktor für diese gelungene Europapremiere. Die Unterstützung seitens der Hardwarehersteller bei der Planung und Umsetzung war dabei beispielhaft.“

Zur Technik der UHD/HDR-Produktion

Matthias Alexandru, Technischer Leiter Studio Berlin, zum technischen Aspekt der Produktion: „Es galt bei der Liveübertragung die Produktion des HD-Signals in seinem bestehenden Workflow nicht zu verändern. So musste die Erzeugung des UHD/HDR-Signals unabhängig davon geschehen. Daher beschlossen wir die Produktionen der Signale HD und UHD/HDR zu trennen.“

Die Produktion des Finales wurde parallel mit der Festregie der MMC (HD/SDR) und der Regie des Ü9 (UHD/HDR) realisiert. Wie gewohnt waren 13 Kameras beim DSDS Finale im Einsatz.

Jedoch kamen nun LDX 86N Kameras zum Einsatz. Dies war im Rahmen der Produktion des HD-Signales die einzige Veränderung zu den vorherigen Sendungen für die Crew der Festregie.

Diese Kameras lieferten parallel ein HD-Signal für die Studio-Regie und ein UHD/HDR-Signal für die Regie im Studio Berlin Ü9 Ü-Wagen. Die XCU´s der Kameras wurden in der Festregie verbaut, damit eine KDO-Anbindung sowie die Tallysignalisierung in gewohnter Weise genutzt werden konnte. Die XCU´s geben gleichzeitig ein UHD/HDR sowie ein HD/SDR-Signal ab. Somit konnten beide Regien auf die gleichen Kameras zugreifen.

Die Aussteuerung der LDX 86N erfolgte sowohl in der Festregie auf dem HD-Weg als auch auf dem Ü-Wagen für das UHD/HDR-Signal. Die Funktionalität der Kamera erlaubt eine voneinander unabhängige Beeinflussung von Parametern des jeweiligen Formates.

Ein Kompetenzteam seitens Grass Valley war beratend bei den Vorbereitungen sowie der Produktion anwesend und trug ebenfalls entscheidend zum Erfolg bei.

Die ausschließlich in HD verfügbaren Signale (u.a. MAZ- Zuspielungen) der Show wurden in der fest installierten Regie der MMC Studios produziert und an den Studio Berlin Ü-Wagen Ü9 übergeben. Dort wurden diese HD-Signale mit Grass Valley Densité IPG 3901 Modulen auf UHD konvertiert. Das UHD/HDR Sendesignal wurde dann über Nevion Equipment live an das CBC Cologne Broadcasting Center geschickt.

Der Grass Valley Karrera Bildmischer im Ü-Wagen wurde über die Festregie des Studios ferngesteuert. Ein manueller Eingriff erfolgte nur bei speziellen Szenen, wie etwa dem Einsatz von DVE-Effekten. Die Bearbeitung der Audiosignale geschah ebenfalls in der Studio-Regie.

Während der Produktion setzte Studio Berlin im Ü-Wagen auf Sony BVM-X 300 Monitore. Über einen Rückempfang des Live-Satellitensignals erfolgte die Kontrolle mit LG und Samsung UHD Bildschirmen. So konnte schon während der Produktion festgestellt werden, wie sich die Panels verschiedener Hersteller bei den Zuschauern zu Hause verhalten. Während der Produktion unterstützten Michael Mücher und seine Kollegen von BET die Teams mit ihrem Know-how.

Der Ü9 wurde von Broadcast Solutions auf Basis des Streamline Konzepts entwickelt und ist als S16 konzipiert. Inhärente Merkmale der Streamline Ü-Wagen sind praxiserprobte und bewährte Raum- bzw. Designkonzepte, kombiniert mit dem Einsatz neuester Technologien für 4K/UHD, HDR sowie IP-Workflows. Der Ü9 kann sowohl in HD/SDR als auch UHD/HDR arbeiten. Der Ü9 Ü-Wagen ist einer der ersten Streamline Modelle, in denen Broadcast Solutions für das Videoprocessing die MediorNet-Lösung von Riedel verbaute, die als dezentrales Signalrouting und Kommunikations-Backbone mit MetroN Core Routern und MicroN Standard + Multiviewer-Systemen arbeitet.Weitere Informationen zum Ü9 Ü-Wagen finden sich hier. (6/18)

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