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Kompakt und einfach zu bedienen

Konzept und Technik
Mit dem Auratus hat man einen Schritt gemacht in Richtung einfachere Bedienung und kompakte Technik durch eine Einkarten-DSP-Lösung. Mit dem Auratus XL bot man zusätzlich ein Produkt, das auch noch anspruchsvolleren Anwendungen gerecht wurde, aber eine flexible Konfigurierung war hier nicht vorgesehen. Mit dem Nachfolger des Auratus XL ist gerade dieser Punkt auf Wunsch vieler Kunden realisiert worden. Es ersetzt das bisherige Auratus XL, das nicht mehr angeboten wird. Die bestehenden Auratus XL Systeme werden beim nächsten Update auf den Auratus XL Mk2 Stand kostenfrei aufgerüstet.

Das neue System besteht wie bei Aurus aus einer RMC-Steuerkarte sowie RMD-Karten für die Audiosignalverarbeitung. Im Core Rack lassen sich bis zu sieben dieser Signalprozessor-Karten einsetzen, wobei eine dieser Karten auch als Redundanz genutzt werden kann.

Es werden standardmäßig Pultgrößen von bis zu 48 Fadern angeboten, wobei auf Wunsch diese Zahl auch bis zu 96 Fadern aufgestockt werden kann. Pulte mit 56 Fadern wurden auch schon bestellt. Das Pult bietet bis zu 128 Summenbusse, darunter 96 Aux-Wege oder n-1-Wege. Die Zahl der möglichen Eingangskanäle ist von der Anzahl der RMD-Karten im System abhängig. Bei sinnvollen Pultgrößen sind bis zu 240 Eingangskanäle möglich.
War es beim Auratus XL noch eine Grundvorgabe, dass kein Steuer-PC im System eingebaut war, so ist es aufgrund der deutlich höheren Komplexität und Konfigurierbarkeit nun eine Notwendigkeit. Der Steuer-PC muss aber nicht im Pult eingebaut sein, sondern lässt sich über den Nexus-Star anbinden.

Details
Es gibt noch weitere technische Neuerungen und Unterschiede zum bisherigen Auratus XL. So ist die Aufteilung bei den Metern nun eine andere. Die Meter sind kürzer. Der dabei gewonnene Platz wird genutzt, um den Aufschaltungszustand der Gruppen, Summen, Aux-Wege und n-1-Summen auf den TFT-Schirmen der einzelnen Kanäle anzuzeigen. Die Kanäle bieten Gain, Vierband-EQ, Hochpass, Tiefpass, Kompressor/Limiter, Expander/Gate, Inserts und Delay. Der Signalfluss ist im Gegensatz zum Aurus beim Auratus XL Mk2 nicht konfigurierbar.
Eine der neuen Funktionen ist die Aux-to-Fader-Funktion, mit der sich entweder Aux- oder n-minus-1-Wege auf die Fader schalten lassen. Das Panning unterstützt nun auch die Einstellung der Divergenz bei 5.1-Surround. Über die VCA-Funktion lässt sich die Bewegung der Slave-Fader von der des Master-Faders der Gruppe abkoppeln.

Einzelne Szenen der Szenenautomation lassen sich überblenden und von einer Pulttaste oder einer externen Steuerung in der gewünschten Reihenfolge abrufen. Snapshots lassen sich nun mit User-Rechten und Namenszuordnungen abspeichern, so dass jeder Anwender seine eigenen Audio- und Konsolenkonfigurationen aufrufen kann. Bisher gab es lediglich ein Projekt mit und ohne Gruppen und dies in Stereo und 5.1. Nun lassen sich die Projekte flexibler konfigurieren.
Das alles sind auszugweise die wichtigsten neuen Leistungsmerkmale des Auratus XL Mk2.

Fazit
Da die Pultoberfläche dem des gut im Markt eingeführten Vorgängers Auratus XL entspricht und die Hardware in großen Zügen dem des Aurus, ist das Vertrauen in das neue Produkt offensichtlich sehr groß, und da das Projekt letztendlich auf Wunsch der Kunden entwickelt wurde, verwundert es nicht, dass schon jetzt Aufträge für das Pult vorliegen und zwar unter anderem vom Hessischen Rundfunk (Fernsehstudio Kassel), Musziektheater Amsterdam, für das Kongresszentrum Taschkent (Usbekistan) sowie in China für einen Ü-Wagen von CETV.
Das Pult platziert sich zwischen dem kleineren Auratus und dem Aurus mehr in der Mitte als es beim Auratus XL der Fall war, wobei die höhere Flexibilität und Konfigurierbarkeit im Fokus der Entwickler stand. Gerade da wo Kompaktheit und übersichtliche Bedienung bei gleichzeitiger Konfigurationsflexibilität gefragt ist, dürfte sich das neue Auratus XL Mk2 anbieten, wie zum Beispiel im Bereich der Anwendung im Ü-Wagen. (MB 09/09)

Peter Kaminski

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