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Erfolgsgeschichte geht weiter

Mit neuem Aussteller- und Kongressrekord ging vom 22. bis 24. Mai die ANGA Cable über die Bühne. Neben den etablierten Technologien für DVB-, HDTV- und IP-basierte Telekommunikationsdienste bot die Veranstaltung einen Ausblick auf zukünftige Systeme und Technologien. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr die Themen Triple-Play, Next Generation Networks, DOCSIS 3.0 und IPTV.

Die Kongressmesse ANGA Cable setzt ihre Erfolgsgeschichte auch in ihrem neunten Veranstaltungsjahr fort. Mit 367 Ausstellern aus 31 Ländern verzeichnete sie eine neue Rekordmarke. Dies entspricht gegenüber letztem Jahr einem Zuwachs von knapp 20 Prozent. Die Nettofläche konnte durch eine Optimierung der Hallenaufplanung um zwölf Prozent auf 9.887 qm erweitert werden. Nochmals gestiegen ist auch der Anteil internationaler Anbieter: Er lag dieses Jahr auf der Rekordhöhe von 60 Prozent. 2006 waren es bereits knapp 53 Prozent. Damit konnte die ANGA Cable ihre Position als führender Marktplatz für Kabel und Satellit in Europa nochmals ausbauen. An den drei Veranstaltungstagen wurden erstmals über 10.000 Fachbesucher gezählt (Vorjahr: 9.400).
„Der Megatrend Triple-Play sorgt nicht nur für Aufwind in den europäischen Breitbandmärkten, sondern beflügelt auch unsere Messe“, sagte Thomas Braun, Präsident der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber. „Nicht zuletzt durch den Ausbau der Kabelnetze mit Glasfaserstrecken werden die Begriffe Kabel und Breitband untrennbar miteinander verbunden bleiben. Diese Konvergenz der Netztechnologien wollen wir ab 2008 mit dem neuen Untertitel ‚Fachmesse für Kabel, Breitband und Satellit‛ unterstreichen.“

Triple-Play-Dienste im Fokus
Im Mittelpunkt der Ausstellung stand das Triple-Play aus Daten, Sprache und Video. Hierzu bot die Veranstaltung einen Überblick über alle wichtigen Übertragungstechnologien für DVB-, HDTV- und IP-basierte Kommunikationsdienste. Dazu zählen die Stichworte Next Generation Networks, DOCSIS 3.0, IPTV sowie hybride Systemlösungen zum Thema „DVB meets IP“.
Ganz im Zeichen der aktuellen Diskussion um digitale Programmplattformen stand der prominent besetzte „Strategiegipfel“. Die Chefs der Netzbetreiber UnityMedia, Orion Cable, SES Astra und der ANGA diskutierten hier mit den Spitzenvertretern von Premiere, des VPRT, des ZDF und der Medienanstalt Berlin-Brandenburg über aktuelle Themen wie Simulcast, Verschlüsselung und analoger Switch Off, aber auch über Bilanzen und Perspektiven zur Übertragung der Fußball Bundesliga.
Am zweiten Tag widmete sich ein Panel mit ARD-, Astra-, Eutelsat- und RTL-Vertretern den künftigen Plattformkonzepten via Satellit. Über die hochaktuellen Fragen der Regulierung von Digitalplattformen sprachen anschließend die zuständigen Rechtsexperten von Kabel Deutschland, Premiere, T-Online, VPRT und der Landesmedienanstalten. Dabei ging es um die medienrechtlichen Vorgaben für EPGs, Verschlüsselungssysteme und die Programmbelegung (Must Carry).
Im Technikteil stellten Spitzenvertreter aus den USA, Großbritannien, den Beneluxstaaten und Deutschland ihre Sichtweise zur Zukunft des Kabels und zum Thema Triple-/Quad-Play vor.
Ein weiteres Highlight am zweiten Kongresstag war der „Technologiegipfel“. Hier tauschten sich erstmals Spitzenvertreter der Systemhersteller mit hochrangigen Experten der Netzbetreiber EWT, HanseNet, PrimaCom und @Home (NL) über die Potenziale und Perspektiven der verschiedenen Übertragungswege aus. Es folgte eine ebenfalls international besetzte Runde zu aktuellen Migrationskonzepten für den digitalen Umstieg mit Cablecom (Schweiz), Kabel Baden-Württemberg, Liwest (Österreich) und Telenet (Belgien). Den Abschluss des zweiten Messetags bildete ein von Rechtsexperten besetztes Panel zu Rechtsfragen des IPTV und Video-on-Demand sowie dem Dauerbrenner Urheberrecht, vorgetragen aus erster Hand vom zuständigen Direktor der GEMA.
Die beiden Strategiepanels am Donnerstag widmeten sich neuen Programmangeboten für Kabelnetzbetreiber und den „Schlüsselthemen“ Conditional-Access, DRM und Zertifizierung. Hierzu sprachen die Fachleute von Astra, Conax, MTV Networks, Nagravision, NDS, QVC, TESC und Turner Broadcasting.

´Zehn Technik- und Handwerkpanels
„DVB meets IP“ hieß es in zwei der fünf Technikpanels der ANGA Cable Convention am zweiten und dritten Veranstaltungstag. Auf der Agenda der erstklassig besetzten Vortragsveranstaltungen standen außerdem Innovationen für Triple-Play-Angebote sowie DOCSIS 3.0, DVB-S2, hybride DVB-IP-Set-Top-Boxen und Video-on-Demand. Speziell an die Zielgruppe Handel/Handwerk richteten sich zwei ergänzende, für Messebesucher frei zugängliche Veranstaltungen am dritten Veranstaltungstag. Die insgesamt sechs Präsentationen beschäftigten sich mit den Themen „Geld verdienen mit Service-Leistungen in Kabelnetzen“ und „Geld sparen durch Lieferung qualitativ hochwertiger Leistungen“.
„Im letzten Jahr nutzten knapp 1.000 Gäste den Konferenzteil zur Information und Kommunikation. Schon die Voranmeldungen machten deutlich, dass sich die ANGA Cable Convention auch in diesem Jahr wieder als einzigartiger Publikumsmagnet für Fachbesucher aus ganz Europa und darüber hinaus ist, “ erklärte Braun. Die drei ANGA Cable-Tage hätten ein klares, positives Signal in den Markt gegeben. „Die Netzbetreiber geben jetzt richtig Gas. Dem Netzausbau folgen fast täglich wachsende Bandbreiten und Produktbündel. Wir wollen die Zahl unserer Triple-Play-Kunden bis nächstes Jahr vervielfachen“, sagte er.
Die ANGA Cable wird vom ZVEI-Fachverband Satellit & Kabel unterstützt. Kooperationspartner war in diesem Jahr zudem EuroCableLabs. Sponsoringpartner der Veranstaltung waren Alcatel-Lucent, ASTRA, Bloomberg, CNN, Nagravision, QVC und Unity Media. Im kommenden Jahr (27. bis 29. Mai in Köln) soll die ANGA Cable unter dem neuen Messenamen „Fachmesse für Kabel, Breitband und Satellit“ an den Start gehen.
ZVEI-Vorsitzender Herbert Strobel zeigte sich stellvertretend für die Aussteller mit dem Messeverlauf hoch zufrieden und begrüßte die Aufwertung des Begriffs „Breitband“ im Messenamen: „Angesichts des Siegeszugs des Triple-Play und der Konvergenz der Netztechnologien ist die neue Namensgebung konsequent und trägt dazu bei, der Messe langfristig ihre Spitzenposition zu sichern“, erklärte er.
Eckhard Eckstein (MB 06/07)




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