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Adobe Firefly führt Custom Models ein und erweitert KI-Werkzeuge

Adobe bringt benutzerdefinierte Modelle in der öffentlichen Beta auf den Markt. Kreative können damit KI auf ihren eigenen Stil trainieren. Hinzu kommen über 30 Modelle von Drittanbietern und neue Video- und Bildbearbeitungsfunktionen.

Adobe Firefly Custom Models
Adobe Firefly ermöglicht mit Custom Models das Training von KI-Modellen auf den eigenen visuellen Stil. ©Adobe

Adobe erweitert Firefly um mehrere neue Funktionen. Im Zentrum steht die Einführung von Custom Models, die es Kreativen ermöglichen, ein KI-Modell anhand eigener Bilder zu trainieren. Die Funktion ist ab sofort als öffentliche Beta verfügbar.

Custom Models: Eigener Stil als trainierbares Modell

Mit Custom Models können Kreative und Teams ihren visuellen Stil in ein wiederverwendbares Modell umwandeln. Das Modell wird anhand eigener Bilder trainiert und ist für die Ideenfindung in den Bereichen Charakterdesign, Illustration und Fotografie optimiert.

Das System analysiert hochgeladene Bilder und erstellt ein Modell, das Details wie Strichstärke, Farbpaletten, Beleuchtung und Charaktermerkmale über mehrere Generierungen hinweg beibehält. Die trainierten Modelle sind standardmäßig privat, die erstellten Inhalte bleiben im Besitz der Ersteller.

Adobe positioniert die Funktion für drei Anwendungsfälle: Illustrationsstile mit konsistenter Strichführung und Farbgebung, Charaktere, die über verschiedene Szenen hinweg einheitlich dargestellt werden müssen, sowie fotografische Looks, die sich über viele Bilder wiederholen sollen.

Über 30 Modelle in einer Umgebung

Neben den Custom Models erweitert Adobe den Zugang zu Drittanbieter-Modellen innerhalb von Firefly. Kreative können nun mit über 30 Modellen arbeiten, darunter Googles Nano Banana 2 und Veo 3.1, Runways Gen-4.5, OpenAI-Modelle sowie Adobes eigenes Firefly Image Model 5, das jetzt allgemein verfügbar ist. Neu hinzugekommen ist Klings 2.5 Turbo.

Firefly-Abonnenten erhalten derzeit unbegrenzte Bild- und Videogenerierungen mit den verfügbaren Modellen.

Neue Video- und Bildbearbeitungsfunktionen

Adobe hat zudem neue Bearbeitungswerkzeuge eingeführt. Quick Cut verwandelt Rohmaterial innerhalb weniger Minuten in einen strukturierten Rohschnitt. Erweiterte Bildbearbeitungsfunktionen erleichtern das Hinzufügen oder Entfernen von Objekten, das Erweitern von Szenen und die Feinabstimmung generierter Bilder.

Generierung und Bearbeitung sind vollständig integriert, sodass der Übergang von der Idee zum Entwurf und zur Feinabstimmung ohne Unterbrechung des Workflows erfolgen kann.

Project Moonlight: Dialogorientierte KI-Assistenten

Adobe erweitert außerdem den Zugang zur privaten Beta von Project Moonlight, einer dialogorientierten, agentenbasierten Schnittstelle. Das System funktioniert über alle Adobe-Anwendungen hinweg und soll Nutzern helfen, schneller vom Konzept zur Fertigstellung zu gelangen.

Statt einzelner Prompts arbeitet Moonlight mit Konversationen: Nutzer beschreiben in einem Chat, was sie erzielen möchten, und das System führt konkrete Schritte aus, die verfeinert und angepasst werden können. Moonlight greift dabei auf eigene Ressourcen und Bibliotheken zurück.

Niklas Eckstein

Niklas Eckstein

Fachjournalist in der Medien- und Broadcast-Branche mit den Schwerpunkten Live-Produktion und Medientechnik. Chefredakteur von mebucom.de.

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