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AJA-Lösungen für 4K-Workflows

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AJA-Lösungen für 4K-Workflows

Auf der IBC 2013 hat AJA einige neue Lösungen für 4K-Workflows vorgestellt. Dazu gehörte unter anderem der portable Io 4K für Video/Audio-Aufnahme und -Widergabe, neue Mini-Konverter und TruZoom. AJA-Präsident Nick Rashby erklärt gegenüber MEDIEN BULLETIN die 4K-Strategie des Unternehmens.

Io 4K ist eine Fortentwicklung des populären portablen Video I/O-Systems von AJA für 4K-Workflows (10-bit 4:2:2 und 4:4:4 Workflow Support). Ausgestattet ist es jetzt auch mit zwei Thunderbolt-2-Schnittstellen. Damit lässt sich dann auch der neue Mac Pro, der demnächst auf den Markt kommen soll, anschließen, ebenso wie hochauflösende Displays oder leistungsstarke Speichersysteme.
Io 4K soll laut AJA nahtlos mit Postproduktions- und Distributions-Tools wie Final Cut Pro X, Adobe Creative Cloud, AJA Control Room und Telestream Wirecast 5 zusammen spielen.
Die Thunderbolt-2-Technologie des Io 4K ist rückwärtskompatibel zu den herkömmlichen Thunderbolt-Schnittstellen. Io 4K kommt gleichzeitig mit dem neuen Mac Pro auf den Markt.
Auf der IBC 2013 stellte AJA mit V2Digital, V2Analog, HD10A-Plus und 4K2HD neue komapkte und leistungsstarke Mini-Konverter vor. Alle verfügen über neue Features  und Möglichkeiten für analoge und digitale Workflows einschließlich SD, HD, UltraHD (UHD) und 4K.
Eine weitere Neuheit zur IBC war die TruZoom-Software für AJAs Corvid Ultra Video I/O-Plattform. Per Joystick-Kontroller lassen sich damit HD-Bildausschnitte aus 4K-Bilder in Echtzeit generieren. Besonders interessant ist das für Sport- und Live-Event-Produktionen. Zur IBC kündigte AJA eine Entwicklungspartnerschaft mit EVS an. Das belgische Unternehmen wird demnach mit seinen Lösungen einen integrierten Support für einige AJA-Produkte bieten. Dazu gehören Corvid Ultra und TruZoom.




Nick Rashby, Präsident von AJA Video Systems, erklärte im MEDIEN BULLETIN-Interview auf der IBC 2013: „Die Broadcast-Industrie befindet sich derzeit in einer interessanten Situation. Das hängt vor allem mit dem Ausbau der filebasierten Workflows zusammen. Auch für Unternehmen wie AJA bedeutet das eine Herausforderung, weil wir ja traditionell auf Basisband basierte Produkte fokussiert sind.“  Auch AJA suche heute neue Geschäftsmöglichkeiten in der filebasierten Welt und habe dafür  einige Produkte wie die Ki Pros entwickelt. Sie sollen weiter optimiert werden – auch für 4K-Anwendungen.
„Wir versuchen Produkte anzubieten, die die Möglichkeiten der 4K-Auflösung sinnvoll nutzen. Dazu gehört das TruZoom-System, dass wir hier auf der IBC 2013 vorstellen. Es ermöglicht Broadcastern, aus einem 4K-Bild heraus, Bildausschnitte in HD-Auflösung zu nutzen, um zum Beispiel Detailaufnahmen bei Live-Sport-Produktionen in Zeitlupe zu zeigen“, betont Rashby. TruZoom sei eine Lösung, um entsprechende Workflows kostengünstiger zu gestalten. Rashby weiter: „4K-Aufzeichnung und -Distribution ist gerade bei Sport-Sendern ein wichtiger Trend. Auch viele Kunden im Bereich Kinofilm arbeiten heute mit 4K. Wir haben auf der IBC deshalb einige Produkte vorgestellt, die entsprechende High Framerate Workflows unterstützen und dort so manches Problem lösen können.“
Das Brot- und Buttergeschäft von AJA bleibe aber dennoch die HD-Produktion. „Die verfügbaren Budgets werden hier weltweit immer enger. Die Kunden suchen deshalb nach Qualitätsprodukten zu erschwinglichen Preisen. Und hier ist AJA der richtige Partner“, erklärt der AJA-Präsident. (10/13)

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