Radio Bremen stellt sein Media-Asset-Management um. Das bisherige System VPMS2 wird durch VidiNet von Vidispine ersetzt. MCI hat den Auftrag als Generalunternehmer erhalten und verantwortet Planung, Installation und Migration.
Crossmediale Produktion als Ziel
Die neue Plattform soll als zentrales MAM-System die Zusammenarbeit zwischen Hörfunk-, Fernseh- und Online-Redaktionen verbessern. Gleichzeitig lagert Radio Bremen sein Archiv zum Informations-Verarbeitungs-Zentrum (IVZ) aus – ein Schritt, den andere ARD-Landesrundfunkanstalten bereits vollzogen haben.

Die neue Infrastruktur umfasst acht Lenovo-Server und 15 Apple Mac Studio, die über Sonnet-RackMac-Studio-Systeme ins Rack integriert sind, dazu redundante Datenbanksysteme, Kubernetes-Cluster und eine Fibre-Channel-SAN-Anbindung. Vier Ingestkioske ermöglichen den dezentralen Medienimport – die zugehörigen Tische hat Studio Hamburg Design Works gefertigt.
Automatisierung von Workflows
Neben VidiNet kommt die Prozesssteuerungssoftware Helmut von MoovIT zum Einsatz (siehe auch: rbb – Neue Strukturen für die Postproduktion). Die Integration soll Workflows vereinfachen: Bereits mit Beginn der Planung einer Produktion werden den Nutzern automatisch Material Collections und das zugehörige Premiere-Projekt bereitgestellt.
Automatische Transkriptionen laufen über einen ARD-Service via sigm@r. Schnittstellen zu Umsystemen wie d'accord, sigm@r und OpenMedia sollen dafür sorgen, dass Prozesse ineinandergreifen. Remote-Arbeitsplätze sind unter dem Namen „Radio Bremen Remote" vorgesehen.