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ZDF und ARD spielen Doppelpass in Brasilien

ZDF und ARD spielen Doppelpass in Brasilien

„Wir arbeiten noch enger zusammen und werden die Fußball-WM von einer gemeinsamen Moderationsfläche an der Copacabana präsentieren.“ Das erklärten ARD-Programmdirektor Volker Herres und ZDF-Chefredakteur Peter Frey am 3. April 2014, auf der gemeinsamen WM-Pressekonferenz der beiden Sender in Hamburg.

ARD und ZDF übertragen vom 12. Juni bis zum 13. Juli alle 64 Spiele der Fußball-WM in Brasilien live. Das Fußballfest, das nach 36 Jahren zum ersten Mal wieder in Südamerika stattfindet, begleiten ARD und ZDF zudem mit einer umfänglichen Berichterstattung aus Brasilien, einem Land, das von großen sozialen Gegensätzen geprägt ist - die Ereignisse rund um den Confederations Cup 2013 haben davon schon einen Eindruck vermittelt.

Dass die kommende FIFA Fußball-WM auch eine logistische Herausforderung darstellt, erläuterten in Hamburg Bertram Bittel und Dieter Gruschwitz, die WM-Teamchefs beider Sender: „Die Fußball-WM findet in zwölf verschiedenen Stadien statt, und oft liegen mehr als tausend Kilometer zwischen den Austragungsorten."

Die Live-Übertragung eines Großereignisses dieser Dimension erfordert einen enormen technischen Aufwand – vor allem, wenn die WM in HD-Qualität und Dolby 5.1 gesendet wird. Darüber hinaus stellt Brasilien das Team von ARD und ZDF vor gewaltige Herausforderungen: Die zwölf Spielorte liegen zum Teil mehr als 3.000 Kilometer auseinander und die allgemeine Telekommunikations-Infrastruktur ist äußerst schwierig. Um Synergien zu nutzen und Kosten zu sparen, arbeiten ARD und ZDF bei der Produktion, der Bereitstellung der technischen Infrastruktur und im Studiobereich in bewährter Weise und sogar noch enger als je zuvor zusammen. Turnusgemäß hat der SWR in diesem Jahr als ARD-Federführer auch die Gesamtfederführung für ARD und ZDF.

Die Fußball-Weltmeisterschaft ist das zweite sportliche Großereignis 2014 nach den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Direkt nach dem Ende der Olympischen Winterspiele und den Paralympics in Sotschi wurde ein Großteil des technischen Equipments und der Mobilen Produktionseinheiten (MPE) in rund 40 Containern per Schiff auf den Weg von Russland nach Brasilien gebracht. Nicht die gesamte Ausrüstung stammt aus dem Pool von ARD und ZDF, ein Teil der technischen Ausstattung, wie beispielsweise zwei Übertragungswagen für die Übertragung der deutschen Spiele, des Halbfinales, des Spiels um Platz drei und des Finales, wurde extern beauftragt und wird von Deutschland nach Brasilien verschifft.

Für die beiden Ü-Wagen und die Berichterstattung aus den Stadien kommen zwei Technikteams von ARD und ZDF zum Einsatz. Acht zusätzliche Kameras stehen für Interviews und Analysen zur Verfügung. Für die Berichterstattung aus dem DFB-Quartier gibt es ebenfalls ein identisches redaktionelles und technisches Konzept bei ARD und ZDF. Hierbei wird eine mobile Regie mit Komponenten von WDR, SWR und der MPE zum Einsatz kommen. Die Planung und die personelle Betreuung werden durch den WDR realisiert. Des Weiteren sind zwei SNG-Fahrzeuge, jeweils ausgestattet mit zwei Kameras und zwei Schnittplätzen, im Einsatz, um an den verschiedenen Spielorten direkt vom Mannschaftshotel des DFB zu berichten. Alle Fahrzeuge und Produktionsmittel werden von ARD und ZDF gemeinsam genutzt.

Die ARD reist mit den Präsentations-Duos Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl sowie Reinhold Beckmann und Giovane Elber nach Brasilien, das ZDF tritt auf der Dachterrasse in Rio mit Oliver Welke und Oliver Kahn an. Zum Quartier der deutschen Mannschaft schickt die ARD Gerhard Delling, das ZDF Katrin Müller-Hohenstein.

Das ZDF beginnt die WM-Berichterstattung am 12. Juni mit der WM-Eröffnungsfeier und dem Auftaktspiel Brasilien - Kroatien, das Béla Réthy kommentieren wird. Das Finale ist am 13. Juli im Ersten zu sehen, als Live-Reporter ist dann Tom Bartels im Einsatz. Rund um die Uhr berichtet der ARD-Hörfunk aus Brasilien. Die Online-Angebote von ARD und ZDF begleiten die Fußball-WM erstmals mit Live-Streams aller Spiele, zusätzlichen Kamera-Perspektiven und multimedialem Mehrwert. (4/14)

 

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