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Brasilianischer Sender setzt auf Lawo-Routing-Technik
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Brasilianischer Sender setzt auf Lawo-Routing-Technik

Rádio Itatiaia, ein brasilianischer Rundfunksender mit 52 Stationen, nutzt seit kurzem ein maßgeschneidertes Lawo-Routing-System. Das Setup aus Power Core Mixing Engines, Nova17 Routing Frames und Lawo VisTool Unlimited-Touchscreens für die Steuerung erlaubt ihm, vom Hauptsitz in Belo Horizonte aus Schalt-, Produktions- und Sendeprozesse zu steuern.

Das System wurde von Lawos Partner in Brasilien, dem Systemhaus Rádio Partes, installiert. Die Planungen zu diesem Projekt begannen 2018. Sie hatten zum Ziel, das gesamte System zukunftssicher auszubauen. Rádio Itatiaia wünschte daher, die digitale Kreuzschiene durch ein natives AES67-System zu ersetzen, das mit AoIP-Lösungen verschiedener Hersteller arbeiten und problemlos erweitert werden kann. Außerdem sollten künftig auch DSP-Ressourcen bereitstehen, um Audiosignale direkt an der Quelle zu bearbeiten. Als Anbieter von Netzwerkinhalten wollte der Sender zudem auf Nummer sicher gehen und eine auf allen Ebenen redundante Betriebsstruktur aufbauen.

Der Vizepräsident von Rádio Itatiaia, Cláudio Carneiro, erklärt: „Der Hersteller unserer derzeitigen Mischpulte bietet weder spezielle Routing-Hardware noch ein System an, mit dem wir unsere Ziele hätten erreichen können. Lawo dagegen verfügt über ein enormes Fachwissen und Know-how bei Kreuzschienen. Beim Vergleich mit Systemen anderer Anbieter erwiesen sich die Lawo-Systeme als ausgereifter und standen uns auch direkt zur Verfügung.“

Alle Radioprodukte von Lawo nutzen das AES67-kompatible RAVENNA Netzwerkprotokoll, so dass es ein Leichtes war, Itatiaiaias Palette an AoIP-, analogen und digitalen Audioquellen zu integrieren. Herz des redundanten Routingsystems sind zwei Lawo Power Core-Engines, die jeweils über zwei redundant betriebene Masterkarten mit einem Nova17 Router vernetzt sind. Die beiden Masterkarten sind wiederum über gespiegelte MADI-Backbones angebunden, so dass im unwahrscheinlichen Falle eines Ausfalls automatisch vom Primär- auf das Sekundärsystem umgeschaltet wird.

Ebenso ist die Steuerung redundant aufgebaut: Die Techniker können das System sowohl über im Rack montierte KSC-Tastaturen wie auch über Touchscreen-PCs mit Lawos grafischer VisTool-Software steuern. Auch die Stromversorgung der Hardware ist redundant ausgelegt, so dass das System praktisch unverwundbar ist. Ein PTP-Grandmaster synchronisiert das Gesamtsystem, eine Lawo A__mic8-Einheit liefert die Backup-Taktung.

Gesteuert wird das Routing von einem zentralen Kontrollraum aus, in dessen Racks die Routing-Cores montiert sind. Der angrenzende Bedienplatz mit einem kompakten Mischpult wird flankiert von Monitorbildschirmen, den Router-Tastaturen und einem Touchscreen für die Bedienung von VisTool. Ferner wählen die Techniker hier die Feeds für die „Rede Itatiaia“-Partnerstationen aus, bearbeiten per DSP-Processing die Audioquellsignale, bereiten benutzerdefinierte Monitor-Feeds für Sendestudios vor und steuern die Codecs, die für Fernübertragungen und die Sportberichterstattung benötigt werden.

„Was Lawo den Auftrag einbrachte, war die konsequente Verwendung von Spitzentechnologie“, bringt es Carlos Ávila Pereira von Rádio Partes auf den Punkt. „Das Hauptziel von Itatiaia war, völlig unabhängig von einem einzigen Hersteller oder System zu sein. Da die meisten Hersteller inzwischen AES67 ‚sprechen‘, hat Itatiaia jetzt die Möglichkeit, die vernetzten Mischpulte und das Lawo-Routingnetzwerk im Havariefall als Backup für den ausgefallenen Bereich nutzen.“

„Es gibt mehrere Faktoren, die dieses Projekt wirklich einzigartig machen“, so Cláudio Carneiro. „Die Möglichkeit, unsere bestehenden AoIP-Mischpulte mit Dante-Geräten über RAVENNA/AES67 zu verwenden, ist beispiellos. Andere Punkte, die uns überzeugt haben, waren die Möglichkeit, das System sowohl über Touchscreens als auch über dedizierte Tastenfelder zu bedienen sowie die vollständige Redundanz des Systems.“

„Das Routersystem von Lawo ist enorm flexibel und bietet Funktionen, die sich für ganz unterschiedliche Aufgaben eignen“, fährt er fort. „Die Steuerungs- und Bediensoftware VisTool ist vielseitig konfigurierbar, was es uns ermöglicht, jederzeit auf dem Stand der Technik zu bleiben und Updates zu entwickeln, um zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Unser System ist erstaunlich flexibel und exakt auf unsere technischen und betrieblichen Anforderungen zugeschnitten.“

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