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Lauter Großprojekte nebeneinander: Wie thinXpool die WM 2026 für MagentaTV umsetzt

Für die größte WM aller Zeiten hat der Generalunternehmer von MagentaTV die Produktion in autarke Einheiten zerlegt – gearbeitet wird parallel, gesendet zentral aus Ismaning.

Alexander Dechant im MagentaTV-Studio in Ismaning
Alexander Dechant
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Die Fußball-WM 2026 sprengt das Format eines klassischen Fernsehprojekts – 104 Spiele in drei Ländern, verteilt über einen Kontinent und mehrere Zeitzonen. thinXpool, Generalunternehmer für das WM-Projekt bei MagentaTV, hat daraus eine Konsequenz gezogen: Statt einer zentral geführten Produktion arbeiten mehrere eigenständige Einheiten parallel – das Sendezentrum und das deutsche Studio bei DMC in Ismaning, das zweite Studio in Manhattan und die remote produzierten Stadionübertragungen aus Nordamerika. „Du hast eigentlich lauter Großprojekte nebeneinander", sagt thinXpool Co-Geschäftsführer Alexander Dechant, der das Unternehmen gemeinsam mit Ellen Schmitt-Fleckenstein leitet: „Jedes mit einer eigenen Logistik, eigenen Zeitzonen, eigenen Anforderungen. Das läuft autark, und du justierst nach, wo es nötig ist." Nach eineinhalb Jahren Planung ist daraus eine Produktion mit rund 400 Beteiligten geworden – und ein Testfall dafür, wie weit sich Turnierberichterstattung dezentralisieren lässt.

FIFA WM Studio von MagentaTV
Mehrere Inseln, vier Kamerapositionen: das WM-Studio von MagentaTV bei DMC in Ismaning, ausgelegt auf Bewegung statt festen Moderationsplatz.

Ein Turnier, das die eigene Planung überholt

Allein die Gruppenphase umfasst mit 72 Spielen acht Partien mehr als die gesamte WM 2022, die erste WM im MagentaTV-Konstrukt. Dazu kommt: Der Spielplan stand erst spät in seiner finalen Form fest. Nach der Auslosung passte die FIFA zahlreiche Anstoßzeiten an, um den klimatischen Bedingungen an den nordamerikanischen Spielorten Rechnung zu tragen. Für thinXpool hieß das, Teile der bereits geleisteten Planung neu aufzusetzen, bevor das Turnier überhaupt begonnen hatte.

Kurzfristigkeit gehört bei einem K.o.-Turnier ohnehin zum System: Wer wo weiterspielt, entscheidet sich erst mit den letzten Gruppenspielen. Als feststand, dass Deutschland sein Sechzehntelfinale in Boston bestreitet, liefen HBS-Buchungen, Flüge und Personaldisposition an – quer über einen Kontinent. Bei der Heim-EM lautete die vergleichbare Frage noch Hamburg oder Düsseldorf; jetzt liegen zwischen den denkbaren Spielorten mehrere Flugstunden und Zeitzonen. Auch vor Ort verlangt das Turnier Flexibilität: In Toronto stand beim zweiten deutschen Spiel keine Tribünen-Präsentationsplattform zur Verfügung – das Team baute seine Position kurzerhand an anderer Stelle im Stadion auf.

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