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# Grass Valley zeigt MXL-Workflows auf der IBC 2026
- URL: https://mebucom.de/technik/grass-valley-zeigt-mxl-workflows-auf-der-ibc-2026/
- Published: 2026-08-14T12:31:00.000Z
- Updated: 2026-08-18T14:16:51.000Z
- Description: Grass Valley baut seinen IBC-Stand als durchgängige Produktionsumgebung von der Kamera bis zum Playout auf. Dabei treffen LDX-Kameras, SDI und SMPTE ST 2110 auf MXL-native Anwendungen in AMPP. Neu dabei sind der ACE-3901-GRID als Gateway sowie die native Unterstützung von MXL v1.1 in AMPP.
- Author: Niklas Eckstein
- Tags: Medientechnologie, IBC 2026, grass valley, #wp, #wp-post, #Import 2026-08-20 12:19

SDI, SMPTE ST 2110 und MXL übernehmen bei Grass Valley auf der IBC 2026 klar abgegrenzte Aufgaben innerhalb eines gemeinsamen Produktionsworkflows. Während SDI und ST 2110 weiterhin die Echtzeit-Infrastruktur für Geräte und Produktionssysteme bilden, soll der Media eXchange Layer (MXL) den Austausch von Medien zwischen Software-Anwendungen innerhalb der Compute-Umgebung vereinheitlichen.

Grass Valley setzt damit Prinzipien der Dynamic Media Facility (DMF) in einer durchgängigen Demo vom Kamerasignal bis zur Distribution um. Der Hersteller beteiligt sich an der JT-DMF-Initiative und will die daraus entstehenden offenen Standards schrittweise in seine AMPP-Plattform übernehmen.

Auf dem IBC-Stand verbindet Grass Valley dafür seine Hardware mit AMPP-OS-basierten Anwendungen und Systemen von Partnern. Zum Hardware-Setup gehören LDX-Kameras, der aktuelle Altair-Router sowie das neue MXL-Gateway ACE-3901-GRID.

## ACE-3901-GRID verbindet bestehende Infrastruktur mit MXL

Eine wichtige Schnittstelle zwischen den Welten übernimmt ACE-3901-GRID. Das Gateway verbindet bestehende SDI- und SMPTE-ST-2110-Infrastrukturen mit softwaredefinierten Workflows. AMPP stellt auf der anderen Seite Orchestrierung, Media Fabric und skalierbare Compute-Ressourcen für Anwendungen in On-Premises-, Edge- und Cloud-Umgebungen bereit.

Grass Valley verfolgt dabei ausdrücklich einen hybriden Ansatz. Dedizierte Produktionshardware soll für zeitkritische Live-Aufgaben im Einsatz bleiben, während softwarebasierte Anwendungen dort hinzukommen, wo flexible oder skalierbare Verarbeitung benötigt wird.

„Die IBC bietet uns die nächste Gelegenheit, die native MXL-Integration über unser Produktionsportfolio hinweg im Betrieb zu demonstrieren“, sagt Grass-Valley-CEO Jon Wilson. „Die Besucher werden sehen, wie Infrastruktur, Live-Produktion, Content Management und Playout über AMPP mit einem offenen Medienaustausch zwischen den Technologien zusammenspielen, die unsere Kunden bereits täglich einsetzen.“

![Jon Wilson, CEO Grass Valley](https://mebucom.de/content/images/wordpress/2026/06/DSC08856.jpg)

Jon Wilson, CEO von Grass Valley

MXL soll Software-Anwendungen dabei einen gemeinsamen Mechanismus für den Zugriff auf und Austausch von Medien geben. Timing, Identität und Kontext der Signale sollen beim Übergang zwischen Anwendungen erhalten bleiben, anstatt für einzelne Anwendungen jeweils eigene Transport-, Konvertierungs- und Integrationswege aufzubauen.

## AMPP unterstützt MXL v1.1 und NMOS

Auf der IBC demonstriert Grass Valley zudem die native Unterstützung von MXL v1.1 in AMPP. Hinzu kommen aktuelle NMOS-Implementierungen für Discovery und Steuerung von MXL-Flows.

Die Demonstration reicht von Acquisition und Ingest über Media Processing und Monitoring bis zu Live-Produktion, Content Management und Playout. Grass-Valley-Mischer sollen dabei ihre bekannten Bedienoberflächen sowohl für Hardware als auch für softwaredefinierte Produktionsumgebungen nutzbar machen.

Auch Drittanbieter werden in die Produktionsumgebung eingebunden. Grass Valley nennt Calrec, Lawo, Haivision, TVU Networks und Zoom als beteiligte Technologiepartner. Damit soll der Stand nicht nur das Zusammenspiel der eigenen Produkte, sondern Multi-Vendor-Workflows auf Basis der offenen Schnittstellen demonstrieren.

Ebenfalls geplant ist eine Reverse-REMI-Produktion. Gemeinsam mit [DMC Production und Broadcast Solutions zeigt Grass Valley dabei die Remote-Bedienung eines softwaredefinierten Ü-Wagens](https://mebucom.de/technik/reverse-remote-wie-dmc-production-das-ob-truck-konzept-neu-erfindet/).

„Die Technologien hinter Unified Media Operations werden bereits heute bei Kunden in der Live-Produktion eingesetzt“, sagt Wilson. „Auf der IBC wollen wir zeigen, wie dieses hybride Ökosystem Medienunternehmen ermöglicht, ihre bestehende Infrastruktur weiter zu nutzen und gleichzeitig softwaredefinierte Workflows einzuführen, die ihnen bei veränderten betrieblichen Anforderungen mehr Flexibilität geben.“

Grass Valley zeigt die Produktionsumgebung vom 11\. bis 14\. September 2026 auf der IBC im RAI Amsterdam an Stand 9.A01.