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Bild rbb/Hanna Lippmann

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Qvest vernetzt rbb-Standorte Berlin und Potsdam

Seit Dezember 2016 produziert der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) nun auch an seinem Standort Berlin File-basiert. Realisiert wurde das Projekt von Qvest Media. Augenmerk lag dabei vor allem auf der nahtlosen Vernetzung der Systeme in Potsdam und Berlin, um ein standortübergreifendes Arbeiten zu ermöglichen.

Der rbb verfügt nun über eine IP WAN-Strecke zwischen den zwei Produktionsstätten. „Zunächst haben wir die technische Infrastruktur in Potsdam und Berlin als eigenständige Produktionsinseln unabhängig voneinander modernisiert“, erklärt Kristin Staack, Projektleiterin bei Qvest Media. „Dadurch konnte der rbb in Potsdam bereits Ende 2015 auf Sendung gehen, während in Berlin noch installiert wurde. Die Infrastruktur in der Hauptstadt haben wir danach sukzessive erneuert und anschließend wurden die Systeme in Potsdam und Berlin nahtlos miteinander vernetzt.“

Wolfram Klemmer, Chefingenieur und Leiter Systemplanung beim rbb, sieht klare Vorteile in dem jetzigen Systemaufbau: „Heute arbeiten wir zentral und zugleich dezentral. Das heißt, beide Standorte können sowohl vollkommen autark als auch kollaborativ produzieren. Wir besitzen dadurch die größtmögliche Flexibilität in unserer Produktion.“ Darüber hinaus bietet die neue Infrastruktur weitere Vorzüge hinsichtlich Kosten, Service und Zusammenarbeit. „Da beide Standorte einen nahezu identischen Aufbau besitzen, ist zum einen die Beschaffung der Technik einfacher und kostengünstiger. Zum anderen lassen sich dadurch Service und Systemwartung vereinheitlichen und das Wissen kann zwischen Potsdam und Berlin nun ungehindert fließen“, freut sich Wolfram Klemmer.

MAM-System von Arvato Systems verbindet rbb Standorte in Berlin und Potsdam

Dem rbb war wichtig, dass den Usern in Berlin und Potsdam die Verwaltung des gesamten Materials in einem gemeinsamen Media Asset Management (MAM) System möglich gemacht wird. Als zentrales Element der File-basierten Produktion wird dazu an beiden Standorten das MAM-System VMPS von Arvato Systems eingesetzt. Mit dessen Hilfe können über einen Standard-Webbrowser an allen angeschlossenen Redaktions- und Bearbeitungsplätzen Video- und Audiofiles sowie Metadaten gesichtet, bearbeitet und verwaltet werden.

Das Backend von VPMS sowie sämtlicher Drittsysteme ist auf beide Standorte verteilt, um Redundanzen und eine optimale Lastverteilung zu gewährleisten. Das System erkennt dabei selbstständig, an welchem Standort Material eingespielt wird und es greift automatisch auf die jeweiligen standortgebundenen Serverressourcen und Isilon-Speichersysteme zurück. Unabhängig davon, auf welchem Speicher und an welchem Standort die Daten vorliegen, wird das Material übergreifend mittels VPMS verwaltet. Dadurch ist es bereits während des Ingest-Prozesses möglich, das Material an beiden Standorten zu sichten und weiter zu bearbeiten. Losgelöst vom Ingest-Ort lassen sich so Rohmaterial und Beiträge zwischen den Produktionsinseln und Regien aufteilen, versenden und bearbeiten.

Avid Technologie als Basis der rbb Postproduktion

Die auf Avid-Technologie basierende Postproduktion wurde ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht. Der rbb nutzt heute zwei Avid-Produktionsinseln mit 17 Craft Editing-Plätzen in Berlin sowie 13 in Potsdam. Diese sind jeweils an ein Avid Speichersystem für die Videobearbeitung angeschlossen. Für die Anbindung der News- und Online-Redaktion wurden darüber hinaus Schnittstellen zum Redaktionssystem Open Media von Annova und das Web Content Management System Adobe Experience Manager eingerichtet. Die von Arvato Systems zum Teil neu entwickelten Schnittstellen sorgen für einen schnellen und unkomplizierten Materialfluss ins Web: Files lassen sich direkt aus dem MAM-System als Web-fähige mp4-Dateien mit H.264 Codec aufbereiten und per XML-Import im Online-Angebot des rbb veröffentlichen. (2/17)

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