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Sturzfestival mit sieben Superslomos

News: Produktion

Sturzfestival mit sieben Superslomos

Das 76. Hahnenkammrennen in Kitzbühl, das gefährlichste Ski-Abfahrtsrennen der Welt, gehört zu den absoluten Highlights der ORF-Sportproduktion. In diesem Jahr wurde technisch weiter optimiert, um noch bessere TV-Bilder liefern zu können. Allein sieben Highspeed-Kameras von LMC begleiteten das Pisten-Spektakel, das in diesem Jahr von zahlreicher Stürzen geprägt war und vorzeitig abgebrochen wurde.

Das Medieninteresse am Kitzbüheler Hahnenkamm-Rennen (21. bis 24. Januar) war wieder enorm: Allein in Europa übertrugen in diesem Jahr  22 TV-Stationen die Hahnenkamm-Rennen live. Eurosport sorgte für europaweite Live-Übertragung in alle europäischen Länder, Eurosport Asien belieferte fast alle asiatischen Staaten mit Berichten von Streif und Ganslernhang. In den USA waren die Sportübertragungen aus Kitzbühel live und zeitversetzt auf NBC Sports zu sehen.

Unter den weltweiten TV-Stationen, die live von den Hahnenkamm-Rennen berichten, befanden sich neben ARD, SRG oder NRK auch Sender wie SBS in Korea, J-Sports in Japan und Globosat in Brasilien. Die packenden Fernsehbilder vom Hahnenkamm sah ein millionenweites Publikum. Produziert wurden sie vom ORF als Hostbroadcaster. Der hatte in diesem Jahr die Produktionstechnik nochmal weiter ausgebaut. Erstmals waren hier sieben Highspeed-Kameras im Einsatz. Bereitgestellt und bedient wurden sie von LMC.

Mit Hilfe dieser Kameras war es möglich, die zahlreichen schweren Stürze beim Abfahrtsrennen am Samstag noch besser zu analysieren und damit auch die vielen Rennunterbrechungen zu überbrücken. Nach 30 Startern wurde das von einigen Medien als „Sturzfestival“ bezeichnete Rennen schließlich abgebrochen. Zuvor war schon der Streckenverlauf verkürzt und der Start wegen starker Winde im oberen Bereich der Rennstrecke um eine Stunde verschoben worden.

Bei den eingesetzten Highspeed-Kameras handelte es sich um zwei Antelope Pico auf Polecam (am Start und an der Strecke), um drei Antelope MkII mit 86x Boxlens sowie um eine Antelope MkIIs Cabled Handheld an Strecke und eine Antelope MkII auf einem von PMT bereit gestellten Kran GF8 mit Acht-Meter-Ausleger. LMC unterstützte die Produktion des internationalen Signals mit zwei Schnittmobilen und zwei EVS-Maschinen. Dazu kam ein weiteres Schnittmobil mit einer EVS für das nationale ORF-Signal vom Hahnenkamm-Rennen. Hier wurde mit dem Dartfish-System Analysen und Überblendungen erstellt. Insgesamt hatte LMC in Kitzbühl 19 Mitarbeiter am Start.

MEDIEN BULLETIN war ebenfalls vor Ort und berichtet ausführlich über die Produktion des 76. Hahnenkamm-Rennens in der nächsten Spezial-Ausgabe zum Thema Live-Produktion. (1/16)

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