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# Sony schaltet GMCS im CNA-2 per Firmware-Update frei
- URL: https://mebucom.de/technik/sony-cna2-update-gmcs/
- Published: 2025-06-25T07:50:57.000Z
- Updated: 2025-06-25T07:51:01.000Z
- Description: Mit Firmware 1.1 aktiviert Sony das Global Multi Camera System (GMCS) für den CNA-2 und ermöglicht zentrale Steuerung über Domain-Grenzen hinweg.
- Author: Niklas Eckstein
- Tags: Medientechnologie, Firmware-Update, Sony, #wp, #wp-post, #Import 2026-06-22 21:25

Mit einem aktuellen Firmware-Update (Version 1.1) erweitert Sony die Einsatzmöglichkeiten seines Netzwerkadapters CNA-2 um zwei zentrale Funktionen für die vernetzte Live-Produktion: das *Global Multi Camera System (GMCS)* und die browserbasierte Steueroberfläche *Web-MSU*. Beide Neuerungen haben ein Ziel: die zentrale Steuerung, Konfiguration und Ressourcenoptimierung in verteilten TV-Produktionsumgebungen.

## CNA-2 als Herzstück der vernetzten Produktion

Der CNA-2 ist Sonys dedizierter Camera Control Network Adapter für Systemkameras. Er ermöglicht es, Broadcast-Setups über IP-Netzwerke hinweg zu steuern – ob im Studio, im Ü-Wagen oder an anderen Produktionsstandorten. Mit dem neuen Update wird der Adapter nun zur Schaltzentrale für das GMCS-System, das auf logischer Trennung und Ressourcenvernetzung basiert.

## GMCS: Zentrale Steuerung über Standortgrenzen hinweg

Das GMCS (Global Multi Camera System) ist Sonys neue Steuerarchitektur für verteilte Kamera-Setups. Die zentrale Idee: Produktionsumgebungen lassen sich in sogenannte „Domains“ unterteilen – logisch getrennte Kameragruppen, die Studios, Ü-Wagen oder Außenstellen zugeordnet sein können. Der CNA-2 übernimmt dabei die Rolle eines Knotenpunkts innerhalb jeder Domain. In der Schaltzentrale dient ein CNA-2 als Master-Instanz, während weitere Einheiten in den jeweiligen Domains als Subsysteme fungieren.

So lassen sich Kameras und Zubehör standortübergreifend zentral überwachen und steuern. Auch die Zuweisung von Bedieneinheiten – etwa Remote Control Panels – zu verschiedenen Domains wird über das GMCS flexibel gehandhabt. Besonders in komplexen Multikamera-Setups bietet dieses Prinzip Vorteile: Es vereinfacht die Ressourcenzuteilung, reduziert den technischen Aufwand beim Setup und erlaubt eine effizientere Nutzung der verfügbaren Infrastruktur.

## Redundanz und Resilienz

Ein weiterer Vorteil des neuen Systems liegt in seiner Ausfallsicherheit: Wird der CNA-2 doppelt ausgelegt, bleibt das System auch im Fehlerfall betriebsbereit. Das ist besonders bei internationalen Produktionen mit langen Netzwerkwegen von Bedeutung, wo Verbindungsstabilität entscheidend ist. Zudem können über standardisierte Web-APIs Broadcast-Controller angebunden und externe Systeme sicher integriert werden.

## Web-MSU: Zentrale Steuerung für vernetzte Produktionsumgebungen

Mit dem kostenpflichtigen Lizenzmodul HZC-MSUCN2 lässt sich der CNA-2 um die browserbasierte Anwendung Web-MSU erweitern. Diese fungiert als zentrale Schnittstelle für die neue GMCS-Funktionalität. Sie dient als webbasierte Master Setup Unit, über die sich Kameras und Zubehör in unterschiedlichen Domains effizient konfigurieren und überwachen lassen.

Web-MSU unterstützt unter anderem das Speichern und Übertragen von Einstellungsprofilen, die flexible Zuordnung von Remote Control Panels (RCP) über Domain-Grenzen hinweg sowie die Bearbeitung von Gamma-Kurven in Echtzeit. Darüber hinaus lassen sich individuelle Benutzeroberflächen anpassen, sodass unterschiedliche Produktionsstandorte mit spezifischen Workflows bedient werden können. Ergänzt wird die Steuerplattform durch Web-RCP (HZC-RCPCN2) – eine browsergestützte Fernbedienung für bis zu zwölf Kameras. Beide Anwendungen unterstützen die Modelle der HDC-Serie und sind für die Nutzung im Rahmen von Netzwerk-Produktionsumgebungen ausgelegt.

## Grundlage für skalierbare Remote-Produktionen

Mit dem Update für den CNA-2 erweitert Sony seine Steuerungsplattform um Funktionen, die vor allem für verteilte und komplexe Produktionsumgebungen relevant sind. GMCS und Web-MSU ermöglichen eine zentrale Verwaltung, flexible Ressourcennutzung und vereinfachte Setups über mehrere Standorte hinweg. Insbesondere im Kontext IP-basierter Produktionsmodelle stellt das Update einen Schritt zur besseren Skalierbarkeit und Systemintegration dar.