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Qvest Media realisiert Schweizer Streaming-Sender Blick TV
News: Technik

Qvest Media realisiert Schweizer Streaming-Sender Blick TV

Die zum Medienunternehmen Ringier gehörende Schweizer Tageszeitung BLICK ist ins Bewegtbildgeschäft eingestiegen und hat im Februar 2020 mit Blick TV (täglich von 6.00 Uhr bis 23.00 Uhr) einen Online-Streaming-News-Sender gestartet. Für die technische Planung und Integration war Qvest Media als Generalunternehmen zuständig.

Der Kölner Systemarchitekt konnte das Projekt mit zwei neuen Studios innerhalb eines ambitionierten Zeitplans realisieren. Vorgabe war, dass die technischen Abläufe der an eine Streaming-Plattform angebunden Blick TV Studios schnell, schlank und automatisiert sein sollten. Tatsächlich werden dort nur zwei Personen benötigt, um nach maximal drei Minuten Vorlauf mit Eilmeldungen live auf Sendung gehen zu können. Eine wichtige Voraussetzung und Herzstück für diesen effizienten Workflow ist das moderne Produktionssystem. Die vollintegrierte Lösung vereint Newsroom, MAM, Studioautomation sowie Playout in einer Software-Applikation und ermöglicht es, Videoclips von verlagseigenen Medien und dem angeschlossenen Digitalarchiv sowie von Nachrichtenagenturen zu aggregieren, kuratieren und redaktionell zu bearbeiten. Darüber hinaus werden Aufzeichnungen von Live-Sendungen in automatisierten Abläufen der Sendeautomation sowie dem Playout-Server hinzugefügt.

Dadurch entsteht laut Konstantin Tschernow, Niederlassungsleiter Qvest Media Schweiz, ein fließender, flexibler und mit geringem Zeitaufwand planbarer Programmablauf aus Live-News, vorproduzierten Clips und Wiederholungen von Live-Sendungen. „Bei der Auswahl des Newsproduktionssystems haben wir einmal mehr ausgetretene Pfade verlassen“, sagt er. „Eine Software zu finden, die nahezu sämtliche Produktionsstufen in einem ausgewogenen Kosten-Nutzen-Verhältnis beherrscht, gleichzeitig intuitiv bedienbar ist sowie den wachsenden Ansprüchen an digitale Workflows entspricht, war eine echte Herausforderung. Fündig geworden sind wir schließlich bei dem schwedischen Start-Up nxtedition, die mit ihrer Softwarelösung und Flexibilität ausgezeichnet zu den Projektanforderungen passten“, berichtet er.

Eine weitere Besonderheit biete die Integration eines Live-Subtitlings, das sich weit über die klassischen TV-Grenzen hinaus einsetzen lasse. Mit dem von der Qvest Media-Tochterfirma HMS media solutions gelieferten Subtitling-System sowie der engen Verzahnung mit der eingesetzten OTT-Plattform, lassen sich laut Tschernow Untertitel sowohl für das TV-Angebot als auch für andere Verlagsmedien und Anwendungsfelder absetzen. Dies eröffne Blick TV zum Beispiel die Möglichkeit, seinen Bewegtbild- und Live-Content künftig in Bereichen wie Out-of-Home-Medien – etwa an Bahnhöfen, Flughäfen oder im ÖPNV – mit entsprechender Untertitelung zu verbreiten.

„Mit der digitalen Medieninfrastruktur von Qvest Media überspringen wir das lineare Fernsehen und setzen direkt auf modernes Streaming, das zu 100 Prozent zu unserer BLICK-DNA passt: Immer aktuell. Immer nah am Geschehen. Ein Beispiel: Interviewpartner können mittels Live-Feed von ihrem Smartphone über unser Produktionssystem direkt in die Live-Sendung eingebunden werden. Das ist ein großer Vorteil, weil wir so von fast überall in der Welt schnell und unkompliziert berichten können”, erklärt Beat Vontobel, Technischer Leiter bei Blick TV. Der Videostream des Senders kann auf Mobile Devices mit der BLICK App, in sozialen Netzwerken und online auf Blick.ch abgerufen werden.

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