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ATEM Mini Extreme setzt neue Maßstäbe
News: Technik

ATEM Mini Extreme setzt neue Maßstäbe

Blackmagic Design hat mit dem ATEM Mini Extreme einen neuen Bildmischer präsentiert. Dieses Mischermodell ist wesentlich umfangreicher als die vorherigen ATEM Mini Live-Produktionsmischer und somit der fortschrittlichste 1 M/E-Mischer des Herstellers. Angeboten wird der Mischer bereits ab unter 1000 Dollar.

Der neue ATEM Mini Extreme präsentiert sich in einem größeren Gehäuse als seine Namensvetter aus der ATEM Mini Serie und das hat gute Gründe. Ausgerüstet ist der Mischer jetzt mit acht Eingängen, vier ATEM Advanced Chroma Keyern, insgesamt sechs eigenständigen DVE, zwei Mediaplayern, zwei Downstream-Keyern, einem 16-fachen Multiviewer, zwei USB-Anschlüssen und mehreren HDMI-Aux-Ausgängen. Wem das nicht genug ist, der kann auf das ebenfalls erhältliche ATEM Mini Extreme ISO Modell zurückgreifen, das über dieselben leistungsstarken Features verfügt und zusätzlich alle acht Kamerasignale plus das Programm, also insgesamt 9 Streams, aufzeichnen kann. Die beiden neuen Modelle beinhalten eine broadcasttaugliche Streamingengine für Live-Streaming auf YouTube, Facebook, Twitter und anderen Plattformen.

Virtuelle Sets mit dem ATEM Mini Extreme

Grundsätzlich übernehmen die beiden der ATEM Mini Extreme Modelle alle Funktionen, die bereits aus dem ATEM Mini Pro beziehungsweise ATEM Mini ISO bekannt sind.
Besonders interessant in den neuen Mischermodellen sind allerdings die vier Upstream-Chromakeyer, die jetzt den Bau spannender virtueller Sets gestatten. Bei vier unabhängigen Chromakeyern hat man einen Keyer für jede Kamera und kann dementsprechend ein virtuelles Set für bis zu vier Kameras bauen. Mit dem ATEM Mini Extreme stehen acht Eingänge zur Verfügung: Vier für die Kameras und vier weitere zum Anschließen eines Computers und zum Rendern von Hintergründen für das virtuelle Set. Statt die Kameras zu bewegen, kann man virtuelle Sets auch mit fixen Kameras erstellen, indem man zuvor gerenderte Standbildhintergründe aus den Mediaplayern und dem Media Pool lädt. Mit Makros lassen sich Kameras umschalten und die passenden Hintergründe in die Mediaplayer laden. Alternativ kann man sogar eine DeckLink Quad HDMI und Live-Software für virtuelle Sets einsetzen.

ATEM Mini Extreme Topansicht
ATEM Mini Extreme Topansicht
ATEM Mini Extreme Rückansicht
ATEM Mini Extreme Rückansicht
ATEM Mini Extreme Frontansicht
ATEM Mini Extreme Frontansicht

SuperSource-Multilayer

Neben den beiden unabhängigen DVE-Prozessoren der ATEM Mini Extreme Modelle, sind die SuperSource-Multilayer-Prozessoren besonders spannend. Diese sind sonst nur von High-End-Mischern bekannt und bieten Anwendern vier weitere DVE-Ebenen sowie eine Hintergrundebene, die auf dem ATEM Mini Extreme alle als zusätzliche Eingabequellen angezeigt werden. Für SuperSoure-DVE kann jeder beliebige Videoeingang des ATEM Mini Extreme dienen. Über einen benutzerdefinierten Hintergrund im Media Pool werden dann alle Ebenen zusammengefügt. Wenn man den Effekt schon vor der Liveschaltung einrichtet, stehen für andere Aufgaben trotzdem noch beide Haupt-DVE zur Verfügung. Daher ist SuperSource bei Interviews mit mehreren Personen ideal für Bild-im-Bild-Anzeigen. Anwendern ist damit quasi ein zusätzlicher integrierter Multilayer-fähiger VFX-Mischer gegeben.

Mobile Datenverbindung

Brandneu ist zudem ein Softwareupdate für die ATEM Mini Pro und Extreme Modelle, das eine mobile Datenverbindungen mit Apple oder Android Handys über den USB-Port erlaubt. Zugleich lässt sich diese Funktion auch als Backup-Option zur Haupt-Ethernet-Verbindung einstellen. Das Tethering funktioniert mit den neuesten Mobiltelefonen für 5G-Geschwindigkeit sowie mit gängigen 4G-Handys. Der ATEM Mischer erkennt ein angeschlossenes Handy automatisch und greift auf seine Internetverbindung zu. Damit bleibt Anwendern das Ändern von Einstellungen erspart. Solange das Mobiltelefon verbunden ist, zieht es Strom vom USB-Port und wird vom Mischer aufgeladen.

„Die beiden neuen Modelle des ATEM Mini sind funktionstechnisch in kreativer Hinsicht eine enorme Steigerung. Sie sind unsere derzeit leistungsstärksten 1-M/E-Mischer“, so Grant Petty, CEO von Blackmagic Design. „Unsere ATEM Mini Benutzer reizen wirklich die Grenzen der Liveproduktion aus. Sie zeigen ganz neues, spannendes Innovationsvermögen und erdenken neue, noch nie dagewesene Workflows. Darum schien es uns wichtig, ein neues Modell des ATEM Mini zu bauen, dessen Features weit über die bisher verfügbaren hinausreichen. Damit können unsere Nutzer mit ihren neuen Workflows noch innovativer werden. Die neuen Modelle sind groß, leistungsstark und dennoch unglaublich erschwinglich.“

Funktionsmerkmale

  • Bedienfeldgesteuertes Kompaktdesign
  • Anschlussmöglichkeiten für bis zu acht Kameras oder Computer
  • Unterstützt Streaming per Ethernet oder über freigegebene Handys per USB
  • Unterstützt Remote-Streaming über die 5G- oder 4G-Mobilfunkverbindung von Handys
  • Zeichnet in H.264 auf USB-Laufwerke auf
  • Zwei Stereoaudioeingänge dienen dem Anschluss von Tisch- oder Ansteckmikrofonen
  • Automatische Normwandlung und Resynchronisierung an allen HDMI-Eingängen
  • Inklusive der kostenlosen ATEM Software Control Anwendung für Mac und Windows
  • Interner Medienspeicher für 20 RGBA-Grafiken für Titel, Eröffnungstafeln und Logos
  • Vier ATEM Advanced Chroma Keyer für Projekte mit Green- oder Bluescreens
  • Zwei unabhängige DVE plus SuperSource mit vier zusätzlichen DVE
  • 16-facher Multiviewer fürs Monitoring aller Kameras sowie des Aufzeichnungs- und Streamingstatus

Verfügbarkeit und Preis

Der ATEM Mini Extreme ist bereits jetzt für 995 USD erhältlich. Beim ATEM Mini Extreme ISO läuft die Produktion nach Aussage von Blackmagic Design gerade an. Der Mischer soll in naher Zukunft für rund 1295 USD erhältlich sein. 

 

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