Wie wir uns im Netz bewegen, verändert sich ständig. Informationen werden schneller konsumiert, Inhalte häufiger auf dem Smartphone gelesen und Webseiten längst nicht mehr nur über ihre Startseite aufgerufen. Nutzer kommen über Suchmaschinen, Newsletter, soziale Netzwerke oder direkte Empfehlungen auf einzelne Artikel – und erwarten dort vor allem eines: schnell zu finden, was sie suchen.
Gleichzeitig sind die Ansprüche an digitale Angebote gestiegen. Eine Webseite muss übersichtlich sein, schnell reagieren und auf jedem Endgerät funktionieren. Sie sollte Orientierung bieten, ohne im Weg zu stehen, und Inhalte so präsentieren, dass sie sich intuitiv erschließen lassen.

Für uns bei mebucom war deshalb klar, dass es nach nur zwei Jahren auf unserer WordPress-Plattform erneut Zeit für einen grundlegenden Schritt ist:
Zum einen stellen wir mebucom technisch neu auf und wechseln von einer PHP-basierten Architektur auf eine Plattform, die auf Node.js basiert. Gleichzeitig setzen wir stärker auf klar definierte Schnittstellen: Spezialdienste lassen sich über APIs anbinden, statt immer mehr Funktionen direkt über zusätzliche Erweiterungen in das CMS zu integrieren. Das hält die Architektur schlanker und gibt uns mehr Spielraum für die weitere Entwicklung. Ein gutes Beispiel dafür ist unsere neue Suche auf Basis von Typesense: Sie durchsucht unser Archiv mit tausenden Artikeln praktisch in Echtzeit. Wer wissen will, wie sich die neue technische Basis anfühlt, kann also einfach mal anfangen zu tippen.

Zum anderen haben wir auch Design und User Interface grundlegend überarbeitet. Die neue Seite soll moderner, klarer und barrierefreier sein und dazu einladen, sich schnell einen Überblick zu verschaffen oder tiefer in einzelne Themen einzusteigen.
Wir lieben Newsletter
Ein wichtiger Baustein des Relaunchs ist die engere Verzahnung von Website und Newsletter. Beide Angebote werden künftig stärker als ein gemeinsames redaktionelles Produkt gedacht. Inhalte können aus demselben System heraus auf der Website veröffentlicht und direkt per Newsletter ausgespielt werden.
Unser wöchentlicher Rückblick am Dienstag bleibt. Hinzu kommen allerdings zwei neue Formate: Mit „Breaking News“ informieren wir über wichtige aktuelle Entwicklungen, bei denen wir nicht bis zum nächsten Dienstag warten wollen. „Tiefgang“ ist dagegen für aufwendigere redaktionelle Inhalte gedacht – etwa Produktionsreportagen, ausführliche Interviews oder andere Themen, die etwas mehr Raum verdienen.

Welche Newsletter im eigenen Postfach landen, entscheidet jeder Leser selbst. So wollen wir häufiger und gezielter informieren, ohne einfach nur mehr E-Mails zu verschicken.
Connecting the Indie Web
Spannend finden wir auch die stärkere Öffnung der neuen Plattform hin zum Social Web. Über offene Standards wie ActivityPub können eigenständige Publikationen wie mebucom Teil eines größeren, dezentralen Netzwerks werden. Vereinfacht gesagt: Die eigene Website bleibt das Zentrum, Inhalte können aber auch außerhalb davon leichter entdeckt, weitergegeben oder abonniert werden.
Gerade für Fachmedien ist dieser Ansatz interessant. Reichweite muss damit nicht ausschließlich über Suchmaschinen oder zentrale Plattformen wie LinkedIn, Facebook und andere soziale Netzwerke entstehen. Stattdessen können unabhängige Websites stärker miteinander vernetzt werden, ohne ihre Eigenständigkeit aufzugeben. Die Idee eines offenen „Indie Web“ finden wir deshalb ausgesprochen spannend.
Ein Fail und neue Möglichkeiten
Auch unser Community-Angebot haben wir im Zuge des Relaunchs neu gedacht. Unsere bisherigen Unternehmenseinträge haben in der Praxis nicht so funktioniert, wie wir es uns ursprünglich vorgestellt hatten. Die Idee dahinter war durchaus sinnvoll: Unternehmen sollten ihre Profile selbst pflegen und damit zusätzliche, aktuelle Informationen für die Branche bereitstellen.
In der Realität hat sich dieses Modell allerdings als wenig praktikabel erwiesen. Ansprechpartner wechselten, Zuständigkeiten änderten sich und Einträge wurden nicht regelmäßig aktualisiert. Damit ging zunehmend genau der Mehrwert verloren, den diese Profile für andere Leser eigentlich bieten sollten.

Deshalb haben wir uns entschieden, das Modell nicht einfach in das neue System zu übertragen. (Hinweis: alte Log-In-Daten wurden nicht auf das neue System migriert) Statt statischer Unternehmensprofile setzen wir künftig auf eine Plattform, die nutzerbasierte Accounts ermöglicht. Damit schaffen wir die technische Grundlage für Community-Funktionen, die stärker an tatsächliche Personen und deren Nutzung geknüpft sind – und die wir in Zukunft flexibler weiterentwickeln können.
Noch nicht mit mebucom vertraut? Im Podcast LOGIC Doppio spricht Chefredakteur Niklas Eckstein über den Wandel vom klassischen Printmagazin zur digitalen Plattform, die Themen, die uns beschäftigen, und darüber, wie sich mebucom heute journalistisch und inhaltlich aufstellt.
Worauf es nach wie vor ankommt
Inhaltlich bleibt im Mittelpunkt, wofür mebucom steht: aktuelle Entwicklungen aus Live-Produktion, Broadcast-Technologie und Medienwelt. Unser Anspruch ist es, der Broadcast-Community einen Ort zu bieten, an dem sie relevante Nachrichten, Hintergründe, Interviews, Videos und Branchenwissen findet – unabhängig davon, ob der Besuch über die Startseite, eine Suchmaschine, einen Newsletter oder einen einzelnen Link beginnt.
Denn bei aller neuen Technik, neuen Funktionen und neuen Möglichkeiten bleibt am Ende das Entscheidende unverändert: Es geht um die Inhalte – und um die Menschen, die sie lesen.