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WDR-Ausbildungsstudio mit Blackmagic-Technik

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WDR-Ausbildungsstudio mit Blackmagic-Technik

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat ein Ausbildungsstudio eingerichtet, um der nächsten Generation von Rundfunkfachleuten ihr Handwerk beizubringen. Das Studio baut auf Broadcast-Infrastruktur von Blackmagic Design auf und besteht u.a. aus einem Compact Videohub, SmartScope Duo und einem HyperDeck Studio Pro.

Der WDR hat unter dem Namen „Studio Zwei – Die Medienwerkstatt” ein dediziertes Nachwuchsstudio eingerichtet, in dem Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren jeden Aspekt der Fernseh- und Radioproduktion selbst in die Hand nehmen können. Dies umfasst sämtliche Berufe vom Moderator, Reporter und Regisseur bis zum Kamerabediener und Produktionstechniker. Die eigenen Produktionsfachleute des WDR sind zur Hand, um den Klassen bei der Produktion eigener Programme mit Tipps und fachlichem Rat beizustehen.


Als zentrale Elemente des SDI-Workflows fungiert eine Kreuzschiene des Typs 40 x 40 Blackmagic Design Compact Videohub und ein Videohub Smart Control, beide vom Kölner Reseller und Fachhändler für Broadcast-Geräte und Systeme, Mediatec, geliefert. Die Kreuzschiene stellt den Dreh- und Angelpunkt eines festen Netzwerks dar, das für eine zuverlässige, Broadcast-taugliche Signalverteilung gleichzeitig eingehender SD- und HD-Signale sorgt.

Die Videosignale der drei im Studio aufgestellten HD-Kameras werden über den Blackmagic Design Compact Videohub zu einem Bildmischer geroutet, wo Schnitt und Compositing erfolgen. Dabei sind die Moderatoren vor einer Videowand aus sechs Bildschirmen positioniert, während Live-Außenübertragungen mit mobilen Reportern mithilfe von Greenscreens simuliert werden. Darüber hinaus leitet die Kreuzschiene Signale zu einer MAZ des Typs Blackmagic Design HyperDeck Studio Pro für die ununterbrochene Aufzeichnung in ProRes, sowie zu einem SmartScope Duo für Wellenform-Monitoring, und sie empfängt Signale von Computern, wie z. B. Grafiken, Draußenszenen für Berichte, Programmkennzeichnungen und Titel. Die Kreuzschiene besorgt auch die Signalausgabe zur Hintergrund-Videowand des Studios und zu den Monitoren des Zuschauerraums, wo die übrigen Klassenteilnehmer die Show anschauen.

Der WDR betreibt außerdem eine verschwisterte Radiostation für Auszubildende, die über die gleiche SDI-Infrastruktur an das Fernsehstudio angebunden ist. Mithilfe des Videohubs kann der WDR beide Studios bei Vorführungen für kommerzielle Besucher aufwandslos steuern. Da das Studioequipment Technologien aus dem Consumer- wie aus dem Broadcast-Bereich umspannt, werden in der gesamten Sendeanstalt Blackmagic Design Mini Converters SD to HDMI eingesetzt.

„Der WDR hat 'Studio Zwei – Die Medienwerkstatt' konzipiert, damit Auszubildende erste eigene Erfahrungen im Fernseh- und Radiostudio sammeln können und durch das Experimentieren mit einer hervorragenden Anlage ein Bild über die für effektive TV- und Radioproduktionen erforderlichen Fähigkeiten bekommen. Das Studio soll ebenfalls ein Kritikvermögen zur Beurteilung veröffentlichter Inhalte entwickeln helfen. Auszubildende können sehen, was sich alles hinter den Kulissen tut und welches Maß an Präzision und Zusammenarbeit nötig ist, um fesselnde, informative und aufschlussreiche Programme zu gewährleisten”, erklärte Gerhard Ziercyzk, Chefingenieur beim WDR. „Wir mussten dafür sorgen, dass die von uns ausgewählten Geräte gleichermaßen Broadcast-tauglich wie bedienfreundlich sind, um das Interesse potenzieller künftiger Studiotechniker und -ingenieure zu erwecken. Das Equipment sollte aber auch robust genug sein, der ständigen Benutzung durch verschiedene Azubi- und Studentengruppen standzuhalten. Die Blackmagic-Produkte erfüllen diese Vorgaben.”

„Der Compact Videohub ist das Herzstück des Studio-Workflows. Wir wussten schon im Planungsstadium, dass an der Kreuzschiene ein flexibles, zuverlässiges System benötigt wird, das unser Studio in die Lage versetzt, vier Produktionssessions pro Tag – also zwei für Radio und zwei für TV – zu unterstützen, und zudem unseren Auszubildenden ermöglicht, Inhalte in Broadcast-Qualität zu liefern”, erläuterte Christian Kujath, Projektmanager beim WDR. (5/14)

 

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