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Adobe bündelt Photoshop, Premiere und Firefly in ChatGPT

Adobe hat ein einheitliches Plugin für ChatGPT vorgestellt: über 70 Werkzeuge aus Photoshop, Premiere und Firefly, stehen künftig zu Verfügung.

Adobe-Plugin für ChatGPT
Photoshop, Premiere und Firefly lassen sich ab sofort direkt aus ChatGPT heraus ansteuern ©Adobe

Adobe hat ein einheitliches Plugin für ChatGPT vorgestellt. Es bündelt mehr als 70 Werkzeuge aus Photoshop, Firefly, Adobe Express, Premiere, Acrobat, Lightroom, Illustrator, InDesign und Adobe Stock in einer einzigen Anwendung. Das Plugin ist ab sofort weltweit für ChatGPT Web und App verfügbar.

Nutzer aktivieren das Adobe-Plugin über die ChatGPT-Plugin-Liste oder tippen „@Adobe" in den Chat und beschreiben das gewünschte Ergebnis. Im Hintergrund wählt das System die passenden Adobe-Werkzeuge aus und führt sie aus. Aus einer Fotoserie entstehen so Bilder mit einheitlichem Look, ein Langvideo wird zum Cutdown für YouTube Shorts und Instagram Reels, ein Datenblatt zum fertigen PDF. Ohne Login stehen Basisfunktionen zur Verfügung. Mit Adobe-Konto greifen Nutzer zusätzlich auf generative Werkzeuge und ihre Creative-Cloud-Dateien zu und speichern Projekte über mehrere Sitzungen hinweg.

Vom Connector zum einheitlichen Plugin

Das neue Plugin löst die im Dezember 2025 gestarteten separaten Adobe-Konnektoren für Photoshop, Adobe Express und Acrobat in ChatGPT ab. Statt mehrere Werkzeuge einzeln aufzurufen, greifen Nutzer künftig über eine Oberfläche auf das gesamte Portfolio zu. Wird ein Projekt komplexer, wechseln Anwender in die Flaggschiff-Apps Photoshop, Premiere oder Adobe Express und arbeiten dort mit Ebenen, Masken und pixelgenauer Kontrolle weiter.

Relevanz für Content-Teams in Sendern und Produktionsfirmen

Für Broadcast- und Medienunternehmen betrifft das vor allem Marketing- und Social-Media-Teams. Mit den Premiere-Funktionen im Chat lassen sich Cutdowns für mehrere Plattformen erstellen, ohne Rohmaterial manuell in verschiedene Formate zu exportieren. Adobe positioniert das Plugin zugleich als Baustein einer breiteren Strategie: Dieselben Werkzeuge stehen bereits in Claude und Microsoft Copilot bereit, Integrationen für Slack und Gemini kündigt das Unternehmen an. Für Technikverantwortliche, die Standardwerkzeuge über mehrere KI-Plattformen hinweg vereinheitlichen wollen, entsteht damit eine gemeinsame Werkzeugbasis unabhängig vom gewählten Chat-Interface.

Vibhor Chhabra, Product Lead für das ChatGPT-Ecosystem bei OpenAI, ordnet die Kooperation ein: „Wir bauen ChatGPT so, dass es unsere Nutzer mit den besten Fähigkeiten für die jeweilige Aufgabe verbindet. Adobes führende Kreativ- und Produktivitätswerkzeuge helfen Menschen dabei, ihre Kreativität auszudrücken, zu kommunizieren und produktiver zu sein."

Niklas Eckstein

Niklas Eckstein

Fachjournalist in der Medien- und Broadcast-Branche mit den Schwerpunkten Live-Produktion und Medientechnik. Chefredakteur von mebucom.de.

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