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ZDF realisiert erstes 3D-Projekt

ZDF realisiert erstes 3D-Projekt

Das ZDF hat mit „Die Huberbuam“ ein erstes 3D-Projekt realisiert. Der Film gilt in Sachen Technik, Machart und Produktionsbedingungen als wegweisend für 3D im Fernsehen. Ausgestrahlt werden soll er am 3. Oktober - jedoch in 2D. Die 3D-Variante wird nur in der ZDFmediathek als Stream und zum Download angeboten.

Die Initiatiive zu dem 3D-Film ist von ZDF-Kulturchef Peter Arens und Redaktionsleiter Alexander Hesse ausgegangen. Sie hatten bei der BBC 3D-Tierfilme gesehenen und waren davon so begeistert, dass sie sich entschlossen, ein eigenes 3D-Projekt auf den Weg zu bringen.

Unterstützung erhielt das ZDF bei der Produktion vom renommierte Stereograph Alaric Hamacher mit seiner Crew von Virtual Experience. Als Kameramann zeichnete Claus-Dieter Köppinger verantwortlich. Er hatte die zwei kletternden Kameramänner Franz Hinterbrandner und Max Reichel zur Seite.

Sehr innovativ war man beim ZDF hinsichtlich der eingesetzten Aufnahmetechnik.
Da mit herkömmlichen 3D-Systemen Kletteraufnahmen nur schwer zu bewerkstelligen waren suchte man nach Alternativen.

Die Wahl fiel schließlich auf die SinaCam, eine HD-fähige Minikamera (Größe nur 38 mm x 38 mm x 38 mm) mit C-Mount-Optiken (Festbrennweite gestaffelt 5 bis 16 mm). Mit ihr wurden rund 75 Prozent aller Aufnahmen gemacht. Die HDSDI-Videosignale des eingesetzten Kamera-Pärchens wurden auf zwei S3D verkoppelten KIPRO-Digitalrecordern von AJA aufgezeichnet.

Ein weiteres 3D-System bestand aus zwei Panasonic P2 Kameras des Typs HPX 2100 mit Spiegel- und Parrallelrig. Eingesetzt wurden auch das Prosumersystem Panasonic 3 D A1 und die Effektkamera GoPro Hero HD.

"3D ist im wahrsten Sinne des Wortes der Beginn eines Aufbruchs in eine neue, zusätzliche Dimension des Fernseherlebnisses. Dieser Aufbruch bedeutet für einen modernen Fernsehsender eine außergewöhnliche Herausforderung, die wir gerne und mit großer Neugierde angenommen haben. Analog zu den Protagonisten Alexander und Thomas Huber reizen auch uns die neuen Wege und die besonders schwierigen Routen. Denn der Wechsel von 2D auf 3D bedeutet weit mehr als die Überwindung technischer Hürden, vielmehr ist eine Anpassung des Herstellungs- und Kreativprozesses erforderlich", erklärte ZDF-Produktionsdirektor Dr. Andreas Bereczky.

Mehr über die ungewöhnlichen Produktionsbedingungen gibt es in drei Video-Clips zum Making-of zu sehen, die im begleitenden Online-Angebot unter www.huberbuam.zdf.de zu finden sind. Der Link wird allerdings erst in 34. Kalenderwoche freigeschaltet.

Einen ausführlichen Report über die erste 3D-Produktion des ZDF findet sich auch in der September-Ausgabe von MEDIEN BULLETIN. (8/11)

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