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# Bridge Technologies integriert Blackmagic IP10 in den VB440
- URL: https://mebucom.de/technik/bridge-technologies-integriert-blackmagic-ip10-in-den-vb440/
- Published: 2026-08-31T07:57:40.000Z
- Updated: 2026-08-31T07:57:46.000Z
- Description: Bridge Technologies unterstützt mit seinem Waveform-Monitor VB440 künftig den IP10-Codec von Blackmagic Design. Damit lassen sich IP10-codierte ST-2110-Signale auch in 10GbE-Infrastrukturen mit den Monitoring-Werkzeugen des VB440 analysieren.
- Author: Niklas Eckstein
- Tags: Medientechnologie, IBC 2026, Blackmagic Design, Bridge Technologies, #wp, #wp-post, #Import 2026-09-15 19:06

Bridge Technologies erweitert seinen Waveform-Monitor VB440 um Unterstützung für den IP10-Codec von Blackmagic Design. Die Integration wird auf der IBC 2026 in Amsterdam gezeigt. Besucher können das IP10-Monitoring sowohl bei Bridge Technologies in Halle 1, Stand A71, als auch im Umfeld des Blackmagic-Auftritts sehen.

Blackmagic hat IP10 als leichtgewichtigen Codec für ST-2110-Umgebungen entwickelt. Ziel ist es, Ultra-HD-Signale mit hohen Bildraten über 10-Gigabit-Ethernet zu transportieren. IP10 unterstützt 10 Bit, 4:2:2-Farbabtastung und überträgt 2160p59.94/60-Video einschließlich Audio über eine 10GbE-Infrastruktur. Der Codec ist dabei lizenzfrei und offen ausgelegt.

Damit adressiert IP10 insbesondere Installationen, bei denen für die IP-Produktion keine Netzwerkinfrastruktur mit 25GbE oder höheren Bandbreiten zur Verfügung steht. Als Einsatzfelder nennt Bridge unter anderem Ü-Wagen, Remote-Produktionsumgebungen und kleinere Produktionsstätten.

## Monitoring von IP10-Streams im VB440

Der VB440 selbst verfügt über zwei 200GbE-Schnittstellen und kann unkomprimierte ST-2110-Streams mit entsprechend hohen Datenraten verarbeiten. Durch die IP10-Unterstützung lässt sich das System nun auch für die Überwachung entsprechend codierter Streams in Netzwerken mit geringerer Bandbreite einsetzen.

Die bestehenden Analyse- und Produktionswerkzeuge des VB440 stehen dabei auch für IP10-basierte Workflows zur Verfügung. Dazu gehören Waveform, Vektorskop und Histogramm, HDR-Monitoring mit SDR-Vorschau sowie Werkzeuge für Farbmetrik und die Kontrolle von Audio-, Video- und Ancillary-Synchronisation.

Für Audio-Workflows unterstützt der VB440 64 Kanäle pro Flow und eine unbegrenzte Zahl von Flows. Hinzu kommen unter anderem LUFS- und Gonio-Meter, Dolby-Atmos-Monitoring, das Abhören einzelner Kanäle und Stereo-Downmixes.

Auf Netzwerkebene bietet das System unter anderem Packet Capture, PTP-Timing-Analyse, Monitoring der ST-2022-7-Redundanz, Signalgenerierung und Event-Logging. Über die Canvas-Oberfläche lassen sich individuelle Arbeitsbereiche aus Scopes, Audioanzeigen und Videovorschauen zusammenstellen. Der Zugriff erfolgt dann über HTML5-Browser und ist für bis zu acht Nutzer gleichzeitig möglich.

## IP10-Integration als Zeichen für offene Workflows

Für Bridge ist die Codec-Unterstützung vor allem eine Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten des VB440 in unterschiedlich dimensionierten ST-2110-Netzwerken. „Bei der Unterstützung von IP10 geht es nicht darum, sich für eine Seite zu entscheiden. Es geht darum sicherzustellen, dass der VB440 Broadcaster auf ihrem Weg zur IP-Produktion begleiten kann – unabhängig davon, wie weit sie dabei bereits sind“, erklärt Bridge-Technologies-Chairman Simen Frostad.

Bridge Technologies und Blackmagic Design wollen die Integration auf der IBC 2026 auch gegenseitig demonstrieren: Auf dem Bridge-Stand wird IP10-Monitoring gezeigt, während auf dem Blackmagic-Stand Technik von Bridge Technologies zum Einsatz kommen soll.