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A-Ha-Recording mit Lawo-Technik

A-Ha-Recording mit Lawo-Technik

Die Band A-Ha feiert mit der Veröffentlichung einer Live-DVD das Ende ihrer 25-jährigen Karriere. Das Abschlusskonzert wurde im Ü-Wagen OB14 des Lawo Kunden Cinevideogroup (Niederlande) mit einem mc²66 aufgenommen. Paradoxerweise entstand damit die erste Live-DVD von A-Ha ausgerechnet erst beim Abschiedskonzert der Band.

Die letzten vier Shows der „Ending on a High Note“ Tour fanden in der berühmten „Spektrum Arena“ in Oslo statt, der Heimatstadt der Bandmitglieder. Die Filmemacher von Serpent Productions und Regisseur Matt Askem engagierten den führenden Mediendienstleister Cinevideogroup für die Produktion der Live DVD mit HD Aufnahmen von 10 Kameras inclusive digitalem Audio.
In der Tonregie des OB14 arbeitete Toby Alington, bekannt für seine Produktionen der BRIT Awards und MTV Europe Awards, zusammen mit Huub Lelieveld, Senior Audio Engineer bei Cinevideogroup. Alington ist für die finale 5.1 Mischung verantwortlich, während Lelieveld das Multitrack-Recording in Oslo übernahm.
Ihr Tool war eines von vier mc²66, die in der Ü-Wagen Flotte von Cinevideogroup installiert sind. Das 56-Fader Pult war via MADI Glasfaserkabel mit Lawo Preamps auf der Bühne verbunden. Diese befanden sich ca. 50m vom Ü-Wagen entfernt. Durch die Kombination von Glasfaser und Netzversorgung der Lawo Stagebox von der Bühne aus konnte Lelieveld auf einen aktiven Splitter verzichten und auf saubere Mikrofonsignale von Band und Zuhörern zugreifen.
Aufgenommen wurde der Live-Auftritt auf ein über MADI angebundenes 128-Kanal Pyramix Multitrack System von Merging Technologies. Für den Fall der Fälle wurde parallel ein redundanter Computer mit RME MADI Karten betrieben, auf dem Reaper lief. „Wir können uns beim Ablauf keine Fehler erlauben. Wenn irgendetwas bei der Soundaufnahme schiefgeht, ist das komplette Bildmaterial nutzlos“ erklärt Lelieveld.
Lelieveld erstellte auf dem, wie er es nennt, „Pult meiner Wahl“ einen temporären Stereomix für Alington und die Videoredakteure. Bei solchen Jobs zieht er Lawos mc²66 den Pulten anderer Hersteller vor – besonders wenn es stressig wird. „Das mc²66 ist wirklich das einzige Pult, an dem man im Livebetrieb alle Einstellungen verändern kann. Dank seiner Flexibilität müssen nicht einmal alle Settings für die Aufnahme einer Live-Fernsehübertragung im Vorfeld vorgenommen werden. Was auch immer passiert, das mc²66 kann sich perfekt anpassen – und die Klangqualität bleibt immer einwandfrei.
Obwohl Toby Alington bisher nur wenig Erfahrung mit Lawo Pulten sammeln konnte, stimmt er der Einschätzung von Lelieveld voll zu: „Das Lawo Pult produziert einen sehr klaren Sound und ist daher perfekt für unsere Arbeit hier. Auch das logische Layout gefällt mir. Die Bedienoberflächen von Digitalpulten sind vollkommen unterschiedlich aufgebaut – nicht wie früher bei den analogen Systemen! Einige sind extrem benutzerunfreundlich, während es bei anderen Pulten Spaß macht, daran zu arbeiten. Das mc²66 ist ergonomisch und übersichtlich gestaltet– jeder Kanal ist mit der angemessenen Anzahl an Drehknöpfen ausgestattet, so dass das visuelle Feedback sehr gut ist. Dies besonders auch im Vergleich zu Pulten, bei denen fast alle Bedienelemente auf dem zentralen Bedienfeld untergebracht sind. Es war selbstverständlich auch sehr vorteilhaft, mit Huub zusammen zu arbeiten, da er das Pult wie seine Westentasche kennt!“
Kupferne Multicores wurden zum Catwalk im Dach des Spektrums gelegt, sodass die Publikumsreaktionen mit über der Menge hängenden Sennheiser MKH-416 Mikrofonen erfasst werden konnten. Für die Mics für Band und Publikum waren insgesamt 64 Input-Kanäle notwendig. Laut Lelieveld stellte dies allerdings für das 28-8-24-Pult überhaupt kein Problem dar, da es in jeder Hinsicht einfach erweiterbar ist.
„Seit ich dieses Pult benutzte, bin ich noch nie an die Grenzen gestoßen. Ich denke, wir haben genug DSP für 150 Kanäle. Das Tolle am I/O System ist, dass wir dank seiner Modularität je nach den Anforderungen entsprechend aufrüsten können. Einige meiner bisherigen DVD-Aufnahmen benötigten 140 und mehr Eingänge. Für diese großen Projekte braucht man dann einfach zusätzliche Inputs.“
In den letzten fünf Jahren hat Cinevideogroup insgesamt vier seiner Ü-Wagen mit mc²66 Pulten ausgestattet. Eine Nova 73HD im 96 kHz-Betrieb übernimmt das gesamte Routing im OB14, dem größten Truck von Cinevideogroup. Eingesetzt wird dieses Fahrzeug bei großen Musik- und Sportproduktionen.
Toby Alington wird die Surroundmischung für die A-Ha DVD bei Richmond Studios Post-Production in London fertigstellen. (12/10)

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