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Staatsoper Unter den Linden

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Neuer Sound für die Staatsoper Unter den Linden

Die im 18. Jahrhundert errichtete Staatsoper Unter den Linden in Berlin wurde in den letzten Jahren umfassend generalüberholt, saniert sowie baulich, akustisch und medientechnisch erweitert. Seit Anfang Dezember 2017 läuft der reguläre Spielbetrieb wieder und setzt dafür unter anderem auf ein Shure Axient Digital System mit 34 Kanälen.

Für die Erneuerung der Medientechnik in der Staatsoper zeichnete eine Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus den beiden Systemintegratoren Amptown System Company, kurz ASC (als ARGE-Führer) und Salzbrenner Media verantwortlich. Während das Stuttgarter Architekturbüro hg merz mit den denkmalgerechten Umbau- und Sanierungsarbeiten befasst war, wurden die Akustikingenieure von Peutz Consult Berlin mit der Erweiterung der Raum- und Gebäudeakustik beauftragt. Letztere hoben durch bauliche und akustische Maßnahmen die Nachhallzeit im Hauptsaal von ehemals 1,1 auf nun 1,6 Sekunden an.

Für die lückenlose Funkabdeckung in den verschiedenen, zum Teil voneinander entfernten Gebäudeteilen hat ASC als Infrastruktur ein Glasfaser-basiertes HF-Distributionssystem von The Wireless Works umgesetzt. Diese offene Glasfaserstruktur ermöglicht die Anbindung der verschiedenen Drahtlossysteme Drahtlosmikrofonie, Wireless Intercom und In-Ear Monitoring.

Um die Funksignale in der Staatsoper Unter den Linden mit hochauflösendem Klang stabil und ausfallsicher zu übertragen, installierte ASC ein 34-kanaliges Shure Axient Digital System. Aktuell noch in der AD-Variante, wird das 2017 vorgestellte Drahtlos-Flaggschiff von Shure in Kürze auf die fernsteuerbare ADX-Senderplattform umgestellt. Durch die Umstellung soll die Betriebssicherheit nochmals verbessert werden.

Auf Basis des zuvor berechneten Frequenzsetups kann der eingebundene Axient Spektrum Manager automatisch und in Echtzeit störungsfreie Frequenzen an die ADX-Sender übertragen. Somit werden Störungen und Interferenzen in stark frequentierten HF-Umgebungen umgangen.

Tonmeister Christoph Koch, Leiter der Tonabteilung in der Staatsoper Berlin spiegelt die Anforderung wider: „Höchste Zuverlässigkeit und auch Ausfallsicherheit waren für uns wichtige Parameter der neuen Drahtlosanlage. Das wird einerseits durch die langen Batterielaufzeiten des Axient Digital Systems gewährleistet. Darüber hinaus sind wir schwer begeistert, wie schnell das Axient Digital System Funkstörungen erkennt, eine freie Frequenz aus der Backup-Liste auswählt und binnen Sekundenbruchteilen unhörbar wechseln kann. Auch im Hinblick auf die anspruchsvolle räumliche Situation in der Staatsoper Unter den Linden haben wir ein nachhaltiges, zukunftssicheres System für unseren facettenreichen Spielbetrieb favorisiert.“

Positiv wurde die Quadversity-Empfängertechnologie der Axient Digital Reihe bewertet, die in der Oper das Risiko von Signalabfällen, Interferenzen und Dropouts senken soll. Großen Zuspruch fand zudem die einheitliche Schaltbandbreite (166 MHz) bei Empfänger und Sendern, die Netzwerk-überwachten Tischladegeräte für Hand- und Taschensender sowie der digitale ADX1M Micro-Taschensender mit integrierter Antenne.

„Die Skalierbarkeit spielt innerhalb der Staatsoper Unter den Linden eine wichtige Rolle“ erläutert ASC Projektleiter Christoph Wegner. „Mit nur einer Empfängerplattform, die mit zwei Sendervarianten arbeitet, verfügt die Tonabteilung der Staatsoper mit dem Axient Digital über eine hohe Bandbreite an professionellen Features, wie eine zuverlässige HF-Performance, eine große Reichweite und eine hohe Signal- und Klangqualität. Somit können wir flexibel auf die unterschiedlichsten Anforderungen an einen modernen Spielbetrieb eingehen.“

Zu der Drahtlostechnik in der Staatsoper gehören ab sofort 34 Taschen- und 8 Handsender aus der Axient Digital AD-Serie. Darüber hinaus setzt die Tonabteilung um Christoph Koch auf Shure In-Ear Monitoring aus der bewährten PSM 900/1000 Serie mit insgesamt 40 Empfängern. (5/18)

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