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# EVS Neuron 4X vervierfacht die Processing-Kapazität
- URL: https://mebucom.de/technik/evs-neuron-4x-vervierfacht-die-processing-kapazitaet/
- Published: 2026-09-03T12:51:58.000Z
- Updated: 2026-09-03T12:52:06.000Z
- Description: Mit Neuron 4X erhöht EVS die Processing-Kapazität auf das Vierfache. Die neue Plattform richtet sich an UHD- und IP-Produktionen mit hohen Stream-Zahlen und bringt native 400-Gb/s-Konnektivität mit.
- Author: Niklas Eckstein
- Tags: Medientechnologie, IBC 2026, EVS, #wp, #wp-post, #Import 2026-09-15 19:06

Viermal so viel Processing, aber kein größeres Gehäuse: Mit Neuron 4X erhöht EVS die Kapazität seiner softwaredefinierten Media-Processing-Plattform deutlich. Das System arbeitet mit nativer 400-Gb/s-Anbindung und zielt vor allem auf IP-Infrastrukturen mit vielen UHD-Signalen und hoher Processing-Dichte.

EVS positioniert Neuron 4X dabei nicht als Ablösung der bisherigen Neuron-Plattform. Die bestehende Generation mit 100-Gb/s-Anbindung bleibt im Portfolio und soll weiterhin Produktions- und Infrastrukturaufgaben mit geringeren Anforderungen abdecken. Neuron 4X ist für Installationen gedacht, in denen höhere Stream-Zahlen und größere Bandbreiten den Ausschlag geben.

## Vierfache Leistung im bisherigen Neuron-Formfaktor

EVS Neuron 4X erreicht, wie der Name schon verrät, die vierfache Processing-Kapazität der bisherigen Neuron-Generation. Die neue Plattform arbeitet dabei deutlich effizienter: Der Stromverbrauch soll auf weniger als das Doppelte steigen.

Technisch kombiniert EVS weiterhin FPGA-basiertes Processing mit einer softwaredefinierten Anwendungsarchitektur. Damit lassen sich zusätzliche Processing-Funktionen als Software auf derselben Hardware-Plattform bereitstellen.

Peter Schut, SVP Processing, Media Infrastructure Solutions bei EVS, sieht darin den entscheidenden Unterschied zu einer ausschließlich fest verdrahteten Infrastruktur. „Neue Anwendungen und Processing-Funktionen lassen sich per Software ergänzen, während die deterministische Verarbeitung der FPGA-Plattform erhalten bleibt“, sagt Schut.

## Bridge 4X startet mit UHD-IP-Gateway

Als erste Anwendung läuft Bridge 4X auf der neuen Plattform. EVS beschreibt sie als IP-Gateway für groß dimensionierte UHD-Workflows. Danach soll View 4X folgen. Die Multiviewer-Anwendung soll gegenüber der bisherigen Variante die vierfache Kanalzahl verarbeiten.

Weitere Anwendungen will EVS nach und nach auf Neuron 4X bringen. Damit folgt das Unternehmen dem bisherigen Neuron-Prinzip: Die Hardware stellt die Processing-Ressourcen bereit, während unterschiedliche Aufgaben über Software definiert werden.

Oscar Teran, EVP Markets & Solutions bei EVS, verweist dabei auf einen Engpass, der mit wachsenden IP-Infrastrukturen deutlicher werde: „Nach der Umstellung vieler Live-Produktionsumgebungen auf IP geht es nun darum, steigende Stream-Zahlen, UHD und zentralisierte Produktionsmodelle ohne entsprechend stark wachsenden Infrastrukturbedarf zu bewältigen.“

EVS zeigt Neuron 4X und Bridge 4X auf der IBC 2026 in Amsterdam am Stand 7.B11\. Einen Termin für die kommerzielle Verfügbarkeit oder Preise nennt das Unternehmen bislang nicht.