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Arri-Workshop mit ALEXA

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Arri-Workshop mit ALEXA

Arri Cine Technik lud im Januar gemeinsam mit der Produzentenallianz zu einer Informationsveranstaltung in die Berliner und Kölner Arri-Niederlassungen ein. Arri-Experten führten dort die Teilnehmer – in einem speziell auf Produzenten & Produktionsteams zugeschnittenen 5-stündigen Workshop – in die Welt der digitalen Kameratechnik und Nachbearbeitung ein.

Zuerst stellte Oliver Temmler, ARRI Application Engineer, das ALEXA Kamerasystem (ALEXA, ALEXA Plus, ALEXA M & ALEXA Studio) vor und ging insbesondere auf den CMOS Sensor der ALEXA ein, verglich diesen plattformübergreifend mit CCD-Sensoren, und stellte verschiedene Prinzipien der 1-Chip und 3-Chip-Kameras vor. Eindrücklich erklärte Temmler auch die Unterschiede zwischen dem YCbCr und RGB Farbmodell, sowie zwischen 4:4:4 und 4:2:2 Farbabtastung, die bei der Aufzeichnung zum Einsatz kommen. Beindruckend ist vor allem der Dynamikbereich der ALEXA (14 Blenden) und deren Lichtempfindlichkeit (El 160 bis 3200) mit einem ‚Sweet Spot‘ von El 400 bis 800.

Henning Rädlein, Arri Head of Digital Workflow Solution und Michael Hackl, Arri Operations & Technology Manager, mit den Themen Kodierungsverfahren, Aufnahmegeräte und digitale Workflows auseinander. Rädlein veranschaulichte die Qualität von ProRes Aufnahmen, wies aber darauf hin, dass unkomprimierte und unverschlüsselte ARRIRAW Aufnahmen qualitativ noch hochwertiger sind. Hackl verdeutlichte den Unterschied zwischen Log C und Rec 709 Aufnahmen. Letztere sind zwar sendefähig, doch nur Log C Aufnahmen bieten maximale Flexibilität in der Farbkorrektur. Schließlich berichteten Arri DI-Colorist Philipp Orgassa und Kameramann Adrian Cranage, die gemeinsam an den Til Schweiger Filmen „Schutzengel“ und „Kokowääh“ gearbeitet haben, aus der Praxis. Beide Filme wurden mit der ALEXA gedreht und digital nachbearbeitet.

Bei der zweiten Veranstaltung in Köln übernahm Henning Rädlein auch den dritten Teil des Workshops und ging, wie bereits in Berlin, auf die 2K/4K Diskussion ein. Selbstverständlich sei 4K ein Ziel, aber die Zeit ist noch nicht reif für eine flächendeckende 4K-Distribution. Entscheidend der Wahl einer Kamera ist die Bildqualität als Ganzes, die sich aus verschiedenen Parametern, wie z.B. Dynamik, Rauschverhalten, Farbwiedergabe und auch Auflösung zusammensetzt. (1/13)

Bild: v.l.n.r.: Oliver Temmler, Stephan Schenk, Markus Frees, Michael Hackl, Henning Rädlein. Foto: Arri

 

 

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