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AIMS-Unterstützung wächst

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AIMS-Unterstützung wächst

Die Alliance for IP Media Solutions (AIMS) begrüßt neue Mitglieder. Dazu zählen unter anderem AJA Video Systems, Harmonic und 5280 Broadcast. Die Organisation setzt sich für Offene Standards und die Interoperabilität beim Umstieg auf IP-basierte Workflows ein.

Rundfunksender und andere Medienunternehmen können mit IP die Flexibilität ihrer Netzwerke verbessern, Workflows rationalisieren und die Agilität ihrer Geschäftsmodelle verbessern, um so ihre Wettbewerbsfähigkeit in der sich rasant wandelnden Medienwelt zu gewährleisten. Dabei spielen offene Standards und Protokolle eine zentrale Rolle. Nur mit ihrer Hilfe lassen sich laut AIMS Investitionen in Zukunftstechnologien und die langfristige Operabilität von Systemen sicherstellen.


Gründungsmitglieder der AIMS sind Grass Valley, Nevion, Imagine Communications, SAM und Lawo. Inzwischen gehören neben den oben genannten drei Neumitgliedern auch Arista Networks, Cisco Systems, EVS, Embrionix, Panasonic, Tektronix und die Telos Alliance dazu.


Nick Rashby, Präsident des AIMS-Neumitglieds AJA Video Systems, erklärt: „Vertrauenswürdige Standardisierungsgremien helfen Unternehmen in unserer Industrie dabei, sich gemeinsam und schneller zu entwickeln. Bei unseren eigenen Kunden sehen wir einen starken Trend hin zu IP-basierten Workflow-Lösungen. Für uns ist es deshalb wichtig, AIMS bei der Förderung offener Standards für IP-Medien unterstützen zu können.“




Bart Spriester, Senior Vice President, Video Products von Harmonic, meint: „Harmonic ist sehr aktiv in Standardisierungs-Organisationen eingebunden. Der AIMS-Ansatz beim IP-Wandel und das Bestreben eine industrieweite Adaption von Standards zu schaffen, passt gut zu unseren eigenen Standardisierungsüberlegungen zur Gewährleitung einer übergreifenden Interoperabilität. Um unserer Industrie beim gemeinsamen Vorgehen in Richtung IP I/O zu helfen, unterstützen wir gerne die Ziele und Maßnahmen von AIMS.“ Und Embrionix-CEO Renaud Lavoie betont: „Mit Blick auf unsere eigenen Grundwerte übernehmen wir gerne die von der AIMS Alliance empfohlenen Standards.“


An offenen Standards für den IP-Umstieg arbeitet auch das 74 Mitglieder starke Video Services Forum (VSF), unterstützt von Organisationen wie SMPTE und EBU. AIMS befürwortet die Arbeit des VSF und bietet Unterstützung bei der Entwicklung einer IP-Standardisierungsmethode. Über 30 Broadcast Equipment Hersteller und Rundfunksender waren an der Entwicklung der technischen Empfehlung VSF TR-03 beteiligt. Die Unternehmen sind gegenwärtig mit entsprechenden Tests und Validierungsmaßnahmen befasst. Die AIMS unterstützt dabei ihre Mitglieder. Die Organisation befürwortet einen IP-Übergangsplan, der die Unterstützung von SMPTE 2022-6, AES67 und den VSF Empfehlungen TR-03 und TR-04 beinhaltet.


Eine Reihe entsprechender Entwicklungen sind bereits auf dem Markt und helfen Medienunternehmen beim IP-Umstieg durch die Einführung von IP-Komponenten in den vorhandenen SDI-Workflow. Der IP-Umstieg ist laut AIMS mit erheblichen Investitionen verbunden und wird deshalb auch nicht heute auf morgen passieren. Durch die Offene-Standard-Herangehensweise können Medienunternehmen indes die nötigen technischen Bausteine sukzessive implementieren und zwar in dem Tempo, das für ihr Unternehmen auch Sinn macht.


Weitere Informationen über die Ziele der AIMS finden sich auf der Webseite www.aimsalliance.org. Dort kann man auch das Alliance for IP Media Solutions Whitepaper „An Argument for Open IP Standards in the Media Industry“ herunterladen.


Neben der AIMS befassen sich weitere Industriegruppierungen mit teils unterschiedlichen Ansätzen mit der IP-Transformation und den dazu nötigen Standards. Das sind in erster Linie die TICO Alliance und ASPEN (Adaptive Sample Picture Encapsulation). Dazu kommt mit dem Sony Networked Media Interface (NMI) eine IP-Initiative von Sony.


Zum Industriekonsortium TICO Alliance zählen Altera, Artel Video Systems, Barnfind, Bluefish444, Cobalt Digital, Deltacast, Embrionix, EVS Broadcast System, Gefei, Grandbeing, das Belden-Unternehmen Grass Valley, Keisoku Giken, Imagine Communications, Image Matters, intoPIX, Macnica America, Matrox Electronic Systems, Media Links, Nevion, Poznan Supercomputing & Networking Center (PSNC), QuantumData, Ross Video, Tektronix und Xilinx. Sie unterstützen einen von IntoPix entwickelten Codec zur Kompression von 4k über 3G-SDI und 10Gig IP-basierten Netzwerken. Ziel ist hier in erster Linie die Unterstützung des UHDTV-Ökosystems.


ASPEN hat rund 30 Unterstützer. Dazu gehören Editshare, Evertz, ChyronHego, Cinegy, I-Movix, FOR-A, Hitachi, Vizrt, Tektronix, PacketStorm und Matrox. 


Sonys NMI-Initiative wird unterstützt von über 40 Unternehmen. Dazu zählen Cisco, Evertz, Imagine, Matrox, Rohde & Schwarz DVS und Vizrt. 


Eckhard Eckstein


MB 1/2016

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