ProSiebenSat.1 Media beruft Ingrid Heisserer zum 1. Februar 2027 zur neuen Finanzvorständin. Die frühere CFO und CHRO von RTL Deutschland folgt auf Bob Rajan, der das Ressort seit Oktober 2025 interimistisch führt und bis zu ihrem Amtsantritt im Amt bleibt.
Mit Heisserer holt ProSiebenSat.1 eine Finanzmanagerin in den Vorstand, die neben internationaler Konzernerfahrung auch das deutsche Mediengeschäft kennt. Bei RTL Deutschland begleitete sie zuletzt unter anderem den Ausbau des Streaming-Geschäfts, Kostensenkungsprogramme, Portfolioanpassungen und M&A-Prozesse.
Zuvor war Heisserer mehr als zwei Jahrzehnte für L’Oréal tätig. Dort arbeitete sie in verschiedenen Finanzfunktionen in Deutschland, Frankreich, Russland und Brasilien. 2016 übernahm sie die CFO-Position für die Luxury Division von L’Oréal Deutschland, später wurde sie CFO für Deutschland und Österreich.
Erfahrung aus Mediengeschäft und Werbemarkt
Für ProSiebenSat.1 dürfte vor allem die Verbindung aus Medien-, Finanz- und Werbemarkterfahrung eine Rolle spielen. Der Konzern befindet sich weiterhin in einer Phase der Neuaufstellung, in der neben der Fokussierung des Portfolios auch Kostendisziplin und eine stärkere finanzielle Steuerung im Mittelpunkt stehen.
Aufsichtsratsvorsitzende Maria Kyriacou hebt dabei insbesondere Heisserers Erfahrung auf Kundenseite hervor: „Sie versteht, wie Werbetreibende denken und wie sie Entscheidungen treffen. Diese Perspektive ist für ProSiebenSat.1 von großem Wert.“
Damit knüpft die Personalentscheidung zugleich an die Arbeit von Bob Rajan an. Seit der Übernahme des Finanzressorts im Oktober 2025 hat ProSiebenSat.1 nach eigenen Angaben zentrale Finanzprozesse vereinfacht, das Cash Management stärker fokussiert und mehrere Beteiligungen aus dem Portfolio verkauft. Heisserer übernimmt damit ein Ressort, das in den vergangenen Monaten bereits deutlich auf die laufende Transformation des Konzerns ausgerichtet wurde.
CEO Marco Giordani verbindet ihren Einstieg entsprechend mit dem nächsten Schritt dieser Entwicklung. Heisserer solle dabei helfen, die erreichten Fortschritte „in nachhaltiges Wachstum umzusetzen und ProSiebenSat.1 weiter zu stärken“.