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Experten mit dem richtigen Know-how

Experten mit dem richtigen Know-how

Hewlett Packard Unter dem Motto „Create – Manage – Distribute – Enjoy“ präsentierte Hewlett- Packard (HP) auf der NAB 2008 zusammen mit Partnerunternehmen Produkte, Lösungen und Services für die Medien- und Unterhaltungsindustrie. Mit maßgeschneiderten Angeboten will HP die Produktivität und Profitabilität von Medienhäusern steigern und ihnen neue Geschäftsmodelle ermöglichen. MEDIEN BULLETIN sprach darüber mit Michael-Andreas Pietsch, Sales Director Communications, Media & Entertainment (CME), HP, und Dirk Zachau-Redmann, Client Principal Consulting & Integration, Media & Entertainment (CME), HP.

Wie ist der Bereich Communications, Media & Entertainment (CME) von Hewlett-Packard innerhalb des Gesamtunternehmens aufgestellt?
Dirk Zachau-Redmann: HP besteht aus drei Geschäftsbereichen: Der Imaging & Printing Group (IPG), die Lösungen für das Drucken und die Bildbearbeitung sowie entsprechende Services bietet. Das Angebot der Personal Systems Group – PSG – umfasst unter anderem PCs, Notebooks, Workstations, Monitore und Mobilgeräte. Der dritte Geschäftsbereich, die nach Industrien geordnete Technology Solution Group – TSG, betreut Unternehmenskunden weltweit. Das Angebot umfasst Hardware, Software und Services. Dazu zählt auch die Geschäftseinheit Communications, Media & Entertainment – CME, die sich speziell an Medienunternehmen, Broadcaster und Telekommunikations-Unternehmen richtet. Allein im Segment „Media & Entertainment“ betrug der Umsatz im vergangenen Jahr über 600 Millionen US-Dollar – Tendenz stark steigend.

Welche Aufgaben stehen dabei im Vordergrund?
DZ-R: Das Angebot der CME-Gruppe ist breit gefächert und reicht von Hardware über Software bis hin zu Beratung und Services. So liefert HP beispielsweise mit HP Media Storage Medienunternehmen und Broadcastern Archiv- und Speicherlösungen, die genau auf deren spezifische Anforderungen zugeschnitten sind. Unsere Dienstleistungs-Sparte unterstützt Kunden neben IT-Outsourcing oder der Pflege und Wartung der IT-Infrastruktur insbesondere auch mit Beratungs- und Integrationsleistungen. Die hierfür zuständige HP Consulting & Integration Group (C&I) ist sowohl nach Technologien als auch nach Industrien gegliedert. Daher ist es möglich unsere Kunden sowohl bei der Planung und Konzeption von individuellen IT-Lösungen als auch von branchenspezifischen Lösungen wie beispielsweise im Medien- oder Telekommunikationsumfeld optimal zu unterstützen. CME-Kunden profitieren dadurch von umfassenden Lösungen aus einer Hand – von der Hardware über die Software bis hin zu Services und Support. Einen Überblick über das Angebot finden Interessenten auch unter www.hp.com/go/cme.

Wie viele Mitarbeiter hat HP in Deutschland?
Michael-Andreas Pietsch: Wir haben insgesamt rund 8.500 Mitarbeiter in Deutschland. Auch hierzulande gibt es eine eigene CME-Einheit, die speziell Medienbetriebe, Broadcaster und Telekommunikations-Unternehmen adressiert.

Wie sehr sind die HP-Dienstleistungen im bundesdeutschen Entertainment- und Medien-Markt derzeit gefragt?
DZ-R: Wir verzeichnen in Deutschland zurzeit im CME-Umfeld eine sehr hohe Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen im Integrationsbereich. Eine der Ursachen dafür ist die zunehmende Digitalisierung. Ein typisches Szenario ist etwa die Umwandlung von analogen Filmen in digitale Dateien, um den Lebenszyklus dieser Inhalte zu verlängern. Auch das Aufbrechen der bislang starren Medien-Workflows ist ein wichtiger Trend. Immer mehr Medienunternehmen wollen ihren Content flexibel für unterschiedliche Zielmedien nutzen. So sollen beispielsweise Video-Dateien nicht mehr nur im TV ausgestrahlt, sondern auch für das Internet oder speziell für mobile Endgeräte aufbereitet werden. Dazu müssen jedoch unterschiedliche Codecs und Formate verwendet, konvertiert und gespeichert werden. Diese Entwicklungen stellen die Medienunternehmen und Broadcaster vor neue Herausforderungen, und der Bedarf nach kompetenter Beratung wächst kontinuierlich. Hier sind unsere Berater mit ihrem IT- und Branchen-Know-how gefragt.

Die Verknüpfung von Enterprise- und Medien-Management-Systemen ist in der Medienbranche gefragt. Profitiert HP davon?
DZ-R: Eindeutig ja. Wir sind einer der wenigen Anbieter, der seinen Kunden im Media- & Entertainment-Bereich ein umfassendes Portfolio bieten kann. Unser Angebot reicht dabei von standardbasierter Hardware und weitreichenden IT-Services, beispielsweise auch im SAP-Bereich, bis hin zu branchenspezifischer Beratung und Dienstleistungen. Speziell unsere CME-Spezialisten aus der Consulting & Integration Group sind hier gefragt. Denn es gilt, Hardware-Plattformen, Management-Software und Applikationen so zu integrieren, dass die Kunden gleichermaßen von effizienten Medien-Workflows und effizient zu verwaltenden IT-Systemen profitieren.

Davon merkt man bislang noch wenig. Warum?
DZ-R: Die durchgehende Digitalisierung und die Verschmelzung von IT- und Medien-spezifischen Systemen steckt bei vielen Unternehmen noch in den Kinderschuhen. Entsprechend ist auch der Markt für derartige Lösungen und Services noch in der Entwicklung. Meines Erachtens ist die momentane Situation im Medien-Markt vergleichbar mit den Entwicklungen in der Telekommunikations-Industrie vor einigen Jahren. Auch dort hat der kostengetriebene Wandel von branchenspezifischen und properitären Technologien hin zu offenen und standardbasierten IT-Technologien zum Beispiel IP [IP = Internet Protocol, Anm. d. Red.] zu Änderungen im Anforderungsprofil der Telco-Unternehmen an ihre Infrastruktur und somit auch ihre Dienstleister geführt. Genau hier ist HP als weltweit führendes IT-Technologie Unternehmen sehr gut aufgestellt.
MAP: Wir sehen diesen Wechsel als einen längeren Übergangsprozess. Es ist äußerst wichtig, auch den jeweiligen Ausgangszustand mit den entsprechenden Arbeitsabläufen und zugehöriger Technik sehr genau zu kennen. Wenn man die Sprache der Branche nicht spricht und deren Probleme nicht kennt, wird man seinen Kunden schwerlich einen Mehrwert bieten können. Deshalb haben wir unser Engagement im CME-Segment deutlich ausgebaut und werden es künftig noch weiter stärken. Unsere Gespräche auf der NAB haben gezeigt, dass dies genau die Anforderungen des Marktes trifft. Die Verantwortlichen der Medien und der Broadcaster wollen nicht nur effiziente IT-basierte Lösungen, sondern vor allem kompetente Berater, die neben der IT auch die spezifischen Anforderungen der Branche kennen. Und genau das können wir bieten.

Viele Rundfunkanstalten glauben nicht, das IT-Unternehmen ihre Workflow-Probleme wirklich verstehen. Ändert sich das?
MAP: Angesichts des rasanten technologischen Wandels und der zunehmenden Bedeutung der IT-Systeme für die Medien-Workflows verschmelzen diese beiden Bereiche. Unsere Erfahrungen zeigen, dass sich eine manchmal anfänglich vorhandene Skepsis gegenüber IT-Unternehmen schnell legt, wenn sich herausstellt, dass unser Angebot genau die Anforderungen des CME-Marktes adressiert. Aus diesem Grund wurde von HP ja auch eigens der CME-Bereich geschaffen.
DZ-R: Die Entwicklung kommt von analogen Inhalten und geht hin zu digitalem, File-basierendem Content. Wer, wenn nicht die großen IT-Unternehmen, kennt sich schon aus mit File-basierenden Netzwerk-Strukturen und den nötigen Bandbreiten. Auch digitale Archive – ein Thema, das in vielen Broadcasting-Unternehmen ganz weit oben auf der Agenda steht – gehören zu unseren Kernkompetenzen. Oder etwa Business-Intelligence-Lösungen, mit denen sich Inhalt besser auf die Bedürfnisse der einzelnen Nutzer zuschneiden lässt. Sie sehen: Die Anforderungen der CME-Branche an die IT wachsen in vielen Bereichen. Und dementsprechend groß ist der Bedarf an diesbezüglichen Lösungen und kompetenten Beratern.

Wo sehen Sie weitere Trend-Themen?
MAP: Neben den bereits angesprochenen Aspekten rund um die Digitalisierung und effiziente Medien-Workflows sind hier das Rechtemanagement und das Tracking zu nennen. Dies ist auch in den NAB-Diskussionen deutlich geworden. Heute sind die Distributionsmöglichkeiten ungleich vielfältiger als in der analogen Welt, Mehrfachverwertung von Content spielt eine immer wichtigere Rolle. Hier stehen viele Medien-Unternehmen und Broadcaster vor neuen Herausforderungen.
DZ-R: Daher haben wir auch Experten in unseren CME-Teams, die sich speziell mit diesen Themen befassen.

Welche Kunden haben Sie am NAB-Stand besucht?
DZ-R: Wir hatten Termine mit zahlreichen Medien- und Broadcasting-Verantwortlichen aus aller Welt. Aus deutscher Sicht interessant: Wir haben auch mit Vertretern nahezu aller großen deutschen Broadcastern gesprochen.
MAP: Viele Interessenten haben sich auch über unsere Kooperationen in den USA informiert. So arbeiten wir beispielsweise eng mit Time Warner zusammen und haben starke Verbindungen zu verschiedenen Firmen in Hollywood. So stellen wir Dreamworks bei Bedarf zusätzliche Rendering-Kapazitäten zur Verfügung. Damit können sie die Spitzen in der Rechnerauslastung abfangen, ohne selbst die dafür nötigen Kapazitäten vorhalten zu müssen.

Wie war denn das Feedback der potenziellen HP-Kunden auf der NAB?
MAP: Wir haben festgestellt, dass man das große Leistungsvermögen von HP im Media & Entertainment-Bereich erkannt hat und das Interesse daran deutlich zunimmt. Interessant ist, wie stark die Anforderungen der Medien-Unternehmen und Broadcaster in den einzelnen Ländern variieren. So ist zum Beispiel in den USA das Interesse an Outsourcing-Dienstleistungen wesentlich stärker ausgeprägt als in Deutschland. Aufgrund dieser länderspezifischen Besonderheiten haben wir auch unsere CME-Abteilungen in den Ländern entsprechend aufgestellt. Damit sind wir in der Lage, auf die jeweiligen Bedürfnisse optimal einzugehen.

Was waren die Highlights am NAB-Stand?
DZ-R: HP ist einer der wenigen – wenn nicht sogar der einzige – Hersteller, der alle Bereiche der Medienkette – Content Value Chain – abdeckt: Create – Manage – Distribute – Enjoy. Dementsprechend umfangreich waren die ausgestellten Lösungen. Durch unsere zahlreichen Kooperationen, beispielsweise mit führenden Software-Herstellern, konnten wir umfassende Lösungen für den CME-Markt präsentieren. Dazu zählten Workstations für digitale Lösungen für Film und Video mit Avid, Autodesk, Softimage und Adobe. Auch Lösungen für das Management und die Verteilung von digitalen Inhalten wie Digital-Media-Solution, Media-Storage oder Digital-Content-Services wurden vom Messe-Publikum stark nachgefragt. Ebenfalls ausgestellt wurden HP-Produkte und -Lösungen für das digitale Wohnzimmer wie zum Beispiel der MediaSmart Server. In diesem Jahr war zudem der Redaktionssystem-Hersteller ANNOVA Systems mit seinem Produkt OpenMedia am HP-Stand vertreten.
Eckhard Eckstein (MB 07/08)

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