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Sony und Partner arbeiten an Networked Media Interface
News: Technik

Sony und Partner arbeiten an Networked Media Interface

Gemeinsam mit zehn weltweit führenden Broadcast-Unternehmen hat Sony auf der IBC 2014 das Networked Media Interface vorgestellt. Die neue AV-/IP-Schnittstelle ermöglicht die Übertragung von HD- und 4K-Videos sowie Audio- und Metadaten über ein Standard-IP-Netzwerk.



Damit qualitativ hochwertige Video-, Audio- und Metadaten in Echtzeit über Standard-Netzwerkinfrastrukturen übertragen werden können, müssen sie in geeignete Datenpakete umgewandelt werden. Diese Aufgabe übernimmt das Networked Media Interface.

Sony verfolgt damit das Ziel, IP-Produktionen weiter zu vereinfachen und in der Branche voranzutreiben. Die  IP-Produktion steigert die Effizienz der Übertragung von Live-Studio- oder Sportsendungen und senkt die Produktionskosten.
 
Sony arbeitet in diesem Zusammenhang an der Entwicklung der LLVC-Technologie (Low Latency Video Codec), um 4K/60p-Videomaterial für die Übertragung über 10-Gbit/s-Ethernet zu komprimieren. Das Unternehmen arbeitet bereits an dem Registered Disclosure Document (RDD) für die Patentanmeldung der Codec-Technologie. Weitere Technologien, die Sony für die IP-Produktion nutzt, sind SMPTE ST 2022-6 und ST 2022-7 für unkomprimierte HD-SDI-Übertragungen über Standard-Netzwerke.

 Sony fördert mit seinem Engagement gezielt die Akzeptanz IP-basierter Netzwerkübertragungen und optimiert die Kompatibilität mit Produktionsequipment anderer Hersteller kontinuierlich.

Dafür unterstützt Sony auch die Standardisierung von SMPTE 2059, dem Precision Time Protocol (PTP), das die Synchronisierung (IP-Genlocking) und nahtlose Umschaltung zwischen verschiedenen Geräten über IP in Sendequalität ermöglicht. Bei der Entwicklung eines einheitlichen Standards kooperiert Sony mit SMPTE, VSF und JT-NM.

Sony plant eine schnelle Lizensierung des Networked Media Interface, um die Verbreitung der AV-/IP-Schnittstelle innerhalb der Branche weiter voranzutreiben. Nach der Lizensierung wird das Unternehmen Entwicklungstools bereitstellen und technische Spezifikationen offenlegen, welche eine Anbindung und Verwendung geeigneter Geräte unterstützen sollen.

 

Networked Media Interface



Das Networked Media Interface vereint moderne IP-Netzwerktechnologie mit der aktuellen SDI-Standardschnittstelle für die Videoübertragung in sämtlichen Auflösungen. Während konventionelle Systeme für die Übertragung der Signale (Video-, Audio-, Referenz-, Meta- und Steuerungsdaten) mehrere Kabel benötigen, erfordert das Networked Media Interface nur ein einziges Standard-Netzwerkkabel, das durch herkömmliche Netzwerk-Switches geleitet wird.

 Sony kombiniert für das Networked Media Interface neue Technik mit etablierten Standards, um zuverlässige, skalierbare und stabile Übertragungen zu erreichen.

Die Technologie unterstützt die direkte Verbindung verschiedener Geräte mit dem IP-Netzwerk über eine bestehende Layer-3-IP-Switch-Infrastruktur. Darüber hinaus macht sie die simultane Übertragung an verschiedene Zielpunkte sowie eine störungsfreie Geräteumschaltung möglich. SD-, HD- sowie 4K-Videoauflösungen werden gleichermaßen verarbeitet.

Das neue IP-Live-Produktionssystem ist auf Flexibilität und Skalierbarkeit ausgelegt. So können Anwender mit der Zeit zu einer Infrastruktur mit mehr Geräten und höheren Videoauflösungen, einschließlich HD und 4K, migrieren.



Die folgenden Unternehmen  unterstützen bereits den Einsatz des Networked Media Interface:
 Altera Corporation, Cisco Systems, Evertz, Imagine Communications, Juniper Networks, Macnica Americas, Matrox Electronics Systems, Rohde & Schwarz DVS, Vizrt und Xilinx.
 (9/14)

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