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PROG und bvft unterzeichnen Respect Code Film

PROG Producers of Germany und die Berufsvereinigung Filmton haben den Respect Code Film unterzeichnet. Die branchenweite Vereinbarung legt Grundsätze für respektvolles Arbeiten bei Film- und Fernsehproduktionen fest.

Unterzeichnung des Respect Code Film
Bei der Unterzeichnung des Respect Code Film am 27. März 2026 in Berlin (v.l.n.r.): Britta Strampe (PROG), Wiebke Wiesner (PA), Julia Maier-Hauff (PROG), Michelle Müntefering (PA), Catherine Lieser (bvft), Florian Singalla (PA) © Produktionsallianz

Die Produzentenvereinigung PROG und die Berufsvereinigung Filmton (bvft) haben sich dem Respect Code Film angeschlossen. Mit der Unterzeichnung am 27. März 2026 wächst der Kreis der Branchenorganisationen, die sich der bislang einzigen branchenweiten Vereinbarung für respektvolles Arbeiten bei Film- und Fernsehproduktionen verpflichten.

Verbindliche Grundsätze gegen Fehlverhalten

Der Respect Code Film (RCF) geht auf eine gemeinsame Initiative der Produktionsallianz, ver.di und des Bundesverbands Schauspiel (BFFS) zurück. Er legt Grundsätze für einen respektvollen, kollegialen und die Persönlichkeit schützenden Umgang am Set und in der Produktion fest und richtet sich gegen jede Form von Belästigung, Diskriminierung, Gewalt oder sonstigem Fehlverhalten. Der Code regelt zudem, wer für die Einhaltung der Grundsätze verantwortlich ist und an welche Stellen sich Betroffene wenden können.

PROG fordert Sender in die Pflicht

PROG und bvft haben den Respect Code Film für respektvolles Arbeiten bei Film- und Fernsehproduktionen unterzeichnet. ©Produktionsallianz

„Kollegiales, respektvolles Verhalten sollte eine Selbstverständlichkeit an jedem Arbeitsplatz sein – auch beim Film", sagte Britta Strampe, Vorstandsmitglied bei PROG Producers of Germany. Prävention sei der Kern, um Missbrauch und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zu verhindern. Strampe verwies auf die Vertrauensstelle Themis und forderte deren auskömmliche Finanzierung. Zugleich nahm sie die Sender in die Pflicht: „Wir appellieren an die auftraggebenden Sender, den Respect Code ebenso ernst zu nehmen und sich der eigenen Verantwortung zum Beispiel mit Blick auf die Anzahl der Drehtage bewusst zu sein." Der Code dürfe allerdings nicht zu zusätzlicher Bürokratie durch die Filmförderungen führen.

Filmtonbranche setzt Zeichen

„Wir freuen uns, den Respect Code Film zu unterzeichnen und damit ein Zeichen zu setzen", sagte Catherine Lieser, Geschäftsführerin der bvft. Respektvoller Umgang in allen Phasen der Herstellung audiovisueller Produktionen müsse Maßstab der Zusammenarbeit sein, so Lieser.

Michelle Müntefering, CEO der Produktionsallianz, unterstrich die Verantwortung der Arbeitgeber: „Sich gegen jede Form von diskriminierendem Verhalten, Belästigung, Gewalt oder Missbrauch zu wenden, ist wichtiger denn je." Der Respect Code Film mache unmissverständlich klar, dass die Branche gemeinsam für einen fairen, respektvollen und angstfreien Umgang stehe.

Niklas Eckstein

Niklas Eckstein

Fachjournalist in der Medien- und Broadcast-Branche mit den Schwerpunkten Live-Produktion und Medientechnik. Chefredakteur von mebucom.de.

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