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Sony IP-Live-Produktion

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Sony erweitert IP Live-Produktionslösungen

Sony erweitert seine Lösungen für IP Live-Produktionssysteme mit der Unterstützung des Standards SMPTE ST 2110 für HD und 4K. Dieser Schritt unterstreicht den Einsatz, die Interoperabilität auf Grundlage offener Standards voranzutreiben und unterstützt die umfassende Einführung innerhalb der Branche.

„Der Übergang zu IP wurde nicht zuletzt durch die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit vorangetrieben“, erklärt Norbert Paquet, Head of Product Management bei Sony Professional Solutions Europe. „Sony gab auf dieser Reise von Beginn an den Kurs vor. Auch weiterhin investieren wir aktiv in die Gestaltung der IP-Landschaft, sodass wir unseren Kunden die besten Systeme, Services und Supportleistungen zur vollständigen Ausschöpfung des IP-Potenzials anbieten können. Durch die Verbesserung unserer Live-Produktionspalette mit der neuen Unterstützung des Standards SMPTE ST 2110 sowohl für HD als auch 4K geben wir unseren Kunden Systeme und Technologien an die Hand, die sie für ihren zukünftigen Erfolg benötigen.“

Neue IP-Schnittstellenkarten mit SMPTE ST 2110-Kompatibilität in HD/4K

Der neue Mischer XVS-9000 von Sony, der im Oktober auf dem Markt eingeführt wird, unterstützt IP und 12G-SDI – genau wie die Modelle XVS-8000, XVS-7000 und XVS-6000. Für IP Live schaffen eine Reihe neuer 100G-IP-Schnittstellenkarten die Basis für die Unterstützung von SMPTE ST 2110. Die Kamerabasisstation HDCU-4300 unterstützt ebenfalls SMPTE ST 2110 mittels der Optionskarte HKCU-4001. Alle Produkte stehen ab Januar 2019 in HD zur Verfügung und bieten ab Mai 2019 durch ein einfaches Software-Update Unterstützung für 4K.

Sony investiert auch weiterhin in Networked Media Interface, der IP-basierten Übertragungstechnik von Sony, deren Sendespezifikation von ARIB (Association of Radio Industries and Business – eine Organisation, die Standards für Rundfunk und Telekommunikation in Japan erstellt) als ARIB STD-B73 1.0 standardisiert wurde.

Sony arbeitet auch weiterhin gemeinsam mit AMWA an der Unterstützung von NMOS IS-04 und NMOS IS-05 sowie der 12G-SDI-Schnittstelle. Sony Live-Produktionssysteme beinhalten sowohl IP- als auch 12G-SDI-Schnittstellen.

Europäische Investitionen in das IP Live-Produktionssystem von Sony

Der portugiesische Rundfunkveranstalter SIC (Sociedade Independente de Comunicação) hat Sony und seinen Partner Telefónica beauftragt, Portugals erste IP Live-Produktionsanlage in Lissabon bereitzustellen. Als eine der ersten groß angelegten IP Live-Bereitstellungen in Europa nutzt die neue Anlage den Standard SMPTE ST 2110 und die Kompetenzen von Sony auf dem Gebiet der Systementwicklung in Zusammenarbeit mit führenden Anbietern.

France Galop, der französische Dachverband für Flach- und Hindernis-Pferderennen, hat das IP Live-Produktionssystem von Sony als Teil einer kompletten Neugestaltung der Pferderennbahn Longchamp ausgewählt. Der Kunde verfügt nun über einen IP Live-Produktionskontrollraum und dadurch über mehr Flexibilität und Nachhaltigkeit, da das gesamte Pferderennbahn-System von IP Live System Manager gesteuert wird.
Japan

Mie Television Broadcasting Co., Ltd hat Sony mit dem Aufbau eines umfassenden IP-HD-Produktionssystems anhand der IP Live-Lösung von Sony beauftragt. Das System unterstützt IP nicht nur für zentrale Live-Anlagen, sondern auch für das Audiosystem. So werden die gemeinsame Nutzung von Ressourcen gefördert und Effizienz und ROI gesteigert. Der Sender ist dadurch in der Lage, mehrere Studios über ein einzelnes Subsystem zu steuern.

NARA TELEVISION Co Ltd arbeitet derzeit an einem neuen 4K-/IP-Ü-Wagen und einem IP-basierten Studio-Subsystem mithilfe der IP Live-Lösung von Sony. Der Ü-Wagen kann ganz einfach über IP mit dem aktuellen Studio des Senders verbunden werden. Sobald das IP-Studio-Subsystem in Betrieb ist, kann es die Infrastruktur des Ü-Wagens als ein einziges großes, nahtloses System nutzen. Das neue System bietet die Möglichkeit, die Produktion per Fernzugriff zu betreiben. Dazu wird der Ü-Wagen vor Ort mit den Studios in der Zentrale per dedizierter IP-Leitung verbunden, wodurch größtmögliche Effizienz erzielt wird.

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