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Verlängerungssystem und neue Firmware für VENICE

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Verlängerungssystem und neue Firmware für VENICE

Sony hat auf der IBC für das VENICE-Kamerasystem die Option vorgestellt, das Kameragehäuse vom Bildsensorblock bis zu 5,5 Meter abzusetzen. Der Kameramann erhält dadurch mehr Flexibilität und Mobilität beim VENICE-Einsatz. Neu ist auch die VENICE-Firmeware 3.0, die unter anderem X-OCN XT, neue Imagermodi und Cache-Aufzeichnung bietet.

Das neue Verlängerungssystem ist nicht nur mit neuen VENICE-Kameras kompatibel, sondern auch mit bisherigen Modellen. Der Bildsensorblock von VENICE lässt sich schnell konfigurieren und die Kamera für bestimmte Szenarien anpassen.

Dank des robusten Erweiterungssystems für VENICE müssen sich Filmemacher auch angesichts des steigenden Anspruchs von Drehumgebungen und Anwendungsmöglichkeiten keine Sorgen um ihre Bildqualität und –integrität machen: Das System erhöht die Mobilität der VENICE enorm und sorgt dafür, dass sich die Kamera unauffällig in Setups und Filmszenen einfügt – sowohl beim Filmen mit Kardanaufhängung, Handheld-Stabilisatoren und bei Unterwasseraufnahmen als auch in Helikoptern, mit 3D/VR-Rigs sowie bei der Aufnahme von Szenen in engen Räumlichkeiten oder an ungewöhnlichen Orten, zum Beispiel in Fahrzeugen, auf Kränen oder einem Russian arm.

Der Prototyp des VENICE-Verlängerungssystems ist das Ergebnis einer weiteren Zusammenarbeit mit dem Studio Lightstorm Entertainment unter der Leitung von James Cameron. Auf der Grundlage vieler ausführlicher Gespräche entstand der Prototyp, um den komplexen Anforderungen des Drehs der Avatar-Fortsetzungen gerecht zu werden. Seit der Vorstellung der Hardware auf der Cine Gear 2018, wurden auf Grundlage von Branchenanforderungen weitere Anpassungen vorgenommen. Das Verlängerungssystem kam bereits bei verschiedenen Produktionen zum Einsatz und überzeugte dabei durch die Ergonomie, den geringen Platzbedarf und die große Flexibilität – das gilt auch für die integrierten Funktionen der VENICE, wie den 8-stufigen mechanischen ND-Filter und den Dual-Base-ISO-Modus mit ISO2500.

Das VENICE Verlängerungssystem CBK-3610XS, bestehend aus einer Frontabdeckung, einem Gehäuse für den Bildsensorblock mit 2,7 Metern Kabellänge sowie weiteren 2,7 Metern Verlängerungskabel, ist mit bestehenden VENICE Kameras kompatibel, auf denen die Firmware V3.0 installiert ist. Über das Verlängerungssystem stehen ein HD-SDI-Ausgang und ein 12-V- bzw. 24-V-Ausgang als Stromversorgung für Zubehör, zum Beispiel für Objektiv-Servomotoren oder Monitore, zur Verfügung. Zudem besteht die Möglichkeit, am CBK-3610XS-System verschiedene Halterungen und weitere Zubehörteile anzubringen. Das VENICE Verlängerungssystem ist voraussichtlich ab Februar 2019 bei von Sony autorisierten VENICE-Händlern erhältlich.

Das Firmware-Update V3.0 steht ebenfalls ab Februar 2019 zur Verfügung. Es berücksichtigt das kundenseitige Feedback und erweitert die Funktionen der VENICE um ein neues Aufnahmeformatprofil: X-OCN (eXtended tonal range Original Camera Negative), X-OCN XT genannt.

Das neue Format verspricht laut Sony höchste Bildqualität bei Aufnahmen mit dem tragbaren Speicherrecorder AXS-R7 und eignet sich für anspruchsvolle visuelle Effekte und Produktionen, bei denen es auf eine kompromisslose Bildqualität ankommt. Die Dateigrößen sind vergleichbar mit denen von RAW-Aufnahmen mit der PMW-F55. Dadurch ist der Workflow besonders kostengünstig und effizient, heißt es in einer Mitteilung. (9/18)

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