Journalist:innen, Corporate Creator:innen und selbstständige Content Creator:innen arbeiten zunehmend mit ähnlichen Plattformen und Formaten – allerdings mit unterschiedlichen Zielen und beruflichen Voraussetzungen. Die Hamburg Media School (HMS) greift diese Überschneidungen mit ihrem neuen Professional Creator Program auf.
Das Online-Programm startet am 9. September 2026 und gliedert sich in drei Tracks für Journalist:innen, Corporate Creator:innen und selbstständige Content Creator:innen. Teile der Weiterbildung absolvieren alle drei Gruppen gemeinsam, weitere Sessions sind auf die jeweiligen beruflichen Anforderungen zugeschnitten.
Zum gemeinsamen Kern gehören Audience Growth und Reichweitenaufbau, rechtliche Fragen für Creator, Resilienz und Mental Health sowie Visual Storytelling mit Schwerpunkt Vertical Video. Dabei geht es unter anderem um Dreh, Licht, Kamerapräsenz und Postproduktion sowie den Einsatz von KI bei Content-Entwicklung und -Produktion. Weitere Module behandeln beispielsweise Steuerfragen und Trust-Driven Content.
„Die Grenze zwischen Journalismus und Creator Economy verschwimmt längst. Im Professional Creator Program nutzen wir diese Nähe gezielt als Vorteil, statt sie zu ignorieren“, sagt Mayka Engelmann, kommissarische Leitung Weiterbildung an der Hamburg Media School. „So lernen Journalist:innen zum Beispiel, worauf es als Creator:in in Sachen Reichweitenaufbau ankommt, und Creator:innen, wie das journalistische Handwerk funktioniert.“
Praxis-Sessions mit Creatorn und Unternehmen
Zum Programm gehören auch gemeinsame Sessions mit Gästen aus der Creator Economy und Unternehmen. Anaïs Cosneau und Greta Silver sprechen in einem Fireside Chat über Sichtbarkeit, Community-Aufbau und Monetarisierung. Eine weitere Session mit Vertreter:innen von Google, Volkswagen und Otto beschäftigt sich mit Kooperationen zwischen Creatorn und Marken.
Pinterest ist mit einer Session zur Nutzung der Plattform vertreten. Im Modul Trust-Driven Content geht es um Recherche, Quellenkompetenz, Faktenchecks und den Umgang mit KI-generierten Inhalten. Die Hamburg Media School kooperiert für das Programm zudem mit nextMedia.Hamburg; ausgewählte Teilnehmer:innen des Förderprogramms Creator Lift nehmen ebenfalls teil.
Die drei Tracks unterscheiden sich teilweise im Umfang und bei den angebotenen Modulen. Für Journalist:innen und selbstständige Creator:innen nennt die HMS regulär jeweils 1.650 Euro netto, für den Corporate-Track 1.750 Euro netto. Daneben werden reduzierte Preise für bestimmte Teilnehmergruppen und Partner angeboten.
Das Professional Creator Program startet am 9. September und läuft mit den gemeinsamen Sessions bis zum 1. Dezember 2026. Die Module finden als Online-Live-Sessions statt. Die Anmeldung ist laut HMS noch bis zum 31. August möglich.