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NDR 1 Radio MV setzt auf visuelles Radio
Visual Radio Studio von NDR 1 Radio MV
News: Radio

NDR 1 Radio MV setzt auf visuelles Radio

Die Entscheidung des NDR 1 Radio MV, auf visuelles Radio umzustellen, führte zu einem kompletten technologischen Upgrade. Ziel war der automatisierte Schnitt der Bilder auf Basis der Audiosignale. Blackmagic Design, CGI und DHD lieferten die Kernkomponenten für das Setup.

Von seinem Standort südlich der Ostseeküste versorgt der zum öffentlich-rechtlichen Norddeutschen Rundfunk gehörige Sender NDR 1 Radio MV das weite Gebiet von Polen im Osten bis Hamburg im Westen mit Nachrichten und Berichten von lokalem Interesse. Als Teil seiner Pläne, neue Wege zur Interaktion mit seinem Publikum zu finden, setzt der NDR 1 auf visuelles Radio. Eine Videolösung von Blackmagic Design ist das Herzstück dieses Umstiegs.

„Die Entscheidung, uns mit visuellem Radio breiter aufzustellen, führte zu einem kompletten technologischen Upgrade“, erklärte Hannes Lübcke, Ingenieur beim NDR 1. „Es musste für uns gewährleistet sein, unseren Moderatorinnen und Moderatoren die richtige Audio-Performance zu liefern und dabei zugleich den Kameras einen sauberen Look zu bieten. Gemeinsam mit Architekten gestalteten wir die Neuaufmachung der Studios und besprachen dabei Dinge wie Lautsprecher und Beleuchtung und wie das alles auf dem Kamerabild aussehen würde.“

Für den visuellen Aspekt des Projekts brauchte der NDR 1 eine Lösung, die sich nahtlos in die bestehende Radioinfrastruktur einfügen und den täglichen Arbeitsablauf der Moderatoren nicht behindern würde. 

„Wir wollten ein System bauen, das das Videobild automatisch auf den Ton folgen lassen würde, ohne den Moderatoren der Radiosendungen zusätzliche Aufgaben aufzubürden. Und möglichst transparent sollte es auch sein“, sagte Lübcke. „Weil der Raum nicht besonders groß ist, brauchten wir kleine Kameras. Und für einen Radiosender wie uns mussten die noch dazu leise sein. Trotzdem brauchten wir ein Qualitätsprodukt, um unsere Hörerschaft auf hohem Niveau zu versorgen.“

Das Team vom NDR 1 hatte sich von den Fernsehingenieuren der Sendeanstalt beraten lassen und landete so bei Blackmagic Design. „Bei Blackmagic Design konnten wir jede einzelne Komponente von dem einen Hersteller beziehen“, so Lübke weiter. „Alle Geräte arbeiten hervorragend miteinander und sind vernünftig bepreist.“

Technischer Aufbau der NDR 1 Radio MV Studios

Die in den beiden Studios beim NDR 1 installierte Lösung besteht aus jeweils vier Blackmagic Micro Studio Camera 4K und zwei weiteren mobilen Kameras sowie einem rackmontierten ATEM 2 M/E Production Studio 4K Live-Produktionsmischer. Flankiert wird dieser in einem der Studios von einer Smart Videohub 20x20, im anderen von einer Smart Videohub 40x40 Kreuzschiene. 

„Aus einer Kameraposition wird eine Totale des ganzen Studios aufgenommen, die übrigen drei dienen für Nahaufnahmen. Eine ist für den Moderator oder die Moderatorin, eine für den Co-Host und eine für den Gast“, erläuterte Lübcke. „Das Gehirn hinter dem System ist Viura, das Softwaretool für intelligente Kameraautomatisierung von CGI. Es arbeitet nativ mit dem ATEM Mischer und verwendet das Ember+ Protokoll. Das läuft auf unseren DHD-Audiokonsolen und steuert den gesamten Workflow automatisch von der Audiokonsole aus.“

Die Herausforderung für das Projekt bestand darin, dass der NDR 1 bei den Arbeitsabläufen nicht selbst Hand anlegen wollte. „Es ist ein kompliziertes Setup, weil wir auch das Tonmischpult einbeziehen mussten“, sagte Lübcke. „Der Produktionsmischer wird von externer Logik gesteuert, was bedeutet, dass er mit dem Video sofort auf den Sprechenden umschaltet. Genauso wie es ein Mensch tun würde. Er wendet Fuzzylogik an, um den Sprechenden zu erkennen und wieviel dieser spricht. So werden nicht jedes Mal dieselben Schnitte vorgenommen und es wirkt nicht allzu mechanisch.“

„Damit das automatische Tonmischen gut läuft, mussten wir viele verschiedene Protokolle auf ein gutes Funktionieren miteinander trimmen“, so Lübcke weiter. „Zur Seite stand uns dabei CGI, die Firma, die unsere Playout-Software entwickelt. Wir benutzten ein Touchpanel von DHD, dem Hersteller digitaler Audiokonsolen, von dem auch unser Mischpult stammt. Das Panel haben wir dann für das Projekt des visuellen Radios individualisiert.“ 

Lübcke zeigt sich, rückblickend auf die neue Infrastruktur, mit dem Endresultat höchst zufrieden. „Das System für visuelles Radio funktioniert prima. Unsere umgesetzte Lösung ist ebenso leistungsfähig wie geradlinig und stellt keine betriebliche Ablenkung für unsere Moderatoren und Moderatorinnen dar.“

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