Die deutsche Film- und Fernsehbranche steckt in einer strukturellen Krise – zumindest aus Sicht der Regie. Das zeigt die Umfrage „Survive TwentyFive – Fix TwentySix", die der Bundesverband Regie (BVR) in Kooperation mit der Deutschen Filmakademie unter 487 Regisseuren aus Fiktion, Dokumentarfilm und Werbung durchgeführt hat. Der BVR hat die Ergebnisse in einem Positionspapier veröffentlicht und fordert politisches Handeln.
Drei Zahlen, die das Ausmaß zeigen
Die Kernergebnisse sind deutlich. 71 Prozent der Befragten konnten 2025 ihren Lebensunterhalt nicht oder nur eingeschränkt aus Regiearbeit bestreiten. 37 Prozent haben derzeit keinen Dreh in Aussicht. Und ebenfalls 37 Prozent denken ernsthaft darüber nach, die Branche vollständig zu verlassen.

Der BVR sieht darin keine Einzelfälle, sondern ein strukturelles Problem. Wenn Regisseure aus wirtschaftlichen Gründen ihren Beruf aufgeben müssten, verliere Deutschland künstlerische Stimmen und Perspektiven, die für eine vielfältige demokratische Öffentlichkeit unverzichtbar seien, heißt es der Mitteilung.
Sechs Forderungen an Politik und Branche
Aus den Umfrageergebnissen leitet der BVR sechs Forderungen ab: faire Vergütung für Regisseure, stärkere Rechte der Filmurheber, eine wirksame Investitionsverpflichtung für Plattformen und Sender, ein konkurrenzfähiges Steueranreizmodell für Filmproduktionen, mehr Mittel für Programm und Inhalte sowie mehr Mut und Vielfalt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Das vollständige Positionspapier und die Umfrageergebnisse stehen auf der Website des BVR zum Download bereit.