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Erfolgreicher IP-Einsatz

Erfolgreicher IP-Einsatz

Das ORF-Studio am Ipanema Beach war vom 5. bis 21. August Dreh- und Angelpunkt der ORF-Berichterstattung bei den Olympischen Sommerspielen 2016. Als Technikdienstleister unterstützte hier SonoVTS die Österreicher, ebenso wie im International Broadcast Center (IBC). Bei der Anbindung der Außenstellen an das IBC mit unilateraler Technik setzte der ORF auf IP-Workflows. MEDIEN BULLETIN besuchte die ORF-Produktionsstätten und sprach mit den Machern.

Mit nur einem Medaillengewinn beim Segeln fiel die sportliche Bilanz Österreichs bei der Sommerolympiade 2016 in Rio de Janeiro sehr mager aus. Das änderte jedoch kaum etwas am großen Interesse der TV-Zuschauer im Alpenstaat an den Spielen – ebenso wenig wie die Zeitverschiebung von fünf Stunden. Der ORF verzeichnete insgesamt 4,84 Millionen Zuschauer (weitester Seherkreis). Das entspricht 66 Prozent der heimischen TV-Bevölkerung ab zwölf Jahren. Bei London 2012 waren es allerdings noch 5,6 Millionen (78 Prozent) gewesen. Das Olympiaspecial auf sport.ORF.at und in der ORF Sport-App registrierte rund 4,5 Millionen Besuche und 25 Millionen Seitenabrufe. Die Livestream- und Video-on-Demand-Angebote auf der ORF-TVthek und auf sport.ORF.at hatten, bis inklusive 18. August, insgesamt mehr als zwei Millionen Videoabrufe. Damit war man beim ORF durch die Bank zufrieden.

Insgesamt 400 Stunden lang berichtete das ORF-Fernsehen bis 21. August live von den Olympischen Spielen 2016 – 230 Stunden davon in ORF eins, 170 Stunden in ORF SPORT +. Inklusive aller Highlights- und News-Sendungen war der ORF sogar mit insgesamt 600 Stunden in Rio 2016 dabei. Das ist ORF-Olympiarekord. Der ORF konnte täglich auf 55 Multi-Leitungen zurückgreifen und Sport-Content generieren. Damit war sichergestellt, dass nahezu jeder Wettkampf mit österreichischer Beteiligung live zu sehen war. 

Dreh- und Angelpunkt der ORF-Berichterstattung bei den Olympischen Sommerspielen 2016 war das IBC, in dem alle Signale zusammenlaufen und verteilt werden und die Verbindung zum ORF nach Wien stattgefunden hat. Weiterhin wurde ein Studio am Arpoador Rock am Ipanema Beach aufgebaut. Hier arbeite man Seite an Seite mit dem Schweizer Fernsehen SRG/SSR, das gleich nebenan ebenfalls ein gläsernes Studio mit Blick auf den weltberühmten Strand betrieb. Die beiden Studios befanden sich im ersten Stock eines von der österreichischen Firma Hochsitz Loidl aus Oberndorf bei Kitzbühel errichteten temporären Hauses, das baugleich zum ORF SPORT-WM-Haus in Schladming 2013 war. Im Erdgeschoss beherbergt der Bau die „Friends of the Olympic Games Lounge“, vertreten durch Agora, BWS, Creative Technology, Hytera und Riedel, und einen Medienbereich der Stadt Rio. Die Schweizer setzten bei den Spielen in Rio wieder verstärkt auf Remote-Produktion. Die Studio-Kameras wurden diesmal nicht, wie noch in Sotschi, vom International Broadcast Center (IBC) aus gesteuert, sondern von Kontrollräumen in Genf, Lugano und Zürich aus. Hier wurden die Olympia-Sendungen für die drei Schweizer Sprachräume (Deutsch, Französisch, Italienisch) aufbereitet. Das SRG/SSR-Ipanema-Studio war dazu über ein NetInsight Nimbra-System mit der Schweiz verbunden. SRG/SSR und ORF teilten sich Stand-up-Positionen, unterstützen sich gegenseitig bei der Signalverteilung und nutzten so einige Synergien. Beide Studios am Ipanema Beach arbeiteten zum Beispiel auch mit dem gleichen Nimbra-System, das über ausreichende Kanäle für beide Sender verfügte. Es war im Schweizer Studio-Bereich aufgebaut und per Glasfaser mit den österreichischen Nachbarn verbunden. Auch im IBC gab es eine Leitung zwischen Schweizer und Österreicher Technikbereich für Audio-, Video- und Kommando-Signale. Dadurch war es möglich, dass beide Sender die Anbindung an die gleichen Stand-up-Positionen in den Venues für ihre Berichterstattung nutzen konnten.

Für die unilaterale Berichterstattung war der ORF mit eigenen Live-Kameras bei der Eröffnungs- und Schlussfeier im Maracana-Stadion vertreten sowie beim Segeln in der Marina da Gloria, beim Beachvolleyball in der Copacabana-Arena, beim Schwimmen im Acquatic Stadium und bei der Leichtathletik im Olympic Stadium. Im Austria-Haus des Österreichischen Olympischen Comités (ÖOC) im Clubhaus des Fußballvereins Botafago FR hatte ORF SPORT zudem eine Kamera aufgebaut und konnte von dort ebenfalls übertragen. Zusätzlich dazu waren noch vier ORF-ENG-Kamerateams an den Wettkampfstätten unterwegs. Das ORF-Studio am Ipanema Beach war mit drei Kameras bestückt, darunter befand sich eine Funkkamera, mit der das ORF-Team außerhalb des Studios auf der Uferpromenade unterwegs war. Die Studiotechnik wurde über eine IP-Infrastruktur von der ORF-Technik im IBC remote gesteuert. Die Anbindung erfolgte über das bereits erwähnte NetInsight Nimbra-System.

Die genannten Venues mit unilateraler Produktionstechnik waren an die IBC-Regie des ORF über Glasfaser Gigabit-Ethernet angeschlossen. Als Bildkomprimierungsverfahren kam JPEG 2000 zum Einsatz. Nur bei der Remote-Anbindung des Austria-Hauses und bei den Rückbildern vom Glasstudio am Ipanema Beach wurde auch der H.264 Codec eingesetzt, weil hier nur 100 Mbit Bandbreite zur Verfügung stand. Zur Anbindung der Venues kamen VandA-Boxen (Video- und Audio-Boxen), die sonoVTS bereitgestellt und konfiguriert hatte. 

 

Technikpartner SonoVTS

Das Broadcast-Systemhaus und -Rental-Unternehmen aus Feldkirchen bei München unterstützte bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro erneut den ORF als Technikpartner. Nach Vorgaben des ORF war es maßgeblich an der Planung und Installation der Produktionstechnik im gläsernen Studio am Ipanema Beach und im IBC beteiligt. „Der ORF gibt die Eckdaten der Installation durch seine Ausschreibung vor. Die Auswahl und Zusammenstellung der Geräte treffen wir im Rahmen unseres Angebotes. Die Detailplanung und Inbetriebnahme gehört mit zu unserem Job“, berichtete sonoVTS-Geschäftsführer Franz OIbert.

sonoVTS ist bereits seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika bei allen Sport-Großveranstaltungen Technikpartner des ORF, zuletzt auch bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich. Das Unternehmen erledigte in Rio zunächst den Technikaufbau für den ORF. Danach übernahm das ORF-Team, konfigurierte die Systeme für seine tägliche Arbeit und betrieb die komplette Anlage selbst. Während der Produktion stand sonoVTS jedoch weiterhin dem ORF mit zwei Service- und Produktionsingenieuren im IBC für den Audio- und den Video-Bereich in zwei Schichten zur Seite. Das Unternehmen war in Rio de Janeiro mit insgesamt 14 Mitarbeitern vertreten. Die Zusammenarbeit mit dem ORF klappte laut Olbert ausgezeichnet. „Das Team des ORF hier vor Ort ist schon herausragend gut. Angefangen beim technischen Projektleiter Gottfried Grabner. Der weiß genau was er tut und hat den kompletten Systemaufbau im Kopf“, lobte er. Die vom ORF eingesetzte Produktionstechnik bei den Olympischen Spielen entsprach weitestgehend den bisherigen Standards. Eine echte Innovation war indes die komplett IP-basierte Anbindung der Venues an die ORF-Technik im IBC. „Neu ist, dass wir hier erstmals die VandA-Boxen nicht über SDI-Baseband sondern über Gigabit-Ethernet-Leitung anbinden und so eine rein IP-basierte Verbindung realisieren können“, sagte Claudio Bortoli, der als Produktionsleiter gemeinsam mit Claudia Marsano und Martin Krischke für den ORF in Rio verantwortlich zeichnete.

OBS habe erstmals alle Signale über Glasfaser angeliefert, was einige Vorteile für die Rechtehalter vor Ort biete. Bei der letzten Olympiade sei dagegen noch viel mit Kupferleitung gearbeitet worden. „Glasfaser bedeutet ein anderes Handling aber macht für uns die Sache grundsätzlich einfacher“, ergänzte sonoVTS-Geschäftsführer Stefan Krömer.

Michael Bobenstetter, Projektleiter von sonoVTS in Rio, erklärte das bei den Venues eingesetzte Verfahren. „Die VandA-Box-Anbindung an das IBC haben wir mit Imagine Communications Technik auf Basis der modularen Selenio-Multicastplattform mit JPEG 2000 Encoder- und Decoder-Karten gelöst. Für die Bilder von der Außenstelle Richtung IBC gibt es Unicast JPEG 2000 Streams in verschiedener Anzahl, je nach Ausbaustufen der jeweiligen VandA-Box. Für das Retourbild vom IBC zur Außenstelle ist JPEG 2000 Multicast im Einsatz. In dieser Box selber findet das Embedding und De-Embedding der Töne von Mikrophonen, In-Ears, etc. in das Video statt.“  Technisch interessant sei, dass jede Box aus dem IBC zwar fünf Videosignale als Multicast bekomme aber nur zwei JPEG 2000 Decoder verfügbar seien. Wie mit der TV-Fernbedienung zu Hause könne man jeden Decoder über ein VSM Panel in der den VandA-Boxen, steuern und dabei auswählen, welchen Stream man sich anschauen wolle. Jede Box verfüge zudem noch über einen Switch zur netzwerkseitigen Bedienung. „Die VandA-Boxen beherbergen also Switch, Embedder, De-Embedder, VSM Panel sowie JPEG 2000 Encoder und Decoder“, fasste Bobenstetter zusammen.

 

ORF im IBC

Im IBC hatte der ORF für seine olympische Produktion 280 Quadratmeter Fläche zur Verfügung.  „Wir sind hier mit insgesamt 110 Mitarbeitern vor Ort. Davon arbeiten 65 im Bereich Technik und Produktion“, berichtete Bortoli. Im IBC befanden sich neben der Regie für die ORF-Olympia-Berichterstattung alle Redaktions- und Technik-Einrichtungen. Die wichtigsten Komponenten im Zentralen Geräteraum (ZGR) des ORF waren eine Platinum IP3 Kreuzschiene mit 288 Eingängen und 224 Ausgängen und die Medienkonvergenz-Plattform Selenio von Imagine Communications für die IP-Anbindung der Venues, drei Alchemisten zur Format-Wandlung von 60 auf 50 Hertz, vier EVS XT3-Server und DDP Server (Ethernet SAN Shared Storage Server), an denen vier FinalCut Pro-Schnittplätze angebunden waren, EVS IP‐Director und EVS XT‐Access Workstations. Die komplette Steuerung der ORF-Technik erfolgt mit einem redundanten vsm-System von Lawo. Der ZRG des ORF war überwiegend mit Technik von SonoVTS ausgestattet. Die vier EVS XT3 stammten von der Firma BNC, einem strategischen Partner von sonoVTS, ebenso wie die DDP-Server mit Master, Backup mit angeschlossenen SAS Raid Systemen.

Die Schnittplätze hatte der ORF selbst mitgebracht und konfiguriert. Sie hatten Zugriff auf die DDPs über Gateway-Rechner, ebenso wie die EVS-Systeme. „Die Aufzeichnungen auf den EVS-Servern werden mit Hilfe von XT Access auf die DDP-Server geschrieben und die Edit-Suiten können sich das Material dann dort holen“, erklärte Bobenstetter. Alles was in Rio produziert wurde, wurde nicht nur auf dem Speicher im IBC, sondern parallel auch beim ORF in Wien abgelegt. Dort konnte man also auch die benötigten Stücke schneiden und bearbeiten. „Wenn etwas aber schnell passieren muss, wird das vor Ort erledigt“, sagte Krömer.

Der ORF verfügte videoseitig über drei Sendeleitungen von und nach Wien sowie über eine 500 Mbit/s schnelle Datenverbindungen über die Material zwischen dem Archiv in Wien und den DDP-Servern im IBC ausgetauscht werden konnte. „Wir haben drei Sendewege nach Wien redundant ausgeführt. Sie sind automatisch und manuell umschaltbar“, erklärte Bortoli.

Die Sendung, die der ORF in Rio produzierte, ging in Wien indes nicht direkt auf eine Sendeabwicklung sondern dort zunächst auf eine Produktionsregie, in der Grafiken, Ton, Abspann, etc. zugesetzt werden konnte. Von diesem Regieplatz aus konnte man theoretisch auch jedes beliebige ORF-Studio anbinden. „Das heißt, im Haveriefall beim Studio in Rio hätte der ORF einfach weiter machen können. Diese Möglichkeit diente aber nur zu Backup-Zwecken und wurde nie genutzt“, berichtete Bobenstetter.

Im ORF-Geräteraum in Rio befanden sich auch acht Lawo V_pro8-Systeme mit jeweils acht SDI-Ein- und -Ausgängen, die für Synchronizing und Embedding/De-Embedding eingesetzt wurden. „Wir bekommen von OBS 55 Feeds per Glasfaser angeliefert und die werden dann dynamisch verschaltet“, sagte Bobenstetter. „Das bedeutet, sie werden zunächst alle auf die Kreuzschiene aufgesteckt und dann den 20 V_pro-Kanälen zugewiesen, die der ORF als „OBS Select“ auf den V_pros reserviert hat. Für effizientes Arbeiten reichen 20 Kanäle am Tag. Sonst hätte man 55 Synchronizer einsetzen müssen. Weil unsere Kreuzschiene aber groß genug ist, können wir alles damit machen“, erklärte Bobenstetter. Und Krömer fasste zusammen: „Alle Signale, die vom IBC nach außen gehen oder von OBS angeliefert werden, laufen über die Lawo V_pro8 Frame Synchronizer. So können wir auch die Audiosignale komfortabel shutteln und die Streams so embedden und de-embedden, wie wir sie brauchen.“

Die ORF-Produktion innerhalb des IBC lief komplett SDI-basiert. Lediglich die Signale von und zu den Außenstellen nutzen den IP-Weg. Das Verschalten der multilateralen und unilateralen Signale im IBC geschah dann über die Kreuzschiene zur weiteren Verarbeitung auf dem Bildmischer, einem MVS-7000X von Sony. „Alles was im IBC passiert und nicht nach außen gebracht werden muß, passiert klassisch im Baseband. Nur die Venue-Anbindung ist 100 Prozent IP“, betonte Krömer. Im Gegensatz zu ARD und ZDF setzte der ORF im Audiobereich auf 5.1-Sound. Entsprechende Tonsignale wurden vom Hostbroadcaster OBS geliefert. „Wir haben in der Tonregie alles auf 5.1-Audio ausgelegt. Und es geht Dolby E encodiert auch zum ORF“, sagte Krömer. Abgemischt wurde der Ton mit einem mc2 56 Pult von Lawo, das sich seit Anfang des Jahres im Vermietpark von SonoVTS befindet. 

In der Regie des ORF wurden ausschließlich Monitore der HD2line-Serie von sonoVTS eingesetzt. Die eingesetzte Interkom-Technik stammte von Riedel.

Das Resümee zum IP-Einsatz bei den ORF-Außenstellen fiel bei sonoVTS sehr positiv aus. Bobenstetter berichtete nach Ende der Produktion: „Wir hatten technisch keine Probleme damit. Es ist keine Strecke ausgefallen und auch keine Hardware. Natürlich war das alles neu. Man muss sich erst einmal in die ganze Technik rein denken. Aber wenn man das ein paarmal im Einsatz hatte, dann ist das auch vom Konfigurationsaufwand her ähnlich wie bei der bisherigen Infrastruktur.“ Überrascht zeigte er sich darüber, dass diese ganze Technik die schwierigen Umweltbedingungen vor Ort gut weggesteckt hat. „Wir hatten Sand, Nässe und große Hitze, aber trotzdem keinerlei Ausfälle, die darauf zurück zu führen gewesen wären. Es hat mich beeindruckt, wie da Technik durchgehalten hat“, sagte er. „Weiterhin ist der Aufwand der Überwachung und Monitoring der Technik ein wichtiger Aspekt. So konnte zu jedem Zeitpunkt von jedem Venue zum Beispiel die Bandbreiten oder Fehler und Status der Karten über vsm ausgelesen und angezeigt und aktiv gemeldet werden“, ergänzte Krömer. 

Wie ORF-Produktionsleiter Bortoli bewertet er die Bereitstellung der Gigabit-Ethernet-Leitungen durch OBS sehr positiv. Bobenstetter: „Klar, man verlagert jetzt die ganze Videoübertragung auf den Distributionswegen vom Hostbroadcaster zum Kunden. OBS stellt nur noch eine Netzwerkverbindung bereit, die mit wenig Technikeinsatz leicht zu realisieren ist. Das ist vom Aufwand und den Kosten her für den Hostbroadcaster günstiger, aber auch für seine Kunden. Die Preise für solche Verbindungen sind so attraktiv, dass immer mehr Sender dazu übergehen, Video-over-IP zu machen statt teure Videoverbindung über mehrere Glasfaserleitungen zu mieten.“ Netzwerkverbindungen brauche man sowieso, jetzt nur mit höherer Bandbreite, weil auch Videosignale darüber geschickt würden. „Sie bieten viele Vorteile und erlauben den Nutzern bessere Kontrolle. Sender können darüber jedes System selbst warten, alle Parameter selbst einstellen, die Videoqualität beeinflussen und über VSM alles überwachen“, meinte Bobenstetter. In Rio de Janeiro seien alle Außenstellen des ORF über die Netztwerkverbindungen dauerhaft in Betrieb gewesen und nicht nur dann, wenn eine Überspielung oder ein Interview stattfand. So habe man jederzeit Wartung und Monitoring machen und kontrollieren können, ob die Sendestrecke in Ordnung ist. „Wenn man die Videoverbindung vom Host effizient mietet, dann hat man diese Möglichkeit nicht, sondern ist an bestimmte Zeiten gebunden. In Rio de Janeiro konnte ein ORF-EB-Team hingegen auch jederzeit zu einer ORF-Außenstelle gehen und von dort aus Material ins IBC überspielen“, meinte Bobenstetter. Nachdem die Video-over-IP-Übertragung in Rio de Janeiro so gut funktioniert hat, ist er sicher, dass sie sich zumindest im Distributionsbereich schnell durchsetzen wird.

Eckhard Eckstein

MB 4/2016

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