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Blackmagic Design auf der ISE 2026: Die Highlights im Überblick

Auf der ISE 2026 führte Gregoire Deminiere von Blackmagic Design durch seine Highlights am Messestand – von einem aufgefrischten Kompakt-Mischer über den bislang größten Produktionsswitcher des Herstellers bis zum konsequenten Ausbau der IP-Infrastruktur.

Gregoire Deminiere von Blackmagic Design im Gespräch mit mebucom auf der ISE 2026 in Barcelona.
Gregoire Deminiere von Blackmagic Design im Gespräch mit mebucom auf der ISE 2026 in Barcelona.

Im Mittelpunkt der Video-Tour stand der ATEM Mini Extreme ISO G2, die neueste Generation des kompakten Live-Produktionsmischers. Das Gerät baut auf dem bewährten ISO-Workflow auf, bei dem sämtliche Eingangssignale aufgezeichnet und die Schnittentscheidungen des Operators automatisch als DaVinci-Resolve-Projekt mit vorgeschnittener Timeline exportiert werden.

Neu in der G2-Version ist ein integrierter CFexpress-Slot sowie eine 10-Gigabit-Ethernet-Schnittstelle, die einen sogenannten Growing-Media-Edit-Workflow ermöglicht: Noch während der Aufzeichnung lässt sich in DaVinci Resolve mit dem Material arbeiten. „Man kann beispielsweise bei einer Sportproduktion bereits Highlights schneiden, während die Aufzeichnung noch läuft", erklärte Deminiere. Ergänzt wird das durch eine integrierte Desktop-Video-Karte, die sowohl Capture als auch Playout aus Resolve heraus erlaubt und damit einen Replay-Workflow ohne zusätzliche Hardware ermöglicht.

Der ATEM Mini Extreme ISO G2 bietet erstmals einen CFexpress-Slot und eine 10-Gigabit-Ethernet-Schnittstelle für Growing-Media-Edit-Workflows.
Der ATEM Mini Extreme ISO G2 bietet erstmals einen CFexpress-Slot und eine 10-Gigabit-Ethernet-Schnittstelle für Growing-Media-Edit-Workflows.

ATEM 4 M/E Constellation 4K Plus: 80 Eingänge, 48 Ausgänge

Als bislang größtes Modell der Constellation-Reihe zeigte Blackmagic Design den ATEM 4 M/E Constellation 4K Plus mit 80 Eingängen und 48 Ausgängen in 12G-SDI – ausgelegt für UHD bis 60fps. Das Gerät lässt sich nicht nur als Live-Produktionsmischer, sondern parallel als Router nutzen, dessen Ausgänge als frei belegbare Auxiliaries fungieren. Deminiere verwies auf Anwendungsfälle wie E-Sport-Produktionen, bei denen pro Spieler mehrere Kameraperspektiven plus der Bildschirmfeed verarbeitet werden müssen: „Man braucht die Dimensionierung, um sowohl die Produktion im Raum als auch den Stream gleichzeitig zu bedienen."

Als besonders praxisrelevante Neuerung hob er die sogenannten Shadow Busses hervor – eine Funktion für konditionelle Produktion. Damit lassen sich für verschiedene Ausgabewege unterschiedliche Quellenzuweisungen definieren. „Vielleicht zeige ich im Stream Kamera drei, aber im Saal will ich die nicht auf dem Display, weil sie die Leinwand abfilmt – dann lege ich automatisch Kamera zwei auf den Saal-Ausgang", erläuterte Deminiere. Für Integratoren sei zudem relevant, dass sich das gesamte System über Drittanbieter-Steuerungen automatisieren lasse.

Das bislang größte Modell der Constellation-Reihe: Der ATEM 4 M/E Constellation 4K Plus mit 80 Eingängen und 48 Ausgängen in 12G-SDI.
Das bislang größte Modell der Constellation-Reihe: Der ATEM 4 M/E Constellation 4K Plus mit 80 Eingängen und 48 Ausgängen in 12G-SDI.

SMPTE ST 2110: Schrittweise Migration statt Komplettumstieg

Den dritten Schwerpunkt bildete der konsequente Ausbau des 2110-Portfolios. „Wir zeigen bewusst viele Baseband-zu-2110-Konverter, weil der Umstieg schrittweise passieren soll, ohne dass man alles Bestehende ersetzen muss", sagte Deminiere. Neben dem Ethernet Switch 360P – der gleichzeitig als Router-Panel und PTP-Clock fungiert – waren diverse Konverter sowie DeckLink-Karten für die computerbasierte Signalverarbeitung zu sehen.

Blackmagic Design zeigte auf der ISE einen breiten Querschnitt seines 2110-Portfolios – von Konvertern über den Ethernet Switch 360P bis zu DeckLink-Karten.
Blackmagic Design zeigte auf der ISE einen breiten Querschnitt seines 2110-Portfolios – von Konvertern über den Ethernet Switch 360P bis zu DeckLink-Karten.

Als erste Kamera mit nativem ST-2110-Anschluss präsentierte Blackmagic Design die Studio Camera 6K Pro. Über ein einzelnes Ethernet-Kabel werden Video, Audio und – über PoE – auch die Stromversorgung realisiert. „Ein Kabel, und man hat alles – das vereinfacht den Aufbau enorm", so Deminiere.

Niklas Eckstein

Niklas Eckstein

Fachjournalist in der Medien- und Broadcast-Branche mit den Schwerpunkten Live-Produktion und Medientechnik. Chefredakteur von mebucom.de.

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