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# AJA FS8 verbindet SDI und ST 2110 in 1RU
- URL: https://mebucom.de/technik/aja-fs8-verbindet-sdi-und-st-2110-in-1ru/
- Published: 2026-09-23T13:13:32.000Z
- Updated: 2026-09-23T13:13:38.000Z
- Description: AJA bündelt im neuen FS8 Frame Sync, Format- und HDR-Konvertierung sowie SDI/ST-2110-Verarbeitung in 1RU. Auf der IBC zeigte das Unternehmen, wie viel Processing und I/O sich damit in einem System zusammenziehen lassen.
- Author: Niklas Eckstein
- Tags: Medientechnologie, IBC 2026, AJA, Nick Rashby, #wp, #wp-post, #Import 2026-09-30 15:23

AJA zieht beim neuen FS8 mehrere Aufgaben zusammen, für die in hybriden Broadcast-Infrastrukturen sonst schnell mehrere Geräte im Rack landen. Der 1RU-Mediaprozessor verarbeitet SDI und SMPTE ST 2110, synchronisiert und konvertiert Videosignale und übernimmt zugleich Farb-, Audio- und Metadatenverarbeitung. Je nach Betriebsart stehen bis zu acht HD- oder vier UHD-Prozessorkanäle zur Verfügung.

„Wir nennen ihn einen SDI/IP Media Processor, weil er als IP-Video-Bridge arbeiten und gleichzeitig Farbverarbeitung, Audio, Delay, Testsignale und Region-of-Interest-Scaling übernehmen kann“, sagt AJA President Nick Rashby im Gespräch auf der IBC. Dichte sei dabei durchaus Teil der Produktentwicklung: Platz im Rack oder Ü-Wagen bleibe knapp, und weniger Höheneinheiten bedeuteten auch weniger Infrastruktur für Strom und Kühlung.

![AJA FS8](https://mebucom.de/content/images/wordpress/2026/09/fs_family_3600px_source1.jpg)

AJA bündelt im FS8 Frame Sync, Format- und HDR-Verarbeitung sowie SDI/ST-2110-Funktionen in 1RU. ©AJA

Für ST 2110 besitzt der FS8 vier SFP28-Cages für 10 oder 25 GbE. Die beiden Port-Paare unterstützen ST 2022-7-Redundanz; verarbeitet werden bis zu acht HD- oder vier UHD-ST-2110-20-Signale. Auf der SDI-Seite sind acht 12G-SDI-BNCs vorhanden, weitere acht SDI-I/Os lassen sich optional über SFPs ergänzen. Damit kann der FS8 sowohl rein mit SDI oder ST 2110 als auch als Übergang zwischen beiden Welten arbeiten.

![](https://mebucom.de/content/images/wordpress/2026/09/FS8_connections_lg.jpg)

Der AJA FS8 bietet acht 12G-SDI-BNCs, vier SFP28-Ports für 10/25-GbE und ST 2110 sowie zusätzliche SFP-Slots für SDI oder Fiber-I/O. ©AJA

## 459×448 Audiomatrix und neue Processing-Oberfläche

Auch beim Audio geht AJA deutlich über einen klassischen Frame Synchronizer hinaus. Neben Embedded SDI und ST 2110-30 unterstützt der FS8 erstmals innerhalb der FS-Familie Dante; MADI bleibt ebenfalls an Bord. Daraus entsteht eine 459×448-Mono-Audiomatrix. Pegel, Phase und Delay lassen sich kanalweise bearbeiten, Sample-Rate-Conversion ist ebenfalls integriert.

Die Web-Oberfläche wurde für den FS8 neu aufgebaut. Statt die Vielzahl der Funktionen über lange Parameterlisten zu verteilen, zeigt AJA den Signalweg eines Videoprozessors als Pipeline für Video, Audio und Ancillary Data. Einzelne Processing-Nodes lassen sich dort aktivieren und konfigurieren – vom Frame Sync und Video-Delay über Testgenerator, ROI-Scaling und Up/Down/Cross-Conversion bis zu Farbverarbeitung und 3D LUTs.

![AJA auf der IBC2026 in Amsterdam](https://mebucom.de/content/images/wordpress/2026/09/DSC02107.jpg)

AJA auf der IBC2026 in Amsterdam.

Beim Video-Delay sind bis zu 60 Frames in HD beziehungsweise 30 Frames in UHD möglich. Für HDR- und WCG-Verarbeitung können die einzelnen Video-Prozessoren unter anderem NBCU- und User-3D-LUTs verwenden; Colorfront Engine und BBC HLG LUTs sind als lizenzierbare Optionen vorgesehen.

Neu aufgesetzt wurden auch die Presets. Einstellungen lassen sich nicht nur für das gesamte System sichern, sondern granular etwa für einzelne Video- oder Audioprozessoren. Eine einmal konfigurierte SDR/HDR-Verarbeitung kann damit auf weitere Processing-Kanäle übertragen werden, ohne jeden Pfad erneut von Hand aufzubauen. Für Fehlersuche und Inbetriebnahme bietet der interne Testgenerator bewegte Testbilder und Text-Overlays, mit denen sich beispielsweise Quelle, Video-Prozessor oder IP-Adresse direkt im Testsignal kennzeichnen lassen.