Neuer M2 Ultra Chip, Mac Studio und Mac Pro vorgestellt

Apple hat mit dem M2 Ultra sein bisher leistungsfähigstes System-on-a-Chip (SoC) vorgestellt. Durch ein spezielles Verfahren werden zwei M2 Max miteinander verbunden und ermöglichen eine Leistungssteigerung von 20 Prozent gegenüber dem Vorgänger M1 Ultra. Die ebenfalls neu vorgestellten Mac Studio und Mac Pro basieren auf der neuen Plattform.

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M2 Ultra, Mac Pro, Mac Studio
Der M2 Ultra wird künftig die beiden Computer Mac Studio und Mac Pro antreiben ©Apple

Apple hat die Einführung des M2 Ultra angekündigt, eines neuen System-on-a-Chip (SoC), der dem Mac einen erheblichen Leistungsschub verleiht und die M2 Produktfamilie vervollständigt. Der M2 Ultra ist der größte und leistungsstärkste Chip, den Apple bisher entwickelt hat. Der M2 Ultra wird mit der 5-Nanometer-Fertigungstechnologie der zweiten Generation hergestellt und nutzt Apples UltraFusion-Technologie, um zwei M2 Max Chips zu verbinden und so die Leistung zu verdoppeln. Der M2 Ultra verfügt über 134 Milliarden Transistoren – 20 Milliarden mehr als der M1 Ultra. Seine Shared-Memory-Architektur unterstützt eine Speicherkapazität von bis zu 192 GB – 50 Prozent mehr als beim M1 Ultra – und eine Speicherbandbreite von 800 GB/s – doppelt so viel wie beim M2 Max. Der M2 Ultra verfügt über eine leistungsfähigere CPU, die laut Apple um 20 Prozent schneller ist als die des M1 Ultra. Die GPU ist laut Apple bis zu 30 Prozent schneller, die Neural Engine sogar bis zu 40 Prozent. Außerdem verfügt er über eine Media Engine, die doppelt so leistungsfähig ist wie die des M2 Max und eine verbesserte ProRes Beschleunigung bietet. 

UltraFusion Technologie

Die UltraFusion Architektur von Apple nutzt einen Silizium-Interposer, der zwei M2 Max Wafer zum M2 Ultra verbindet. ©Apple

Der M2 Ultra besteht aus zwei M2 Max Chips, die durch Apples Packaging-Technologie UltraFusion verbunden sind. UltraFusion verwendet einen Silizium-Interposer, der über 10.000 Signale nutzt, um eine Verbindung zwischen den Chips herzustellen. Dadurch soll eine Bandbreite von mehr als 2,5 TB/s bei geringer Latenz zwischen den Prozessoren erreicht werden.

Dank der UltraFusion-Architektur wird der M2 Ultra von der Software als ein einziger Chip erkannt. Dadurch ist es nicht notwendig, den Programmcode zu ändern, um die enorme Leistung des M2 Ultra zu nutzen.

Leistung und Energieeffizienz

Die 76-Core GPU bringt bis zu 30 Prozent mehr Performance als die bereits unglaublich leistungsstarke GPU des M1 Ultra.©Apple

Die CPU des M2 Ultra verfügt über 24 Kerne, davon 16 Hochleistungskerne der nächsten Generation und 8 Hochleistungskerne. Diese sorgen für eine bis zu 20 Prozent schnellere Leistung im Vergleich zum M1 Ultra. Bei der Farbkorrektur mit DaVinci Resolve soll die Videoverarbeitung auf dem Mac Studio mit M2 Ultra um bis zu 50 Prozent schneller sein als auf dem Mac Studio mit M1 Ultra.

Der Grafikprozessor kann mit 60 oder 76 Kernen der nächsten Generation konfiguriert werden. Das bedeutet bis zu zwölf zusätzliche Kerne und eine Leistungssteigerung von bis zu 30 Prozent im Vergleich zur bereits leistungsstarken GPU des M1 Ultra. Auf einem Mac Studio mit M2 Ultra soll das Rendern von 3D-Effekten mit Octane laut Apple bis zu dreimal schneller sein als auf einem Mac Studio mit M1 Ultra.