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Supersportjahr 2021 bringt Innovationsschub

Supersportjahr 2021 bringt Innovationsschub

Bei den großen TV-Produktionen im Supersportjahr 2021 war nicht zuletzt wegen der anhaltenden Corona-Pandemie große Flexibilität gefragt. Hierbei halfen neue, IP-basierte Infrastrukturen mit Cloud- und Remote-Workflows. Die neue Ausgabe von mebulive (EVT: 30.08.2021) berichtet ausführlich über die wichtigsten Produktions- und Technik-Trends.

Ob bei der Fußball-Europameisterschaft, den Olympischen Sommerspielen in Tokio, dem Tennis Grand Slam in Wimbledon oder bei "Die Finals" in Deutschland – bei allen großen Sport-Events in diesem Jahr waren produktionstechnische Innovationen so stark vertreten wie sonst nie zuvor. Insbesondere das Thema Remote-Produktion spielte hierbei eine zentrale Rolle.

„Wir können jetzt schon sehr erfolgreiche Remote-Produktionen umsetzen und moderne Technologien werden uns da in Zukunft noch viel besser unterstützen. Vor allem was den Bereich Delay und Übertragungsgeschwindigkeit betrifft. Ich glaube aber, dass der zukünftige Workflow nicht mehr an Remote vorbeikommen wird. Wir sprechen hier ja von gesparten Kosten durch weniger Reiseaufwand und auch von weniger CO2 Emissionen. Gerade letzteres wird in der Medienbranche zukünftig bestimmt noch wichtiger", erklärte dazu Nico Schmid, Produktionsleiter von SKY in Wimbledon. Und Richard Lancaster, Commercial Director bei NEP UK, meinte an gleicher Stelle: "Viele Broadcaster haben jetzt erkannt, dass es nicht unbedingt notwendig ist, vor Ort zu sein, um ein gutes Programm zu machen."

Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) halfen bei Remote-Großproduktionen in diesem Jahr dabei, den Zuschauerinnen und Zuschauern vor den Bildschirmen nahezu authentische Eindrücke vom Geschehen vor Ort zu vermitteln, ohne dass die Produktions- und Redaktionsteams selbst dort waren. So wurden Interviewpartner via AR-Technik fast lebensecht in die heimische VR-Studios projiziert. Das war so zur UEFA Euro im Magenta TV-Studio auf dem Produktionsgelände von Plazamedia und auch im Discovery/Eurosport-Studio zu den Olympischen Spielen in Unterföhring.

Auch bild- und tontechnisch wurde stark aufgerüstet. So produzierte OBS, Hostbroadcaster der Olympischen Sommerspiele 2020, erstmals alle Wettbewerbe in UHD HDR und in 5.1.4 Audio für immersiven Sound. Und die Cloud hatte hier einen besonderen Stellenwert bei der Signaldistribution und -kontribution. Um die Multi-Plattform-Strategien der Rechtehalter zu unterstützen und um die wachsende Nachfrage nach Inhalten zu bedienen, hat OBS seine Medienserver für Tokio 2020 in die Cloud verlagert, so dass die Rechtehalter von überall auf der Welt aus auf alle olympischen Inhalte zugreifen sowie alle Kurzformate in verschiedenen Formaten und Profilen bearbeiten und herunterladen konnten. Dabei kooperierte OBS mit der Alibaba Group. Die Cloud war letztlich auch Basis für die Realisierung von Remote-Produktionen. So erklärte auch OBS CEO Yiannis Exarchos: „Das ist eine große Innovation, die den Betrieb viel effizienter, produktiver und kostengünstiger macht und bedeutet, dass weniger Personal vor Ort benötigt wird. Ich stelle fest, dass die Corona-Krise zu einem Katalysator für die digitale Transformation auf der ganzen Welt geworden ist und die Einführung der Cloud-Technologie und ihrer vollständigen Nutzung in der Produktion beschleunigt hat.“ 

Auch bei den RTL Sommerspielen, eine eine Multikamera-Live-Show produziert von der best boys tv-factory in Leipzig, sorgte Corona und die damit einhergehende Hygiene- und Sicherheitskonzepte für neue, flexible Produktionsmethoden. Und auch bei den Deutschen Tourenwagen Masters in diesem Jahr sind innovative Technologien bei der Produktion der TV-Bilder zu finden.

Ein weiteres Top-Themen in der neuen, ab 30. August verfügbaren mebulive-Ausgabe, betrifft die Studiotechnik. Die neuen „Mittendrin Studios“ in Ismaning bei München fungieren jetzt als Homebase für sämtliche TV-, Digital- und Social-Media-Kanäle von SPORT1. Die redaktionell verzahnte Studiowelt umfasst ein dreigeteiltes Hauptstudio mit Info-, News- und Talk-Set.

Dazu kommt ein spannendes Interview mit Christine Strobl, seit Anfang Mai 2021 neue ARD-Programmdirektorin. Sie erklärt im mebulive-Interview, wie der öffentlich-rechtliche Senderverbund den programmlichen Herausforderungen der Zukunft begegnen will.

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