Proton Camera Innovations aus Garbsen zeigt auf der NAB Show 2026 am Stand C4740 mehrere Neuheiten, darunter die Proton Pro. Die neue Miniaturkamera kombiniert einen größeren Global-Shutter-Sensor mit professionellen Anschlussmöglichkeiten, die bislang nur über das modulare Zubehörsystem des Herstellers verfügbar waren.
Größerer Sensor gegen Rolling-Shutter-Artefakte
Den Kern der Proton Pro bildet ein 2/3-Zoll-Global-Shutter-Sensor. Bei schnellen Schwenkbewegungen, wie sie in der Sportproduktion häufig vorkommen, liest ein Global Shutter das gesamte Bild gleichzeitig aus und vermeidet so die Verzerrungen, die bei Rolling-Shutter-Sensoren auftreten können. Der größere Sensor soll zudem eine höhere Lichtempfindlichkeit und einen erweiterten Dynamikumfang bieten, was den Einsatz unter schwierigen Lichtverhältnissen erleichtert.
Die Kamera misst 30 × 30 × 49 mm und wiegt 79 Gramm – deutlich mehr als die 24 Gramm der Proton Cam, aber immer noch kompakt genug für typische Miniaturkamera-Einsatzszenarien.
Professionelle Anschlüsse ab Werk
Ein wesentliches Merkmal der Proton Pro ist die ab Werk integrierte Ausstattung mit Broadcast-relevanten Schnittstellen. Genlock ermöglicht die bildgenaue Synchronisation in Mehrkamera-Setups. Ein dedizierter Audioeingang erlaubt eingebettete Tonaufnahme direkt an der Kameraposition. Über einen Aux-Anschluss lässt sich die Motorsteuerung für die Objektivanpassung fernbedienen, kompatibel mit verschiedenen Drittanbieter-Kameracontrollern. Der C-Mount-Objektivanschluss gibt Anwendern die Freiheit, die Optik je nach Einsatzzweck zu wählen – vom Weitwinkel für Net-Cam-Anwendungen bis zum Zoom für entfernte Szenen.
Innerhalb des bestehenden Proton-Portfolios lassen sich die Modelle Proton Cam und Proton 4K zwar ebenfalls mit C-Mount und externen Anschlüssen nachrüsten, die Proton Pro liefert diese Funktionen jedoch als integrierte Lösung ohne zusätzliche Konfiguration.
Einordnung im Proton-Portfolio
Die Proton Pro ergänzt ein Portfolio, das vom 24 Gramm leichten Proton Cam – laut Hersteller die kleinste Broadcast-Kamera auf dem Markt – über die 4K-fähige Proton 4K, die zoomintegrierte Proton Zoom und die modular getrennten Modelle Proton Flex und Flex 4K bis zur wetterfesten Proton Rain reicht.
Marko Hoepken, CEO von Proton Camera Innovations, beschreibt die Positionierung: „Die Proton Pro rundet unser Kamera-Portfolio ab, und mit ihrem größeren Global-Shutter-Sensor wird sie sich in schnellen Aktionsproduktionen als unverzichtbar erweisen. Wie bei allen unseren Kameras bleibt das Ziel dasselbe: Kreativen die Werkzeuge zu geben, um Aufnahmen einzufangen, die zuvor unmöglich waren."
Auf der NAB will Proton Camera Innovations aktuelle Einsatzbeispiele zeigen, darunter Anwendungen in 3D-Produktionsumgebungen, Drohnen im Wintersport, helmmontierten POV-Kameras, Netz- und Pfostenkameras in Fußball, Tennis und Hockey, Streckenfahrzeug-Rigs und Bretthöhe-Montagen bei Schachturnieren.
Proton Camera Innovations stellt auf der NAB Show 2026 in der Central Hall am Stand C4740 aus.