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F3-Premiere in München
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F3-Premiere in München

Sony Professional hat am 17. November 2010 auf einer Pressekonferenz in München ein erstes Vorserienmodell des neuen 35mm Camcorders PMW-F3 präsentiert. Er soll im Januar 2011 auf den Markt kommen und eine kostengünstige Alternative zu Sony F35 und der kürzlich angekündigten Sony SRW-9000 PL bieten.

Sony hat den neuen Camcorder für Fernsehen, Werbefilme, Musik-Promos und Low-Budget-Spielfilme konzipiert. Experten sind sich einig, dass er auf Grund seines ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnisses beste Voraussetzungen mitbringt, ein echter Verkaufsschlager zu werden. Die PMW-F3 kommt in zwei Konfigurationen auf den Markt: Als PMW-F3L (nur Kamera ohne Zubehör) und PMW-F3K (mit PL-Objektiv-Kit). Die unverbindlichen Preisempfehlungen des Herstellers liegen bei 14.500,00 Euro (netto) für die PMW-F3L und 20.700,00 Euro (netto) für die PMW-F3K.

„Bereits auf der IBC hatten wir den Prototyp der PMW-F3 vorgestellt – seitdem können wir uns vor Anfragen nach weiteren Informationen kaum noch retten. Wir freuen uns, jetzt alle Funktionen und Leistungsmerkmale bekannt geben zu können und die ersten Auslieferungen viel früher anzusetzen, als es viele unserer Kunden vermutlich erwartet haben”, berichtet Sebastian Leske, Product Specialist Entry Level Production DACH bei Sony Professional (Foto rechts).

Begeistert von dem neuen Camcorder zeigte sich auch Kameramann Volker Tittel. Er konnte die Kamera einen Tag lang in München testen und lobte die niedrigen Rauschwerte, die hohe Empfindlichkeit und die kreativen Möglichkeiten der Tiefenschärfe.

Die Qualität der Kamera wurde in München auch an Hand des Kurzfilmes "Convergence" gezeigt, den DoP Steve Lawes und Regisseur Martin Scanian erst kürzlich in England gedreht hatten.

Sony PMW-F3
Peter Sykes (li.) und Sebastian Leske
Kameramann Volker Tittel
Sebastian Leske, Sony Product Specialist


Der neue Camcorder basiert auf dem XDCAM EX-Workflow von Sony (Codec: MPEG-2 Long GOP 4:2:0 8bit, 35 Mb/s) und verwendet das Sony SxS-ExpressCard-basierte Speichermedienformat. Der Super 35mm-CMOS-Sensor liefert einen breiten Dynamikbereich sowie eine geringe Tiefenschärfe mit hoher Empfindlichkeit und niedrigem Rauschen (ISO 800, F11; Signalrauschabstand von 63 dB im 1920 x 1080/59.94i-Modus).

Die PMW-F3 bietet zahlreiche Optionen für die Bilderfassung. Aufnahmen können nahtlos in die der Sony-Kameras F35 oder SRW-9000PL integriert werden. Dies erfolgt durch die Verwendung eines HD-SDI Dual-Link-Ausgangs für externe Aufzeichnungen (standardmäßig 4:2:2 1080 50/59.94P und optional RGB 1080 23.98/25/29.97PsF).

Zudem kann auch S-LOG und Hyper Gamma ausgewählt werden. Damit können Anwender den weiten Dynamikbereich des CMOS-Sensors voll ausschöpfen und die Aufnahmen in der Postproduktion wie bei einem filmbasierten Workflow anpassen. Die Aufnahmeformate sind unter anderem 1920 x 1080, 1440 x 1080 und 1280 x 720 bei 23.98/25/29.97p, 50/59.94i und im DVCAM-Modus 25/29.97PsF und 50/59.94i. Overcranking und Undercranking von 1 bis 30 Bilder/s bei 1920 x 1080 (17 bis 30 Bilder/s im Dual-Link-Modus) und 1 bis 60 Bilder/s bei 1280 x 720 (17 bis 60 Bilder/s im Dual-Link-Modus) ist ebenfalls möglich.

Mit dem PL-Mount-Adapter der PMW-F3 haben Anwender die Möglichkeit, sowohl PL- als auch Zoom-Objektive zahlreicher Hersteller wie Cooke, Arri, Fujinon und Zeiss zu verwenden.

Peter Sykes, Strategic Marketing Manager des Bereichs Digital Cinematography von Sony Professional (Foto links): "Wir haben in die F3 viele Technologien eingebaut, die ursprünglich für die High-end-Cinematography-Kameras entwickelt worden sind.
Von der Funktionalität her sei der Camcorder allerdings so aufgebaut worden wie Sonys PMW EX-Modelle. Für Kameramann Tittel war das bei seinen Testdrehs sehr hilfreich. "Ich bin sofort mit dem Camcorder klar gekommen und brauchte nicht lange nach den richtigen Bedienknöpfen zu suchen", sagte er. Tittel wies darauf hin, dass die Vielzahl der unterschiedlichen Kameratypen, mit denen heute ein Kameramann zu tun hat, oftmals Bedienprobleme verursacht. "Schulungsmaßnahmen, um alle Kameras bis ins tiefste Detail zu kennen, sind zeit- und kostenintensiv", beklagte er. Tittel lobte deshalb die einfache Bedienbarkeit der F3.

Sony plant indes auch, einen kompatiblen, tragbaren SR-Memory-Recorder für die PMW-F3 einzuführen. Hierdurch wird ein High-End-Workflow sowie RGB-Aufzeichnung bei voller Bandbreite durch native Aufzeichnung im HDCAM SR-Codec ermöglicht.
(11/10)

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