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Neuer Hörfunk-Ü-Wagen beim ORF

Der ORF hat mit dem HÜ-8D seinen achten digitalen Hörfunk-Ü-Wagen in Betrieb genommen. Ausgestattet ist er unter anderem mit einem mc²66-Mischpult von Lawo.

Basis des neuen Ü-Wagen für das Landestudio Burgenland des ORF ist ein M.A.N. Lkw mit einem Kofferaufbau aus Aluminium in Sandwichbauweise und mit getrennter Klimatisierung der Räume und Geräte sowie Stromversorgung über einen 3-Phasen-Netzanschluss mit max.16A.

Das Konzept erlaubt die Abwicklung von Mittel- bis Großproduktionen in Aufzeichnungs- und Livebetrieb. Es kann damit sowohl der vermehrten Einbeziehung von Publikum als auch einer besseren Präsentation gegenüber dem Publikum bei Livesendungen entsprochen werden.
Technik von Lawo

Als zentrales Mischpult kommt ein mc²66 mit 40 Fadern (16-8-16) und 144 DSP-Kanälen zum Einsatz. Der voll redundante Router verfügt über eine Kapazität von 8.000 x 8.000 Koppelpunkten und die Lawo-Stageboxen mit je 28 Mikrofon- oder Lineanschlüssen sind über MADI ebenfalls redundant ausgelegt. Das Riedel Intercom ist über die Stageboxen per BNC In und Out absetzbar und zwei 64-Spur-Recorder werden per MADI direkt an den Lawo-HD-Core angebunden.

"Lawo-Produkte bieten hohe Qualität und eine hohe Betriebssicherheit", erläutert Reinhard Tomek, Technischer Planer und Projektleiter beim ORF. Für Fernseh-Ü-Wagen habe sich der ORF schon länger für Lawo-Mischpulte entschieden, danach durchgängige Bedienbarkeit bei allen Fernseh-Ü-Wagen und den meisten Hörfunk-Ü-Wagen hergestellt. So könnten alle Toningenieure und Tonmeister in jedem Ü-Wagen ohne weitere Einarbeitungszeit produzieren, was auch die Schulungen effizienter mache. Produktionen könnten an verschiedenen Regien fortgesetzt werden, da sowohl in fast allen Ü-Wagen und auch an verschiedenen Produktionsregieplätzen Lawo-Mischpulte installiert seien.

"Die Workflows werden beibehalten und die leichte Konfigurierbarkeit der Pulte ermöglicht schnelle Anpassungen", so Tomek weiter. Im Zuge der stetigen Steigerung der Effizienz könnten mit diesem Ü-Wagen Produktionen mit reduziertem Personal abgewickelt werden. Alle für eine Produktion notwendigen Signale (Mic/Line In, Audio Returns, Intercom und Signalisierung) könnten über ein einziges, leichtes Glasfaserkabel abgesetzt werden. Komplexe Verkabelungen würden daher vermieden und Aufbauzeiten verkürzt. Wiederkehrende Sendungsformate könnten auf bereits bestehenden Mischpultprogrammierungen aufgesetzt werden, wodurch ebenfalls Vorbereitungszeit eingespart werden könnten. "Für ein Broadcastunternehmen wie dem ORF ist die Verfügbarkeit und Verlässlichkeit bei seinem Equipment von höchster Bedeutung. Mit Lawo hat der ORF einen Partner, welcher einerseits qualitativ hochwertige Produkte bereitstellt, aber auch im Falle von Problemen sehr kompetent und vor allem schnell aushelfen kann“, meint Tomek. (5/12)

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