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News: Technik

Problemloser Umstieg auf HD

In Berlin nimmt Mitte März der neue Spartensender TIER-TV seinen Sendebetrieb auf. Täglich werden 18 Stunden Programm ausgestrahlt. Veranstalter United Screen Entertainment setzt dabei auf die Sendeautomation MasterPlay von Videosupport Reuter. Das System ist bereits für den HDTV-Betrieb vorbereitet.

Seit dem 4. Dezember 2006 sendet der neue Spartensender TIER.TV vom Vickinger Ufer 7 in Berlin aus über einen digitalen Astra-Transponder eine zweieinhalbstündige Programmvorschau (ASTRA 1H, Transponder: 87, Polarisation: horizontal, Downlinkfrequenz: 12.148,50 MHz, Symbolrate: 27.5MSymb/s, FEC: 3/4, Position: 19,2° Ost). Ab Mitte März soll der offizielle Regelbetrieb beginnen. Veranstalter ist United Screen Entertainment mit den beiden Geschäftsführenden Gesellschaftern Simone Debour und Carl A. Claußen. Als Gesellschafter mit im Boot sind der ehemalige RTL2-Chef Josef Andorfer sowie weitere Investoren.

Das Programm von TIER.TV soll zu 95 Prozent aus eigenen Produktionen bestehen und sich schwerpunktmäßig mit Haustieren, Nutztieren und heimischen Wildtieren befassen. Geschäftsführerin Debour sieht Potenzial für den Spartensender bei Zuschauern und Werbekunden. „Eine Marktanalyse hat ergeben, dass allein der Haustiermarkt in Deutschland doppelt so groß ist wie der Musikmarkt. Jeder zweite Haushalt hat hierzulande ein Haustier“, erklärt sie.
Bei der Produktion kooperiert United Screen Entertainment mit dem Berliner Dienstleister für Produktion und Postproduktion TV United. Das Unternehmen hat Anfang 2007 HDTV-Camcorder vom Typ Sony HDW-750PC mit HD-Tele- und HD-Weitwinkelzoomobjektiven und HD-LCD-Monitoren erworben. Laut Debour werden für TIER.TV bereits erste Programme in HD produziert. Auch bei der Ausstrahlung will man später auf HD umschwenken. Darüber hinaus soll der Internet-Auftritt optimiert und als Konvergenz-Angebot zum TV-Programm ausgebaut werden.
Zentrale technische Komponente des TIER.TV-Studios in Berlin ist die Sendeautomation MasterPlay von Videosupport Reuter. „Wir haben dort ein voll redundantes MasterPlay-System mit zwei Sendeservern installiert“, berichtet Geschäftsführer Christian N. Reuter. Damit verbunden sind ein 8-Terrabyte NAS-Speichersystem von MasterPlay sowie zwei Capture-Systeme für Loop, Playback, Life-Aufnahmen und Timeshifting. „Außerdem haben wir an das MasterPlay-System erstmals einen Havana-Titel- und Grafik-Generator von der Firma Pace Media – www.pacemedia.de – angebunden. Der bietet sehr viele grafische Möglichkeiten und lässt sich einfach über ein entsprechendes Skripting ansteuern“, sagt Reuter.

TIER.TV habe sich für MasterPlay entschieden, weil man ein offenes System ohne proprietäre Standards haben wollte, das die problemlose Integration anderer Systeme wie zum Beispiel die schon vorhandenen Avid Xpress-Systeme erlaube.
Bei der TIER.TV-Installation werden die in Avid Xpress erzeugten, als Elementary-Streams abgelegten MPEG 2-Dateien auf einen Background-Renderer geschoben. Dieser ebenfalls von Reuter stammende Rechner stellt einen Watchfolder zur Verfügung. Alle Dateien, die dort abgelegt werden, werden automatisch im Hintergrund in das Hausformat umgerechnet und sind schon während der Konvertierungsphase in der Automation verfügbar.

Technische Infrastruktur bleibt
„Wichtig für TIER.TV war, sich die Option für einen nahtlosen Umstieg auf HD offen zu halten“, meint Reuter. Das sei jetzt problemlos möglich. „Wenn wir dort HD realisieren, brauchen wir nur einen Update für HD-Playback zu machen. Die technische Infrastruktur bleibt die gleiche“, sagt er.
Auch auf die reibungslose Einbindung der Automation in die Live-Situation habe TIER.TV viel Wert gelegt. „Man wird voraussichtlich drei bis vier Stunden pro Tag live senden. Dort werden wir die Möglichkeit haben, mit unseren Breaklisten aus der Live-Situation heraus einzelne Beiträge direkt von der Festplatte gleich zur Sendung hinzufügen.“
Reuter Videosupport zeichnet neuerdings übrigens auch exklusiv für den Vertrieb der Main Concept-Hardware verantwortlich. Dabei handelt es sich hauptsächlich um die von Main Concept selbst entwickelten MPEG 4/H.264 ProjectOne-Encoder (MCP512SD) und -Decoder. In einem ersten Großprojekt konnte Reuter Videosupport neben einigen Encodern bereits 2.000 ProjectOne-Decoder verkaufen.
Eckhard Eckstein (MB 03/07)




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