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Alfacam produziert ESC-Bilder

Alfacam produziert ESC-Bilder

Der belgische Ü-Wagen-Dienstleister Alfacam unterstützt mit fünf Ü-Wagen die TV-Produktion des 57. Eurovison Song Contest (ESC) in Baku, Aserbaijan (22. – 26. Mai 2012). Hostbroadcaster und Organisator der Show ist Ictimai TV. Als Produzent zeichnet Brainpool TV verantwortlich. Für den guten Ton sorgen Lawo-Systeme.

Rund 125 Millionen Zuschauer werden den Gesangswettbewerb in Bakus Chrystal Hall an den Fernsehgeräten verfolgen. Die Bilder aus Baku werden von über 50 TV-Stationen weltweit übertragen.

Mit der HD-Aufzeichnung der Show hat ESC-Produzent Brainpool TV den belgischen Ü-Wagen-Dienstleister Alfacam beauftragt. Er ist mit den Ü-Wagen OB31 HD (Haupt-Ü-Wagen) und OB28 HD (Backup-Ü-Wagen) vor Ort. Außerdem dabei sind zwei Rüstwagen, zwei Sound-Mobile (OB17 und OB24) und ein Ü-Wagen (OB39) als EBU-Schaltraum-Mobil dabei.

Alfacam am Chrystal Palace in Baku
Alfacam am Chrystal Palace in Baku
Alfacams Ü-Wagen am Chrystal Palace in Baku


Lawo mc²66
Ein Ton-Ü-Wagen erstellt den Musikmix (Livemusik und Playback), während ein weiterer Ton-Ü-Wagen als Backup mitläuft. Winnie Leyh mischt hier am Lawo mc²66-Pult die 5.0 Musikmischung aller Gesangstitel ab.

Der OB31 erstellt den finalen Fernsehmix, der aus den Moderationen, den berühmten Ländereinspielern, der Publikumsatmo, dem Musikmix aus den Ton-Ü-Wagen sowie vielen anderen Signalen besteht. An den Reglern eines weiteren Lawo mc²66-Pults sitzt hier Stefan Ebert (Foto).

Für eine konsistente 5.1-Mischung setzt er den Lawo Upmix AMBIT ein: „Verblüffend, wie gut dieser sich im nachfolgenden Downmix nach EBU-Norm anhört. Die sonst üblichen Artefakte solcher Hilfsmittel sind hier fast unhörbar“, erläutert Ebert.

Die vollredundanten mc²66-Pulte seien aber auch sehr gute Werkzeuge, gerade wenn es um die Bedienung geht: „Wir produzieren hier in Surround und haben deshalb eine riesige Menge an Kanälen. Über die Surround-Fader werden immer sechs Kanäle zusammengefasst und nur bei Bedarf über die Reveal-Funktion entpackt. Bei der großen Menge an Kanälen, die bei dieser Produktion permanent beherrscht werden müssen, ist dieses Werkzeug eine erstklassige Hilfe“, so Norbert Garske, Chief Audio Engineer für den ESC in Baku.

Ein weiteres Schmankerl sei der perfekt arbeitende Kompressor von Lawo, der neben dem normalen Gebrauch auch noch in einer speziellen Anwendung zum Einsatz kommt: Da aus Sicherheitsgründen immer zwei Pro-Tools-Systeme mit je sechzehn Kanälen parallel gestartet werden, liegen diese auch beide auf. Damit eine Umschaltung bei Ausfall des aktiven Pro Tools sofort automatisch vonstatten geht, liegen die Pro-Tools-Systeme auf zwei verlinkten-Fadern. „Wir senken den Pegel des Backup-Pro-Tools mittels eines zum Ducking eingestellten und per Timecode von Pro Tools 1 getriggerten Kompressors komplett ab. Sollte nun das erste Pro Tools kein Audio mehr schicken, öffnet der Compressor automatisch das zweite Pro Tools“, erklärt Garske die Spezialanwendung.

Das Audio-Team darf auch ein bisschen Regie führen, denn die Mehrspurmaschinen liefern Timecode, der über die Lawo-Kreuzschiene an fast alle beteiligten Gewerke in der Produktion geschickt wird. Hiermit werden automatisch Lichteinstellungen und Projektionen gestartet, die Pyrotechnik abgefeuert und die Regie weiß jederzeit, an welcher Stelle des Titels sie gerade ist. Dadurch kann garantiert werden, dass die individuellen künstlerischen Vorstellungen für das Gesamterscheinungsbild perfekt abgerufen werden können.

Insgesamt kommen acht Stageboxen von Lawo bei dieser Großveranstaltung zum Einsatz, über 120 Drahtloskanäle werden damit sicher und übersichtlich verschaltet. „Für Alfacam ist insbesondere wichtig, dass man die Zusammenstellung der Stageboxen, die zu einem Mischpult gehören, die DSP-Kapazität und die Konfiguration der Kreuzschiene selbst sehr einfach ändern kann, ohne Snapshots zu verlieren oder den Lawo-Support dafür bemühen zu müssen“, erläutert Garske. Alfacam konnte so auch Technik von verschiedenen Ü-Wagen und von Audio Broadcast Services gemietete DSP-Karten in einer neuen Konfiguration für diesen Anlass zusammenstellen und selbstständig konfigurieren. „Diese Kapazität, Flexibilität und unbedingte Ausfallsicherheit bieten nur die Lawo- Routing-Systeme“, so Garske.

Sennheiser
Zum 25. Mal werden beim ESC auch drahtlose Mikrofon- und Monitorsysteme von Sennheiser eingesetzt. Die Drahtlostechnik liefert, wie schon im vergangenen Jahr in Düsseldorf, der Verleiher Markus Müller (MM Communications), der sich in Baku mit einem sechsköpfigen Team um die Sennheiser-Mikrofon- und Monitortechnik kümmert und dort Florian Kessler, den Head of Sound, unterstützt. Insgesamt sind mehr als 150 Funkmikrofon- und Monitorstrecken von Sennheiser im Einsatz.

Im Bereich der Mikrofone für die Teilnehmer, die Moderatoren und die Showeinlagen kommen unter anderem zum Einsatz: 46 Handsender SKM 5200-II mit Neumann-Kapselkopf KK 104-S, 52 Taschensender SK 5212-II mit 180 Headset-Mikrofonen HSP 4 jeweils mit Doppelempfängern EM 3732-II, 7 ASA 3000 Antennensplitter und 21 evolution e 908 Instrumentenmikrofone.
Beim drahtlosen Monitoring für die Teilnehmer, Moderatoren und Techniker setzt man auf: 25 Doppelsender SR 2050, 6 Antennen-Combiner AC 3200 II, 197 Monitorempfänger EK 2000 und 400 In-Ear-Hörer IE 60.
Dazu kamen noch zahlreiche Rehearsal-, Produktions- und Event-Mikrofone.

Mit der Installation des Equipments und der Vorbereitung der Produktion begann Alfacam bereits 14 Tage vor dem Start des Events. Zahlreiche Tests und Proben gingen der ersten Live-Übertragung voraus. Alfacam ist in der Vergangenheit schon mehrfach beim ESC als Dienstleister aktiv gewesen.

Eine Video-Präsentation der rundfunktechnischen Einrichtungen in Baku findet sich hier

Weitere Infos zum ESC 2012 unter: www.eurovision.tv, www.brainpool.de und www.itv.az. (5/12)

Fotos: Alfacam, Lawo

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